Daten öffentlich, frei verfügbar und nutzbar zu machen für mehr Transparenz, Innovation und Effizienz — das ist Open Data.

Opendata.ch ist die Schweizer Sektion der Open Knowledge Foundation.
Wir entwickeln Positionen und Projekte und tragen sie in die Medien.

Beliebtes Vornamen-Tool des Bundes jetzt auf vornamen.opendata.ch

Auf Initiative der Privatwirtschaft wurde das beliebteste Web-Tool des Bundesamts für Statistik neu programmiert und kann seit heute unter der Adresse https://vornamen.opendata.ch wieder genutzt werden. Die interaktive Datenbank ermöglicht Abfragen zur Häufigkeit von Vornamen in der Wohnbevölkerung der Schweiz.

Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat die Vornamen seit 1902 nicht nur gesammelt, sondern auch in einem interaktiven Tool der Bevölkerung zur Verfügung gestellt. Die beliebte Vornamen-Suche ist aber aus Spargründen und wegen eines neuen Webauftritts des BFS nicht mehr verfügbar. Auf der Website des BFS heisst es seither: “Das BFS hat seinen Webauftritt modernisiert. In der neuen technischen Umgebung steht das Vornamen-Tool nicht mehr zur Verfügung.” Interessierte können die Rohdaten nach wie vor in Tabellenform herunterladen und einsehen. Die Daten sind aber so nicht für jedermann einfach zugänglich und einsehbar.

Die Firma snowflake productions gmbh hat sich daher entschlossen, die interaktive Datenbank «Vornamen in der Schweiz» wieder ins Leben zu rufen. Als Datenquelle dient die vom BFS zur Verfügung gestellte Statistik der Bevölkerung und Haushalte (STATPOP 2015). Angezeigt werden von der Suchmaschine sämtliche Vornamen, die mindestens drei Mal vorkommen. So kann in der Datenbank die Häufigkeit von 56’890 Vornamen mit Wohnsitz in der Schweiz verglichen werden. Mit dem interaktiven Tool lässt sich die Hitparade der beliebtesten Vornamen der Neugeborenen auch nach Kantonen und einzelnen Sprachregionen aufschlüsseln.

Dass ein so stark frequentiertes Tool des Bundes mit dem Relaunch der Website plötzlich nicht mehr zur Verfügung steht, kann Adrian Zimmermann, CEO der snowflake productions gmbh nicht nachvollziehen. “Das Vornamen-Tool des BFS war über alle Massen beliebt. Ich habe es selber für die Namenswahl meines Sohnes benutzt. Viele Bekannte haben als werdende Eltern intensiv mit dem Tool Namensrecherche betrieben.” Als klar wurde, dass der neue Webauftritt des BFS kein Budget mehr für die Neuprogrammierung des Tools zulässt, war der Entschluss schnell gefällt. “Ersatz muss her – und wenn das der Bund nicht macht, nehmen wir das in die Hand!”, so Adrian Zimmermann.

Die aktuelle interaktive Datenbank ist komplett neu programmiert und wird in den nächsten Wochen und Monaten auch laufend ausgebaut werden. Die Umsetzung des neuen Vornamen-Tools ist so konzipiert, dass dieses sogar in den bestehenden Webauftritt des BFS nahtlos integriert werden könnte.

Performance: aus der Historie gelernt

Im Jahr 2013 brachen die Server beim Bundesamt für Statistik schon kurz nach der Aufschaltung des Vornamen-Tools zusammen. Aufgrund der «sehr grossen Nachfrage» sei die Applikation «momentan» nicht verfügbar, teilte das BFS auf seiner Website im April 2013 mit. Tausende hatten offenbar gleichzeitig online nach der landesweiten Verbreitung ihres Vornamens gesucht.

Dafür, dass dies bei der neuen interaktiven Datenbank nicht wieder passiert, ist gesorgt. “Wir haben bei der Umsetzung auf leichtgewichtige Technologien gesetzt um auch bei grossen Zugriffsspitzen die Daten performant ausliefern zu können.”, so der Applikationsentwickler Simone Cogno. Für solche Anwendungen bietet sich das auch hier eingesetzte Node.js an. Node.js ist eine Software-Plattform mit eventbasierter Architektur. Verwendung findet Node.js in der Entwicklung serverseitiger JavaScript-Anwendungen, die grosse Datenmengen in Echtzeit bewältigen müssen.

Open Data: für alle nutzbar

Seit heute kann das Vornamen-Tool unter der Adresse https://vornamen.opendata.ch wieder genutzt werden. Adrian Zimmermann: “Wir setzen seit über 17 Jahren stark auf Open Source und unterstützen daher tatkräftig offene Standards und Open Source Software fachlich, organisatorisch und auf politischer Ebene.” Mit der Neuauflage des Vornamen-Tools möchte snowflake ihren Teil zu Transparenz, Innovation und Effizienz beitragen.

Responsive: auch auf mobilen Geräten nutzbar

Damit zukünftig auch auf mobilen Geräten dieser “Beschäftigung” nachgegangen werden kann, wurde gleich zu Beginn der Neurealisation auf ein Responsive Ansatz der Applikation gesetzt. “Mit Twitter Bootstrap und AngularJ S sorgen wir dafür, dass die Applikation auch auf Smartphones und Tablets gut nutzbar ist”, führt Nicolas Karrer (Applikationsentwickler) aus. Noch gibt es Potential zur Verbesserung, vor allem für die Darstellung auf Smartphones. Diese Optimierungen werden im Laufe der nächsten Wochen laufend vorgenommen werden.

Zukunft

Die Entwicklung des interaktiven Tools macht allen Beteiligten grossen Spass. In den letzten Jahren hat snowflake viele komplexe und herausfordernde Web-Applikationen für Kunden entwickelt. Doch bei wenigen war der spielerische und explorative Aspekt so ausgeprägt. Die interaktive Datenbank «Vornamen in der Schweiz» birgt noch viel Potential für “Daten-Spielereien”. Dementsprechend wird snowflake das Vornamen-Tool auch laufend weiter entwickeln und sobald verfügbar auch mit neuen Daten des BFS aktualisieren.

Das Warten hat ein Ende: Präsentationen sind jetzt online!

Die Opendata.ch/2017 Konferenz hat am Dienstag, 27. Juni 2017 an der Hochschule Luzern stattgefunden. Wir haben einen inspirierenden Tag mit vielen interessanten Gesprächen hinter uns und danken herzlich, dass Sie so zahlreich erschienen sind. Keynotes, Fotos und weitere Unterlagen der Konferenz stehen Ihnen nun hier zur Verfügung.
Opendata.ch & Hochschule Luzern

Vormittagsprogramm:

Keynote von Peter Delfosse
«Open Data im Machtgefüge der digitalen Transformation»
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Keynote by Simon Hodson
«Open and FAIR Research Data: how do we get there?»
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Keynote von Rahel Ryf
«Open-Data-Plattform öV Schweiz: Mit Open Data die digitale Zukunft des öV gestalten.»
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Keynote von Andreas Kellerhals
«Open (Government) Data 2014 – 2018: Überblick über den aktuellen Stand und die Aus- und Absichten»
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Keynote von Sylke Gruhnwald
«Journalismus und offene Daten: Daten für alle!»
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Keynote von Pascal Jenny
«Wie der Schweizer Bergtourismus von Open Data profitieren kann.»
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Mitgliederversammlung von Opendata.ch
Das Protokoll steht demnächst hier zur Verfügung.

Nachmittags-Workshop Open Data Infrastructure 
– Oleg Lavrovsky: Unconditional Basic Infrastructure
– Andreas Amsler: Die Zukunft von Open Data Katalogen
– Barnaby Skinner: Open data Do-It-Yourself (DIY)
– Juan Pablo Lovato: What Publishing Open Government Data Really Looks Like – Barriers and Sustainable Solutions.

Nachmittags-Workshop Open Science
– Prof. Dr. Alexander Grossmann: Open Access und die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens
– Dr. Raymond Werlen: Stratégie nationale suisse sur l‘Open Access
– Chiara Gabella: Swiss Institute for Bioinformatics (SIB)
– Günter Hipler: Data Processing als Kern / Basis einer offenen Schweizer Metadatenplattform

Nachmittags-Workshop Open Tourism & Transport Data
– Christian Trachsel: Herausforderungen, Ziele & Zukunft mit Open Data bei SBB
– Christian Helbling: Transport API
– Stefan Keller: Nutzung von OpenStreetMap für Tourismus und Transport
– Andreas Liebrich: OpenData im Tourismus: (Un-)genutztes Potenzial bis à go go? 

Nachmittags-Workshop: Open Smart Cities
Prof. Edy Portmann: Smart City: ein Konzept
– Astrid Habenstein: Open Smart City
– Christian GeesFixMyStreet – Aktueller Stand in Zürich
– Dr. rer. nat. Ladan Pooyan-Weihs: Smarte Leute leben in Smarten Cities

Nachmittags-Workshop Open Food Data
– Florian Wieser: Business Innovation food.opendata – An introduction.

Panel
«Beyond Government Data»
Moderation: Barnaby Skinner, Datenjournalist bei der Sonntags Zeitung und dem Tages Anzeiger sowie Vorstandsmitglied von Opendata.ch.
Gäste: Christoph Bürki, Senior Projektmanager Konzernstrategie mit Schwerpunkt Digitalisierung und Datenmanagement bei Post CH AG und Rahel Ryf, Verantwortliche der Fachstelle Open-Data-Plattform öV Schweiz bei SBB CFF FFS.
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Q&A mit Pavel Richter:
«The role of “open” in the digital world»
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Closing Keynote:
Prof. Martin Vetterli, President of the Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne EPFL
«The role of “open” in digital Switzerland»
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Liste der Teilnehmenden:
Hier können Sie die Liste der Teilnehmenden einsehen, die eingewilligt haben, dass wir ihr Daten zugänglich machen.

Twitter:
Schauen Sie hier, was am Tag der Konferenz auf Twitter diskutiert wurde.

Medienmitteilung:
Die Medienmitteilung, die vor der Konferenz verschickt wurde, ist hier verfügbar.

Bildergalerie:

 
 
 

Partner:
Die Open Data 2017 Konferenz wurde gemeinsam von der Hochschule Luzern und dem Schweizer Verein Opendata.ch durchgeführt. Wir danken unseren Partnern opendata.swissHasler StiftungSeantisnine.chSwissbib.ch und OpenDataSoft für deren Unterstützung – sie haben die Durchführung der Open Data Konferenz 2017 möglich gemacht.

  
 

  
 

DINAcon Awards 2017 – auch für Open Data Projekte und Anwendungen!

CH Open verleiht in diesem Jahr erstmalig die DINAcon Awards um den Mut und die Innovationskraft von Firmen, Behörden, Communities, Entwickler und Personen auszuzeichnen. Die Awards werden im Rahmen der ersten Konferenz zu digitaler Nachhaltigkeit DINAcon 2017 vergeben, die am Freitag, 20. Oktober 2017 in Bern stattfindet. Eingaben für den Preis können ab sofort bis am 14. Juli 2017 hier getätigt werden.

Bewerben können sich Unternehmen, öffentliche Stellen, Open Source und Open Data Communities und Einzelpersonen, die bei Entwicklung und Nutzung von Open Source Software und Open Data Anwendungen Innovationskraft und Mut bewiesen haben. Dieses Jahr werden wir zudem neu Eingaben berücksichtigen, welche das Thema digitale Nachhaltigkeit aufgreifen. Ab sofort bis am 14. Juli 2017 können Eingaben für die DINAcon Awards eingereicht werden:

https://lime.sycloud.ch/index.php/956835

Die Kommunikation auf der Eingabe-Website erfolgt in Englisch, um auch Eingaben aus der französischen und italienischen Schweiz zu ermöglichen. Gerade weil Open-Communities heute global funktionieren, sind neben Schweizer Bewerbungen auch solche von internationalen Projekten und Unternehmen möglich.

Bisher wurde die Preisverleihung unter dem Namen CH Open Source Awards geführt. Mit dem neuen Namen DINAcon Awards wollen der Veranstalter der Entwicklung im Bereich Open Data und digitaler Nachhaltigkeit Rechnung tragen und das Spektrum der Preisverleihung erweitern.

Die letztjährigen sechs CH Open Source Awards wurden an die folgenden Preisträger vergeben: An die Open Source CRM-Lösung SuiteCRM, die Post CH AG für ihre MariaDB-Migration, Florian Bruhin mit qutebrowser, René Moser mit Ansible CloudStack, das opendata.swiss Portal und das data.sbb.ch Portal.

Eine Jury von ausgewiesenen Experten und Unternehmern übernimmt die Nominierung und die Auswahl der Preisträger der DINAcon Awards 2017. Die nominierten Organisationen, Projekte und Personen werden im September bekanntgegeben. Die Preisverleihung findet am Freitag, 20. Oktober 2017 im Rahmen der DINAcon 2017 im Welle 7 Workspace in Bern statt. Nominierte können kostenlos an diesem exklusiven Anlass teilnehmen. Weitere Informationen auf www.dinacon.ch

Jury der DINAcon Awards 2017

  • Corsin Camichel, ICT-Sicherheitsbeauftragter, Rapperswil-Jona
  • Dr. Hellmuth Broda, OneSource Enterprise Professional Services Leader at PerkinElmer
  • Dr. Matthias Günter, Vorstandsmitglied von CH Open
  • Robert Ribnitz, Wilhelmtux
  • Brigitte Hulliger, We Shape Tech Board Member Bern
  • Nicolas Christener, CEO der Adfinis SyGroup AG
  • Nico Schottelius, FOSS Hacker & CEO of ungleich GmbH
  • Simon Wächter, FSFE Country Coordinator Switzerland
  • Felix Kronlage, Unix und Open Source Geek, Managing Director von bytemine
  • Reto Gantenbein, FOSS Hacker & Mitinhaber von inofix
  • Michael Stolz, Software Engineer, SIX
  • Marianne Fraefel, Dozentin am E-Government-Institut der Berner Fachhochschule

Verantwortlicher Organisation DINAcon Awards

Adrian Gschwend, adrian.gschwend@ch-open.ch, Tel. +41 32 511 15 08

Search.ch rettet transport.opendata.ch

| 21. Jun 2017 | in Daten | Keine Kommentare
Search.ch rettet transport.opendata.ch

transport.opendata.ch ist der wohl erfolgreichste Open Data Dienst der Schweiz: Der Webservice für ÖV-Daten hat bis heute über eine Milliarde Anfragen beantwortet, bis zu 1.8 Millionen am Tag. Die Schnittstelle stellt einen höchst entwicklerfreundlichen Zugang sicher zu Hintergrundsystemen der SBB — diese stehen aber kurz vor der Abschaltung.

Um den Zugang weiterhin sicherzustellen, den eine grosse —und wachsende— Zahl innovativer Projekte wie etwa das Wander-Startup WeHike oder der Augmented Reality Fahrplan Departures benötigen, stellt search.ch neu ihr eigenes Backend zur Verfügung, das dank der neuen Echtzeitdaten von opentransportdata.swiss ebenfalls minutengenaue Fahrplanabfragen und Streckenberechnungen leisten kann.

Dadurch ändert sich für Nutzerinnen und Nutzer von transport.opendata.ch so wenig wie absolut möglich, die Schnittstelle ist weitgehend identisch, proprietäre Angaben der SBB wie etwa der Auslastungsindikator sind aber nicht mehr in den Daten enthalten. Eine Liste aktuell bekannter Probleme findet sich auf Github.

Die neue Umsetzung kann ab sofort unter transport-beta.opendata.ch getestet werden, die Umstellung auf die neue Lösung erfolgt am 31.Juli 2017.

Der Dienst wird von search.ch und Opendata.ch als “best-effort” Leistung angeboten, ohne Garantien für die Verfügbarkeit oder die Qualität der Daten und Berechnungen. Für Anwendungsfälle, die ein erhöhtes Abfragevolumen oder eine garantierte Verfügbarkeit benötigen empfiehlt Opendata.ch die Viadi API sowie die offiziellen Datenangebote von opentransportdata.swiss und  data.sbb.ch.

Für weitere Fragen zur Umstellung steht die Google Gruppe der Open Transport Data Working Group zur Verfügung, auch an der kommenden Opendata.ch/2017 Konferenz wird die Lage in einem Workshop thematisiert.

Opendata.ch dankt dem Team von search.ch und Fabian Vogler dem langjährigen Betreuer der Schnittstelle — offene Verkehrsdaten sind essentiell für die Zukunft der “Smart City” und weit darüber hinaus, und dank Schnittstellen wie transport.opendata.ch werden diese einfach für alle Entwicklerinnen und Entwickler zugänglich.

Open Data Konferenz am 27. Juni in Luzern!

Am 27. Juni 2017 wird die Weiterentwicklung von Open Data in der Schweiz diskutiert und wir dringen gemeinsam in neue Gebiete vor: VertreterInnen der digitalen Gesellschaft vermitteln die Themen Open Smart Cities, Open Tourism & Transport Data, Open Science und Open Food Data. Als Teilnehmende vernetzen Sie sich mit einem äusserst vielfältigen Publikum aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Journalismus und IT. 

Zum Programm geht’s hier und Tickets sind hier verfügbar.

Danke an opendata.swiss, Hasler Stiftung, Seantisnine.ch, Swissbib.ch and OpenDataSoft für die wertvolle Partnerschaft und dafür, dass sie die Opendata.ch/2017 möglich machen.

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