Daten öffentlich, frei verfügbar und nutzbar zu machen für mehr Transparenz, Mitwirkung und Innovation — das ist Open Data.

Opendata.ch ist die Schweizer Sektion der Open Knowledge Foundation.

Crowdfunding Entscheidsuche.ch

| 28. Mai 2020 | in Allgemein | Ein Kommentar

Die Webseite entscheidsuche.ch bietet eine Suche in allen publizierten Gerichtsurteilen von Schweizer Gerichten aller Instanzen. Die Urteile wurden zuletzt im Dezember 2018 von den jeweiligen Webseiten kopiert. Für ein systematisches, regelmässiges Ernten von Urteilen fehlten dem Trägerverein bisher die finanziellen Mittel. Deshalb läuft bis Ende Juni eine Crowdfunding-Kampagne mit dem Ziel, 10’000 Franken einzusammeln. Bitte unterstützt doch dieses Open-Data-Projekt mit einer kleinen Spende und leitet den Link in Eurem Umfeld weiter, damit die angepeilte Summe erreicht wird.

Link zum Crowdfunding: https://wemakeit.com/projects/entscheidsuche-ch

On the Way to the Digital Utopia

This year’s Opendata.ch/2020 Forum – New Data Narratives is all about the future of open data. But when we talk about the digital future, too often the conversation drifts off into very bleak, dystopian scenarios: transparent citizens, US Conglomerates leeching on our personal data and ubiquitous control enabled by Artificial Intelligence.

But we refuse to believe that this is what the future has in store for us. As Erik Reece, Author of Utopia Drive, puts it: “…things will only get worse if we don’t engage in some serious utopian thinking.”

And that is exactly what we (Francesca Giardina from Operation Libero and Nikki Böhler from Opendata.ch) did on Saturday, 22 February, at the Winterkongress 2020, and it’s also what Opendata.ch will do at this year’s forum by collecting data visions and working on them during a workshop at the forum.

In our Winterkongress workshop ‘On the way to a digital Utopia’ we asked around 80 participants to turn negative future scenarios around and instead think about what a digital utopia might look. 

We gave participants 10 frequently mentioned dystopian visions, each connected to an overarching theme, and asked them to imagine utopian counter examples and the measures necessary to make them reality. The results of our experiment (transcribed during the workshop) can be viewed below in German.

Coming up with better solutions for our digital future is also the focus of our Opendata.ch/2020 Forum. We want to create new data narratives that steer away from dystopian scenarios and instead highlight the positive potential inherent in data technology. Come join us on 23 June online.

Results:

Gesellschaftlicher Bereich

Dystopisches Szenario (vorgegeben)

Utopische Umkehrung (durch Workshop Teilnehmende)

Zu ergreifende Massnahmen (durch Workshop Teilnehmende)

1. Ehrlichkeit

In der digitalen Dystopie sind wir nicht ehrlich mit unseren Mitmenschen, denn das digitale Denunziantentum hindert uns, Vertrauen ineinander zu fassen. Da wir uns ständig selbst zensieren, wird es für uns immer schwieriger, ehrlich zu uns selbst zu sein.

 

In der Utopie herrscht ein Netz mit verlässlichen Informationen und Austausch. Die Daten-Souveränität wird zurückgewonnen und dadurch das Recht über die eigenen Daten. Entsprechend können wir uns wieder sicher im Internet bewegen. Verlässliche Informationen sind verfügbar. Es wird transparent kommuniziert, was im Welt-Klimarat passiert, damit man weiss, wie man handeln kann. Transparenz ist ein zentrales Stichwort. Wir wissen, wie Informationen und Meinungen zustande kommen. Es existiert ein Recht auf Vergessen.

 

Die Datensouverenität wird gewährleistet, zum Beispiel über einen digitalen Avatar. Man kann selber bestimmen, wer die eigenen Daten auswertet. Es braucht in der Bildung mehr Schulung für Kritikfähigkeit. Wir müssen konferieren statt ausschliessen. Es gibt keine Zensur, sondern Einbinden. Die Technologie muss nachvollziehbar sein für die breite Masse, nicht nur für Programmiererinnen. Und es braucht einen Reset-Knopf mit Recht auf Vergessen. Der Staat darf sanktionieren (auf eine positive Art). Transparenz wird gefördert und vorgeschrieben.

 

2. Kriminalität

In der digitalen Dystopie sind wir alle sicher, weil Verbrechen vorhergesagt und die Täter/innen präventiv in Arbeitslager gesteckt werden. Hackerinnen haben keine Chance. Biases werden aufgelöst, da den Algorithmen alle Daten zur Verfügung stehen.

 

Es gibt keine Verurteilung ohne Tat. Durch die Datenlage wird die strukturelle Ursache von Kriminalität bekämpft, zum Beispiel durch freiwillige Präventionsmassnahmen auf gesellschaftlicher Ebene. Dadurch werden die individuellen Daten nicht gefährdet.

 

Die konsequente Einhaltung von Grund- und Menschenrechten wird garantiert. Strukturelle Ursachenbekämpfung ohne totalitär zu werden ist schwierig, weshalb es “open processes” braucht. Legiferierungsprozesse sollen transparent sein. Die Nachvollziehbarkeit ist wichtig. Was ist mit denen, welche die Dystopie als Utopie wahrnehmen? Mit denen müssen wir in einer politischen Entscheidungsfindung klar kommen.

 

3. Gerechtigkeit /

 Jurisdiktion

In der digitalen Dystopie hat man keine Möglichkeit, Entscheide anzufechten oder vor die nächste Instanz zu ziehen, denn die Rechtsprechung wird durch den vorprogrammierten Einsatz menschlicher Betätigung obsolet.

 

In der digitalen Utopie versteht jeder Mensch seine Rechte und wie sie sich auf die eigene Situation anwenden lassen. Juristische Informationsgewinnung ist zugänglich und effizient. Sinnlose und alte Gesetze werden über Bord geschmissen. Die Technologie hilft uns (der Bevölkerung) zu koordinieren, damit wir gemeinsam unser Recht einfordern können.

 

Es braucht ein Jus-Google Translate. Das bedeutet, Gesetzestexte können in verständliche Texte übersetzt werden, damit sie jeder verstehen kann. Zudem benötigen wir eine Rechtsberater-App oder ein Netzwerk, damit jeder Unterstützung erhalten kann. Dafür braucht es eine Software, welche open source ist. Zudem muss der Mensch “on the loop” oder “in the loop” sein. Und es muss sichergestellt werden, dass jede Entscheidung nachvollzogen werden kann.

 

4. Gesetzgebung

In der digitalen Dystopie ist die Gesellschaft nicht durch demokratisch erarbeitete/legitimierte Gesetze reguliert, sondern durch den fest einprogrammierten Code in der Gesellschafts-Betriebssoftware.

 

In der digitalen Utopie gibt es keine Gesellschafts-Betriebssoftware, sondern eine Vorschlagssoftware, welche die Interessen bewertet und Ratschläge gibt. Dabei wird ein Lobby-Filter angewandt und ein transparentes Informationssystem gewährleistet. Zudem dominiert die menschliche Kontrolle.

 

Es braucht einen agilen Code. Die Software dafür muss in interdisziplinären Teams mit Ethikexpertinnen, Sozialwissenschaften und Technologieexpertinnen entwickelt werden. Die Software muss frei und offen sein. Auf gesellschaftlicher Ebene braucht es einen Rahmen, mit sichergestellten Menschenrechten. Das Narrativ ändern. Der Staat ist gefragt: Die entsprechende Bildung und dazugehörigen Kompetenzen müssen sichergestellt werden. Der Journalismus ist dafür auch sehr wichtig, weil viele der Narrative momentan von den Firmen stammen. Die Frage stellt sich: Wie kann die Software überwacht oder kontrolliert werden? Eine behördliche Instanz überwacht das und vergibt vielleicht auch Aufträge. Zusätzlich braucht es eine gesellschaftliche Instanz, die über alles wacht.

 

5. Wettbewerb

In der digitalen Dystopie entfällt der wirtschaftliche Wettbewerb, da sich durch Skalierungs- und Netzwerkeffekte 3-4 globale Unternehmenskonglomerate herausgebildet haben, welche nun die Volkswirtschaften einzelner Nationen diktieren.

 

Wollen wir Plattformen aufbrechen? Oder erbringen Plattformen Nutzen? Will man die Plattformen regulieren? Wir sind auf der zweiten Schiene. Plattformen sollen Infrastrukturen sein (wie Strom oder Verkehr), welche staatlich zur Verfügung gestellt werden. Dieses Konzept wird verbunden mit dem souveränen Eigentum an Daten.

 

Als Pendant zum Plattform-Kapitalismus entsteht “Digital Commons”. Plattformen bleiben bestehen, aber tragen zum Gemeinnutzen bei. Datensouverenität ist ein grosses Thema. Auf gesellschaftlicher Ebene wird der Aspekt der digitalen Kompetenz sehr relevant (man weiss, wie die Mechanismen funktionieren, was sie wollen und, dass man Kunde ist). Dafür braucht es die entsprechende Bildung. Auf technologischer Ebene herrscht “Privacy by Default” mit Opt-in Charakteristik. Es gibt klare Standards für Neutralität. Dadurch wird findet Chancen-Nivellierung statt und Interoperabilität existiert. Aggregierte Intelligenz soll nicht “festkleben”. Auf staatlicher Ebene heisst das, dass wir Bereitstellung von anonymisierten Datensätzen (Datensouverenität) für geprüfte Dienstleistungen sicherstellen. Dafür müssen Frameworks erarbeitet werden, um zu definieren, welche Daten wo erhoben werden dürfen. Daten sind nicht böse, sondern müssen rekontextualisiert werden.

 

6. Lohnarbeit

In der digitalen Dystopie entscheidet ein Algorithmus, wo welche menschlichen Fähigkeiten am effektivsten eingesetzt werden. Wir haben keine Wahl und werden mal hier mal da eingesetzt, um der internationalen Wirtschaft zu dienen.

 

Dank der Automatisierung oder der Besteuerung können wir ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen. Dadurch wird Arbeit neu definiert: Die wenigen Ziele, die Mann / Frau erreichen muss, sind für das Allgemeinwohl und unter gesicherten Arbeitsstandards zu vollbringen. Eventuell kann der Algorithmus Angebot und Nachfrage meiner Fähigkeiten prüfen und matchen (mit transparenten Kriterien).

 

Bedingungsloses Grundeinkommen schafft die Basis, um von der Dystopie wegzukommen. Dadurch kommen wir hin zu einer Utopie, in welcher wir bestimmen können. Wir haben Geld zur Verfügung, um Jobs nicht notwendigerweise anzunehmen. Der Staat gibt die gesetzlichen Rahmenbedingungen vor. Arbeit wird neu bewertet und Fähigkeiten werden neu bewertet. Es geht um Gemeinwohl, statt um finanzielle Rendite. Dafür sind Schulen und Schulungen gefragt, um individuum zu ermächtigen. Bereits in der Kita muss man anfangen. Die Technologie wird wieder Dienstleister. Es existiert ein transparenter Open-Source Filter, um unsere Jobwahl zu unterstützen, wobei keine Entscheidungsgewalt beim Algorithmus liegt.

 

7. Vertrauen

In der digitalen Dystopie haben wir keine Möglichkeit und Befugnis, Rechenschaft zu verlangen. Wir vertrauen weder der Regierung, noch einander, da sich alle hinter den technisch unterstützten Entscheiden verstecken können und digitales Denunziantentum gefördert wird.

 

Auf einer Regierungsebene muss Transparenz herrschen, um Vertrauen zu stärken. Entscheidungen müssen transparent gefällt und von Menschen getragen werden.

 

Die Sozialkompetenz ist wichtig, um Vertrauen zu schaffen. Diese Kompetenz soll an der Schule gestärkt werden. Dafür müssen auch die Lehrerinnen Sozialkompetenzen trainieren, in der Lehrerausbildung. Das reicht nicht fürs ganze Leben, weshalb Weiterbildung sehr wichtig ist. Vor dem Bildschirm verändert sich die Anforderung an diese Kompetenz nochmals. Deshalb braucht es zusätzlich eine Sensibilisierung für die Spezialitäten des digitalen Raumes. Es muss möglich sein, Rechenschaften einzufordern. Das geht bereits, aber ist sehr kompliziert. Hürde für Rechenschaftsablegung senken mit Digitalisierung, anstatt auf Briefpost warten.

 

8. Demokratie

In der digitalen Dystopie ist die Demokratie faktisch überflüssig geworden, denn durch demoskopische Datenerhebungen weiss die digital gestärkte Regierung immer schon im Voraus, wie wir über welches Thema denken.

 

Digitale Mittel werden für dezentrale und inklusive Meinungsbildung genutzt. Zwischen Experten und politisch Gebildeten findet mehr Austausch statt. Die Datenerhebung ist demokratisch öffentlich und transparent.

 

Das Problem ist, dass ein Spannungsfeld zwischen Anonymität und Transparenz besteht. Es muss die technische Möglichkeit bestehen, eine anonyme Stimmabgabe sicherzustellen. Sonst muss es analog passieren. Es werden Technologien und Plattformen gefördert, welche die dezentrale Meinungsbildung ermöglichen. Diese darf nicht privatwirtschaftlich verzerrt sein. Es soll möglichst niedrige Hürden geben, um sich politisch zu beteiligen. Es braucht staatlich gesetzliche Rahmenbedingungen, wie Lobby Control. Die Gesellschaft muss bereit sein, diese Chancen wahrzunehmen und das dystopische Denkmuster zu verlassen.

 

9. Gesundheit

In der digitalen Dystopie haben wir keine Befugnis, unsere Gesundheit selbst zu managen oder eigene Entscheidungen zu fällen. Individuelle und gesellschaftliche Gesundheit-Massnahmen werden massgeschneidert vom internationalen Health-Algorithmus vorgegeben.

 

In der digitalen Utopie haben wir die Befugnis, unsere Gesundheit zu managen. Massnahmen werden von einem offenen Algorithmus vorgeschlagen. Eigene Präferenzen können angewandt werden.

 

Es braucht Open-Source Software, Datenhoheit, Wahlfreiheit und Anonymisierung. Die Krankenkassen müssen entsprechend eingestellt werden, damit es nicht mehr um Kostenoptimierung sondern um Solidarität geht. Für die Datenhoheit sollte eine Zweckbindung der Daten technisch sicher umsetzt werden (es wird technisch sichergestellt, dass Daten nur dafür genutzt werden, wofür sie freigegeben worden sind). Wenn ein gutes elektronisches Patientendossier da wäre, wäre das eine gute Grundlage. Transparenz und Aufklärung der Bevölkerung sind auch wichtige Punkte.

 

Kommunikation

In der digitalen Dystopie ist die Digitale Kommunikation in jedem Falle und von allen einsehbar, weder Verschlüsselungstechnik noch neue Formen der Kommunikation bieten wirklich Schutz. Unsere Kommunikation ist zudem eingeschränkt und in vorgegebene Bahnen gelenkt.

 

In der digitalen Utopie sind unsere Kommunikation und unsere Daten sicher verschlüsselt. Dennoch greifen Mechanismen zum Schutz der Menschenwürde. Gar keine Kontrolle kann auch gefährlich sein.

 

Es wurde eine Debatte über die Infrastrukturanforderungen geführt. Es braucht die Verschlüsselung der Kommunikation. Müssten wir die Plattformen (die hinter der Kommunikation stehen) so weit runterbrechen, dass es wieder Peer to Peer ist? Auf der technischen Seite braucht es Kryptologie ohne Backdoors. Wie kriegen wir das hin, dass sich die Toleranz in der Gesellschaft so weit verbreitet, dass Hate Speech kein Problem mehr ist und Minderheitenschutz automatisch gewährleistet ist.

 

 

 

Open Data Student Award 2020

| 12. Mai 2020 | in Bildung, Uncategorized | Keine Kommentare

Open Data Student Award 2020

Offene Daten sind eine unabdingbare Folge der Digitalisierung. Darum haben sich die Vereine Opendata.ch und CH Open entschlossen, einen Studierenden-Preis zu stiften. Dieser Preis steht für herausragende Anwendungen von offenen Daten in Lehre und Weiterbildung. Als Sponsoren mit dabei sind die SBB, die Swisscom, Die Post sowie Netcetera.

Mit dem Award wird eine studentische Arbeit ausgezeichnet, die zuhanden der Gewinner mit einem Preisgeld in der Höhe von insgesamt CHF 1000 (von oben genannten Firmen) honoriert wird. Die Auszeichnung erfolgt anlässlich des Opendata.ch/2020 Forums am 23. Juni 2020.

Vergabe-Kriterien

Die studentische Arbeit verwendet in beispielhafter Weise Open Data und/oder Open Government Data (OGD) mit Bezug zur Schweiz. Sie verwendet wo sinnvoll Datenvisualisierung und offene Standards (Dateiformate, Webdienste).

Das Ergebnis kann eine schriftliche Arbeit oder eine Applikation sein. Sie steht idealerweise für Open Science was auch Open Source einschliesst und ist reproduzierbar inklusive Rohdaten und Programmskripte. Bewertet werden die Neuartigkeit, die Kreativität, die Wirtschaftlichkeit, die Dokumentation, die Praxisrelevanz, wie auch die vorbildliche Nutzung von OD oder OGD. Der/die Verfasser/in der Arbeit erklären sich mit der Eingabe sowie der Veröffentlichung der Arbeit und der Medien (Fotos und Videos) einverstanden.

Teilnahmeberechtigung

Teilnahmeberechtigt sind alle Studierenden einer Schweizer Hochschule. Folgende Formen sind erlaubt:

  • Studienleistung einer Hochschule (inkl. CAS)
  • Übungs- oder Praktikumsarbeit
  • Semesterarbeit, Bachelor- oder Masterarbeit
  • Private Arbeit von einem aktuell immatrikulierten Studierenden

Nominierung und Einreichung

  • Kurzbeschreibung (One Pager) inkl. Abbildung
  • Studienleistung (PDF und/oder Link zur App)

Die Einreichung muss vor dem 7. Juni 2020 vollständig und fristgerecht durch die Studierenden erfolgen. Einreichung per Mail an rahel.ryf@opendata.ch. Der Preis wird im Rahmen des Opendata.ch/2020 Forum am 23. Juni vergeben. Die Teilnahme der Nominierten am Onlineforum wird erwartet. Der Gewinner wird im Vorfeld benachrichtigt. Über die Preisvergabe wird keine Korrespondenz geführt.

Jury

Daniel Krebser
Founder/Owner/Managing Partner ATIZO

André Golliez
Co-Founder / Managing Partner Zetamind
Vorstand Opendata.ch

Jannis Valaulta
CH Open Vorstandsmitglied

Prof. Stefan Keller
Informatik-Professor, HSR Rapperswil

Kirsten Dolfus
SBB Technologiemanagement / Enterprise Architektin

Annual Report 2019 + Other News

| 6. Mai 2020 | in Allgemein | Keine Kommentare

Next to the annual plan, which we want to publish every year from now on, we have decided to create an annual report in order to present in a concisive form what we have achieved in the past year. We had the report ready since February, but due to the current circumstances, we have almost forgot to share our first version with you. Now, we’re more than happy to hear your feedback and learn how we might improve upon this first trial:

Download (PDF, 1.63MB)

Since the end of 2019, we have started new projects as you can see in our annual plan 2020 and our projects overview. Furthermore, we are very happy to let you know that we have hired another team member: Andrea Allemann is taking care of events and community since January 2020 (here you view our whole team).

#VersusVirus Hackathon

| 14. Apr 2020 | in Allgemein, Daten, Event | Keine Kommentare

Dear friends of open data,

From 3 April to 5 April, over a period of 48 hours, Swiss civil society came together to use their collective intelligence, inspiration and knowledge to come up with concrete solutions to the problems caused by the COVID19 pandemic crisis. The result was «the biggest sharing and caring experience that Switzerland has ever seen»: the #VersusVirus Online Hackathon.

4’500 participants in 263 teams with more than 500 mentors worked on 190 submitted challenges and came up with 279 projects (with the support of over 60 datasets and resources), with 24 members of parliament and Federal Council Alain Berset also joining in the effort.

We at Opendata.ch are proud to have been involved in this exhilarating and inspiring event. Of the 263 teams that submitted their ideas, each and every one made a valuable contribution to this monumental effort and deserves respect and recognition. You can find a comprehensive list of all submitted projects here. Furthermore, you can find an open list of relevant datasets and other resources here.

We would also like to take the opportunity to mention a few projects that we found particularly inspiring:

  • pandemia-parliament: It is imperative that Parliaments are able to debate and make decisions during times like these. Yet the Covid-19 pandemic has forced members of parliament to stay home and thus brought the democratic process to a near standstill. Pandemia-parliament is an online space where parliamentary business can be conducted in a safe, transparent fashion, thereby bringing politicians back to work.
  • Swissrefucare: Refugees in Switzerland and elsewhere are at a higher risk of getting infected with COVID-19 because they live in small shared spaces and do not always have access to necessary hygienic products. The platform connects refugees with Swiss authorities and with Swiss citizens and thereby aims to help in improving their situation.
  • Covidfact: Citizens are overloaded with information related to COVID-19 and they don’t know which data source to rely on and where to find answers. “Covidfact” is a bot using the knowledge of experts to provides 24/7 and up-to-date information on the crisis based on trustworthy facts, guidelines and tips to help people get through this crisis with confidence. 
  • Fast2Gov: Software helping Swiss cantons to collect, aggregate and share reports and follow up on every patient in a fast, complete and accurate manner while protecting privacy of patients & healthcare professionals

You can find more dataful results in these blogposts by Oleg.

The corona crisis has shown why openness is important. Our association’s mandate and independent approach – all for one and one for all – remains true. We are supporting open data activities across all hackathons, platforms and confessions. We have a prerogative to be active community partners to e-government. And the #VersusVirus Hackathon has proven that together we can jump on chances to boost discovery of new and alternative open datasets and the open source apps that use them. But there is much more work to do!

Get in touch with us to give us your feedback or contributions. Stay home and stay healthy!Ps. In Case you are not an Opendata.ch member yet, you can change that here.

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