Daten öffentlich, frei verfügbar und nutzbar zu machen für mehr Transparenz, Mitwirkung und Innovation — das ist Open Data.

Opendata.ch ist die Schweizer Sektion der Open Knowledge Foundation.

Opendata.ch/2019 Forum: Rück- und Ausblick

| 19. Aug 2019 | in Allgemein, Bern, Daten, Event | Keine Kommentare

Wir haben das Opendata.ch/2019 Forum am 4. Juli in Bern-Wankdorf im Format einer “Unconference” durchgeführt. Das Format hat es uns ermöglicht, vielfältige Informationen von unseren Teilnehmenden zu erhalten.

Interessen, Erfahrungen und Feedbacks

106 Teilnehmende (von insgesamt ~170) haben uns am Forumsende ihren Teilnehmerbadge mit Informationen über ihre Interessen und Erfahrungen sowie mit ihren Feedbacks zum Forum abgegeben:

  • 63 Teilnehmende haben uns mitgeteilt, woran sie heute interessiert waren.
  • 70 Teilnehmende haben uns mitgeteilt, womit sie Erfahrung haben.
  • 92 Teilnehmende haben uns mitgeteilt, was ihnen heute gefallen hat.
  • 80 Teilnehmende haben uns mitgeteilt, was ihnen heute gefehlt hat.

Diese Informationen haben wir als Daten dokumentiert und stellen sie unter einer offenen Lizenz zur freien Wiederverwendung zur Verfügung: https://github.com/OpendataCH/opendatach-stats – Wir freuen uns über weitere Analysen und Feedbacks.

Selbst haben wir die folgenden Analysen erstellt.

Fragen, Bedürfnisse, Themen und Herausforderungen

Um das Forumsprogramm gemeinsam aufzusetzen, haben wir alle Teilnehmenden zu Beginn gebeten, auf einen Zettel zu schreiben, was sie heute mit anderen diskutieren möchten.

118 Zettel mit einer Frage, einem Bedürfnis, einem Thema oder einer Herausforderung haben den Weg zu uns zurückgefunden, nachdem sie von drei bis vier Teilnehmenden nach Interesse gewichtet worden sind.

  • 8 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’20’.
  • 8 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’19’.
  • 12 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’18’.
  • 12 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’17’.
  • 19 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’16’.
  • 15 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’15’.
  • 13 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’14’.
  • 8 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’13’.
  • 6 Zettel hatten eine Gesamtgewichtung von ’12’.
  • Rest: 17 Zettel mit einer Gesamtgewichtung von ’11’ und tiefer.

Zu den 47 Fragen, Bedürfnisse, Themen oder Herausforderungen mit den höchsten Gewichtungen haben am Forum Workshops stattgefunden.

Auch diese Informationen haben wir als Daten dokumentiert und stellen sie unter einer offenen Lizenz zur freien Wiederverwendung zur Verfügung: https://github.com/OpendataCH/opendatach-stats

Selbst haben wir folgende Analysen erstellt.

Eine Sprachwolke aus allen Bedürfnissen

Unsere nächsten Schritte

Basierend auf unseren Analysen haben wir reflektiert, wie stark wir als Opendata.ch Verein die Kernbedürfnisse unserer Community bereits abdecken. Und in welchen Bereichen der grösste Handlungsbedarf besteht.

Vier Handlungsbereiche haben sich herauskristallisiert, die wir in Zukunft stärker behandeln wollen:

  • Daten befreien
  • Datenschutz
  • Datenqualität
  • Datennutzung

Bemerkenswert ist die starke Präsenz des Thema Datenschutz. Die Beziehung zwischen Datenschutz und Offenheit müssen wir zusammen mit unserer Community besser verständlich machen, um sowohl den Datenschutz wie die Bedeutung und Publikation offener Daten zu stärken und zu fördern.

Die ersten Massnahmen und Verantwortlichkeiten zu den vier Handlungsfeldern haben in unserer Vorstandssitzung vom 5. August definiert:

  • Daten befreien: Aktive Politik, Forderungen, Hilfsangebote
  • Datenschutz: Positionierung, allenfalls Lobbying, Hilfestellungen
  • Datenqualität: Aktive Politik, Forderungen, Hilfsangebote
  • Datennutzung: Beispielnutzungen, Unterstützung für Nutzungen

Zweitens haben wir beschlossen, eine Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse mit fünf Kernforderungen an die auf Bundesebene mit der Open Government Data Strategie 2019-2023 betrauten Stellen beim EDI sowie BFS zu senden. Dieser Brief wurde diese Woche verschickt.

Engagiere Dich für die Ziele des Forums

Wenn du eines der oben aufgelisteten Handlungsfelder mitanpacken oder eine weitere Aktivität lancieren möchtest, stehen wir und unsere Community dir gerne zur Seite.

Das Opendata.ch/2019 Forum hat die Bedürfnisse, Herausforderungen und Chancen von offenen Daten in der Schweiz transparent gemacht. Und es hat sich klar gezeigt: mit keiner Frage, keinem Bedürfnis, keinem Thema ist jemand alleine. Zusammen können wir Klärung schaffen und Hindernisse lösen.

Um euch mit denjenigen Personen zu verbinden, welche die gleichen Interessen und die Ambition haben, aktiv tätig zu werden, bitten wir, uns via info@opendata.ch euer Interesse mitzuteilen. So können wir euch mit Gleichgesinnten verbinden und auf Wunsch eine Arbeitsgruppe für euch aufsetzen.

Visuelle Erinnerungen

Open Data und die Wahlen

| 7. Aug 2019 | in Bern, Zürich | Keine Kommentare

Im Oktober sind Wahlen, die Schweiz gibt sich ein neues Parlament. Dieses wird sich nicht zuletzt um offene Daten, um Transparenz und Innovation zu kümmern haben. Es stellt sich entsprechend die Frage: wen wählen für mehr Open Data?

Opendata.ch empfiehlt seine beiden Mitgründer und Vorstandsmitglieder, Matthias Stürmer und Hannes Gassert.

Hannes Gassert tritt an im Kanton Zürich, für die SP. Als erfolgreicher digitaler Unternehmer an der Schnittstelle von Technologie, Gesellschaft und Kultur, als Stiftungsrat von Pro Helvetia oder als im Vorstand der Programmierschule für Geflüchtete Powercoders und als politischer Newcomer setzt er sich ein dafür, dass die technische Entwicklung zu echtem, menschlichem Fortschritt wird für alle.

Mehr zu seinen Ideen und seinem Engagement: https://gassert.ch.

 

Matthias Stürmer

Matthias Stürmer tritt an im Kanton Bern, für die EVP. Als Forscher an der Universität Bern, als Berner Stadtrat, als Präsident des Digital Impact Networks: sein Engagement gilt der digitalen Nachhaltigkeit. Matthias gehört mit Parldigi zu den Pionieren der Digitalpolitik in der Schweiz gilt als der Förderer von Open Source schlechthin. Matthias weiss: IT-Politik ist Standortpolitik — auch, aber nicht nur.

Mehr zu Matthias und seinem Einsatz: http://stürmer.ch.

 

Beide stehen ein für Open Data, für “open by default”. Sprich für eine aktive Öffnung und wirtschaftlich wie gesellschaftlich produktive Nutzung von Sachdaten — und einen starken Schutz von Personendaten. Opendata.ch empfiehlt Stürmer wie Gassert voll zu unterstützen: zwei mal auf jede Liste!

Unabhängig von den Wahlen wird sich Opendata.ch weiter aktiv einbringen für eine starke, offene und faire Datenpolitik, beim Bund, den Kantonen und Gemeinden. Machen Sie mit, werden Sie heute noch Mitglied! Und in jedem Fall: bitte gehen Sie am 20. Oktober wählen!

Open Data Student Award 2019

| 8. Jul 2019 | in Allgemein, Event | Keine Kommentare

On 4 July 2019, at the ninth annual Opendata.ch Forum, we announced the winner of the 2019 Opendata Student awards. 

First of all, we would like to thank all participants for their effort in coming up with all the great projects that participated in last years competition. All of your ideas were very inspiring and unique in their own way and each of you has made a valuable contribution to our cause in making effort to use, re-publish and to promote open data.

Our jury has, on the one hand, had the great pleasure of going through all of your projects over the last few weeks. On the other hand, they have had to make the very difficult decision of choosing one project as the final winner But in the end, a decision was made:

Congratulations to Daniel Laumer and Hasret Gümgümcü and their project UrbanX – Urban planning in mixed reality. The two students from ETH Zurich currently doing their MSc in Geomatics-Engineering have shown extraordinary creativity, technical expertise and vision with their project. The project fulfilled all of the criteria for the award: analysing and using an important yet commonplace data source and combining it with new, exciting technological possibilities whilst bringing clear benefits to the public, thereby showcasing the applicability of open data in everyday contexts.

“The open data community is looking for answers to the question of how to better represent the diversity of datasets, putting them into new clothes, so to speak. The hitchhiker’s guide to Swiss Open Government Data is a project that points the way in such a direction.” 

For a full list of all the applications please see below:

 Projects 2019

1.     Developing an Index for measuring data quality of published open government data: Insights from opendata.swiss.

A frequent problem with OGD is that there is a lack of standards for how to publish data on open platforms. The format used is not always machine-readable (e.g. pdf), the descriptions of the data (i.e. metadata) are not complete or the re-use of data is subject to conditions (e.g. license or cost usage). The project entails the compilation of a Compliance Index to analyse the Swiss OGD platform, opendata.swiss in order to measure the adherence to good practice standards for publishing OGD.  

2.     UrbanX – Urban planning in mixed reality

UrbanX is a Hololens application for efficient and interactive urban planning in a mixed reality environment using open data from Stadt Zürich. In combination with the Microsoft Hololens, a recently developed pair of head-mounted mixed reality smartglasses, which lets the user place virtual holograms in the real world and interact with them using specific gestures, the application should display the buildings in the region of interest and let the user access the attributes of each object in an easy and intuitive way. 

UrbanX – urban planning in mixed reality

3.     Infrastructure disturbance cockpit Bernmobil

A web application in the form of an online cockpit, from which one can see at first glance key figures and information about infrastructure disruptions of Bernmobil. The app uses open infrastructure data from Bernmobil for this purpose. 

Bernmobil Störungsdaten 

4.     Trockenstress: How increasing drought is affecting our Swiss forests

High dryness has a great influence on the vitality of forests by making photosynthesis impossible, thus increasing forest mortality. The Trockenstress app is designed to visualize drought data of Swiss forests from the Federal Office for the Environment (BAFU) and to present it in a simple and meaningful way, thus allowing both an overall impression and a detailed in-depth study. 

Trockenstress Visualisierung  

5.     Water Fountains

A web app that uses Wikidata, Wikimedia Commons, OpenStreetMap as data repositories which allows you to find nearest drinking fountains or even discover famous fountains with image galleries, videos, and links to Wikipedia. The idea is to bring people to stop buying plastic bottles and start enjoing local water. 

Water-fountains.org 

6.     ÖV-Güteklassen 2018: New methodology for assessing public transport access

The specification of public transport quality classes recognised today by the Federal Office for Spatial Development (ARE) is based on a Swiss standard from 1993, which has since been replaced. The newly developed public transport quality classes 2018 combine the findings of some cantonal solutions and improve them with the current technical possibilities with the aim of creating a generally valid specification for Switzerland.

7.     Gleich für gleich: gender-specific wage trends in Switzerland

Transparency can counter wage discrimination based on origin, gender or residence status among others. The app aims to make wage discrepancies between the two sexes easy to see at a glance and accessible as many people as possible. It does so by allowing them to track wage trends and the development of the gender gap over the years 2008 to 2016. 

Lohnentwicklung in der Schweiz seit 2008

8.     Structural change in agriculture

The steady decrease in farms across Switzerland has been a recurring theme for several years, with small farms suffering in particular. The web application “Structural change in agriculture” brings the topic closer to the reader in a playful, interactive visualisation of Swiss farm holdings of the last 35 years. 

Strukturwandel in der Landwirtschaft

9.     Swiss popular initiatives in the context of time

A visualisation of popular initiatives since 1860 with a breakdown of the topics according to accepted and rejected proposals gives a deeper insight into the voting behaviour of the Swiss people and illustrates that the historical context has a significant influence. 

Schweizer Volksinitiativen im Kontext der Zeit 

Save-the-Date: Open Data Hackdays November 29-30

| 5. Jul 2019 | in Event, Tourism | Keine Kommentare

Episode 01: Tourism

Friday 29th to Saturday 30th November 

@Lucerne Laboratorium

What is it about?

In this very first episode of the Open Hackdays Lucerne edition, we’re all about exploring tourism data in Switzerland. 

Tourism in Switzerland is an important economic engine and key to many Swiss incomes. Our members represent local companies, leading institutions and industry organizations in Switzerland’s tourism field.

Let’s create new solutions that have the potential to disrupt tourism in Switzerland, create mind blowing happenings and make the industry more transparent, social and sustainable.

Who are we?

We are students currently seeking our master’s degree in Applied Information and Data Science at the Lucerne University of Applied Science and Arts. 

We are eager to join forces with developers, designers, economists, engineers, travel enthusiasts, special sauces and anybody else interested out there.

We look forward to meeting you!

Open Data, Open Entry, Open Innovation.

Be prepared for an inspirational location, plenty of brainfood, exciting datasets, a motivated crowd and diverse know-how and knowledge from all around the world. 

Are you interested in taking part in this event? Attendance is limited, so save the date and register now!

#OpendataCH19 Forum am 4. Juli – wie wir thematische Diskussionen unterstützen

Diesen Donnerstag, 4. Juli, ist es endlich so weit. Die Open Data Community der Schweiz trifft sich zu ihrer jährlichen Konferenz, die wir dieses Jahr als ‘Unconference’ organisieren.

Wie der Forumstag insgesamt ablaufen wird, darüber haben wir bereits in einem früheren Blogbeitrag berichtet.

Unsere freiwilligen Helfer*innen unterstützen die Teilnehmer*innen am Forum in verschiedenen Rollen:

  • Sie begrüssen die Teilnehmer*innen am Welcome-Desk und geben Orientierung;
  • Sie unterstützen das Organisationsteam bei der Themenfindung im Plenum zu Beginn des Forums;
  • Sie unterstützen die Gruppen bei der Diskussion einzelner Themen als Facilitator*innen und Protokollführer*innen;
  • Sie helfen den Teilnehmer*innen bei Fragen weiter und unterstützen das Organisationsteam bei der Vorbereitung und während dem Forumstag.

An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an alle Helfer*innen – ohne euch könnte dieses Forum nicht auf diese Art und Weise stattfinden!

Zusammen die Themen im Plenum finden

Über die Methode, wie wir gemeinsam im Plenum die Themen der Teilnehmer*innen sammeln und priorisieren werden, wollen wir nicht mehr verraten, als wir bereits hier beschrieben haben. Wichtig ist: Bereite dich als Teilnehmer*in auf folgende Frage vor:

Wenn du dich heute nur über ein Thema, eine Frage, ein Bedürfnis, eine Herausforderung mit anderen austauschen könntest, was ist das? Was muss heute unbedingt diskutiert werden?

Formuliere das Thema, die Frage, das Bedürfnis, die Herausforderung einfach und verständlich. Es wird grosse, ganz grundsätzliche Themenvorschläge geben. Und es wird kleine, ganz detailierte geben. Beides ist gleich sinnvoll, wenn es die Frage ist, die dich beschäftigt, wenn du an offene Daten denkst, sie zur Verfügung stellst und/oder nutzt.

Zusammen ein Thema als Gruppe diskutieren

Das Ergebnis einer Gruppendiskussion zu einem Themen wird ein Protokoll sein – ohne Namen der Diskutierenden, aber mit den Erfahrungen und Erkenntnissen aller Teilnehmer*innen, die sich zu Wort melden. Neben der Chance, dass am Forum verschiedene Akteure miteinander in Austausch treten, wird das Protokoll ein zentrales Hilfsmittel sein, um das Thema nach dem Forum weiter zu klären, Unterstützer*innen zu organisieren und notwendige Massnahmen zu erarbeiten und umzusetzen. Unsere Protokollführer*innen danken euch dafür, dass ihr in der Diskussion klar und nicht durcheinander sprecht.

Dass sich jede*r auf gleichbereichtigte Weise zu Wort melden kann, dazu unterstützen unsere Facilitator*innen die Form und Ablauf der Diskussionen. Methodisch können sie in grossen Gruppen (über ca. 15 Personen) entscheiden, eine LiberatingStructures-Methode anzuwenden: 1-2-4-All. Sie erteilen das Wort und sorgen dafür, dass die Session nach 45 Minuten endet. Inhaltlich vertreten sie zum Thema keine Meinung, sondern helfen der Gruppe sich auszutauschen und zusammen das Ziel einer 45-minütigen thematischen Session zu erreichen. Ziel ist es, das Thema, die Frage, das Bedürfnis, die Herausforderung zu klären:

  1. Was sind meine Erfahrungen damit? Warum interessiert mich das? Worum geht es?
  2. Was sind die Aspekte? Wie kommen wir voran? Was kann ein zweckmässiger nächster Schritt sein?

Wenn die Gruppe es schafft, den ersten Punkt zu klären, dann ist das bereits ein Erfolg. Häufig diskutieren wir viel zu früh über ganz konkrete Lösungen, ohne die Bedürfnisse und Erwartungen davor gemeinsam zu klären. Wenn sich die Gruppe danach über den zweiten Punkt austauscht und sogar nächste Schritte diskutiert, dann ist das wertvolle, notwendige Vorarbeit für alles, was nach dem Forumstag stattfinden kann und soll. Unsere Facilitator*innen sind unsere Stellvertreter*innen im Raum. Danke, dass ihr ihre Rolle und Aufgabe unterstützt.

Wir freuen uns auf einen spannenden Forumstag, und darauf, dass dieser Austausch euch in den kommenden Monaten bei eurer Arbeit unterstützt. Dort, wo es nötig ist.

Für das Organisationsteam, herzlich
euer Andreas Amsler

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