Daten öffentlich, frei verfügbar und nutzbar zu machen für mehr Transparenz, Innovation und Effizienz — das ist Open Data.

Opendata.ch ist die Schweizer Sektion der Open Knowledge Foundation.
Wir entwickeln Positionen und Projekte und tragen sie in die Medien.

#FlashHacks: #MaptheBanks am 3.Februar in Zürich

| 16. Jan 2015 | in Daten, Event, Zürich | Keine Kommentare
 

MARTIMit grosser Freude laden OpenCorporates, Open Data Zürich und Opendata.ch euch am 3. Februar 2015 zum ersten #FlashHacks Event in Zürich, bei Liip, ein.

Und nun ein paar Infos für all diejenigen unter euch, die sich noch nichts Genaueres unter einem #FlasHacks vorstellen können: Das ist eigentlich nichts anderes als ein Flash Mob für Coders. Als Mini-Hack veranstaltet, dreht sich beim #FlashHacks alles um Datensets von Firmen. So findet jeder #FlashHacks zu einem unterschiedlichen Thema statt: Am 03.02.2015 tauchen wir gemeinsam in die globale Finanzwelt ein und widmen uns dem Projekt #MaptheBanks. #MaptheBanks hat zum Ziel, Daten zum Finanzsektor zu sammeln, zugänglich zu machen und zu verzeichnen. Motiviert dazu sind wir aufgrund der folgenden Tatsache: “The financial crisis cost the world more than 10 trillion dollars. Before we can disrupt the industry, we need to map it. The financial crisis revealed the damage done by our lack of understanding of the influence and size of banks and financial companies.”

Nun wollen wir gemeinsam anpacken, um Daten zu jeder Bank der Welt zu sammeln und gemeinsam hin zu einem besseren Bankensystem zu arbeiten, welches der Gesellschaft dienlich ist.

Komm vorbei, am 3. Februar 2015 bei Liip in Zürich, ab 16:00Uhr.
Bring deinen Laptop, dein Ladegerät sowie jede Menge Enthusiasmus und gute Laune mit. Und dieser Event ist nicht nur für Coders: Genauso willkommen sind alle anderen, die dabei helfen können, Geschichten zu den Daten zu erzählen oder diese zu visualisieren. Und auch wenn du nur kurz vorbeischauen magst: Es lohnt sich, ergreife diese einmalige Gelegenheit.

Für den Event registrieren kann man sich kostenlos via Eventbrite. Die Platzanzahl ist begrenzt.

Erster Schweizer Kultur-Hackathon

Bildschirmfoto 2014-12-01 um 09.01.49Immer mehr Bibliotheken, Archive und Museen digitalisieren ihre Bestände des kulturellen Erbes und stellen die digitalisierten Materialien online zur Verfügung. Auch jenseits der Digitalisate stellen die Gedächtnisinstitutionen immer mehr Daten, z.B. bibliographische Metadaten oder Geodaten, online zur Verfügung. Obwohl bislang noch vergleichsweise wenige Datensätze aus Kultur- und Gedächtnisinstitutionen unter einer offenen Lizenz zur freien Nachnutzung zur Verfügung stehen, stellen diese Datensätze bereits eine unerschöpfliche Quelle für innovative Nachnutzungen dar. Hast du Interesse, ausgehend von frei nachnutzbaren kulturellen Datensätzen neue Ideen und Anwendungen zu entwickeln? Die Arbeitsgruppe OpenGLAM und ihre Partner laden dich herzlich ein, am ersten Schweizer Kultur-Hackathon am 27. und 28. Februar 2015 in der Nationalbibliothek in Bern teilzunehmen.

Sei dabei und lass` deiner Kreativität und deinem Können im Umgang mit Datensätzen des kulturellen Erbes freien Lauf. Am Hackathon kannst du dich von den Ideen der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Hackathons anregen lassen. Zur Teilnahme eingeladen sind insbesondere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich Digital Humanities, Wikipedianerinnen und Wikipedianer sowie Vertreterinnen und Vertreter von datenliefernden Kultur- und Gedächtniseinrichtungen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und das Programm findest du im Wiki zum Hackathon. Falls du Fragen an das Organisationskomitee hast, kannst du uns gerne schreiben: hackathon2015@openglam.ch.

Du hast Interesse an der Teilnahme? – Die Anzahl der Plätze ist beschränkt, melde dich also am besten gleich über die Registrierungsplatform an.

Wir freuen uns darauf, dich zu treffen, um die innovativen Möglichkeiten von frei weiternutzbaren Datensätzen aus dem Kulturerbe auszuloten und gemeinsam zu experimentieren.

Das Organisationskommitee

Zürcher Regierungsrat beschliesst kantonales OGD-Angebot

| 24. Dez 2014 | in Daten, Zürich | Keine Kommentare

MARTI

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat sich am 26. November für den Aufbau eines kantonalen Angebots offener Behördendaten entschieden. Es handelt sich um “Datenbestände der öffentlichen Verwaltung, die im Interesse der Allgemeinheit, und soweit sie keiner Schutzbestimmung unterstehen, zur freien Weiternutzung und in maschinenlesbarer Form (Open Government Data) offen zugänglich gemacht werden.“ Der Kanton Zürich ist damit der erste Kanton, der Open Government Data (OGD) gestützt auf die im April 2014 vom Bundesrat beschlossene OGD-Strategie mit einem eigenen Regierungsratsbeschluss fördert (siehe Kapitel 3 des RRB). Der Zugang zu den Behördendaten des Kantons Zürich soll in Übereinstimmung mit der OGD-Strategie Schweiz 2014-2018 ausgebaut und das Potenzial von OGD schrittweise verwirklicht werden. Für die Publikation der Daten will der Kanton Zürich weiterhin das OGD-Portal des Bundes nutzen (siehe Kapitel 5.2 des RRB) und aktiv mit den OGD-Nutzenden, sprich der Community, zusammenarbeiten (siehe Kapitel 4.4 des RRB). Der Kanton Zürich sendet damit ein klares Signal an den Bund, die erfolgreich pilotierte Zusammenarbeit in Bezug auf OGD fortzusetzen, und zeigt den anderen Kantonen die Perspektiven eines pragmatischen Weges zu OGD.

Opendata.ch begrüsst den Beschluss des Regierungsrats und wird sich mit Rat und Tat für dessen konsequente Umsetzung einsetzen. Darüber hinaus gilt unser Blick bereits nächsten Kantonen – von Basel bis Chur, von St.Gallen bis Genf ist die Zeit reif für Open Data. Auch Dr. Peppino Giarritta, Leiter der Stabsstelle E-Government des Kantons Zürich, freut sich über diese positiven Entwicklungen: “Als E-Government-Verantwortlicher des Kantons Zürich ist es mir wichtig, dass die staatliche Leistungen mit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklung Schritt halten. Open Government Data, also frei nutzbare Behördendaten, haben ein grosses wirtschaftliches und gesellschaftliches Potential, eröffnen für die Verwaltung neue Chancen und schaffen Vertrauen. Dazu braucht es weiterhin Überzeugungsarbeit. Der Kanton macht mit seinem Entscheid, ein OGD-Angebot aufzubauen, einen ersten wichtigen Schritt.

Unser Open Data Jahr 2014 auf Storify

Bildschirmfoto 2014-12-22 um 12.23.39

Das Jahr 2014 war sehr ereignisreich und von grosser Bedeutung für Open Data in der Schweiz. Grund dafür ist die wachsende Kultur freier Behördendaten in der öffentlichen Verwaltung, in Nichtregierungsorganisationen sowie in kleinen und mittleren Unternehmen. Allem voran verdanken wir diese positiven Entwicklungen aber auch den zahlreichen Bemühungen, dem unermüdlichen Engagement und vielen wirksamen Aktivitäten von Open Data Machern, Nutzern und Aktivisten.

Im Laufe des Jahres haben so viele von euch mitgewirkt, dass es unmöglich ist, jede und jeden namentlich zu erwähnen. Unser Dank gilt euch allen!
Nun werft einen Blick auf die durch Andreas Amsler sorgfältig kuratierten und dargestellten vergangenen Ereignisse auf Storify und lässt das Jahr noch einmal im Schnelldurchlauf Revue passieren:
Das Schweizer Open Data Jahr auf Storify

Auch Ständerat nimmt Motion für Publikation von Bundesaufträgen ab 50’000 Franken an

| 17. Dez 2014 | in National | Keine Kommentare

MARTI

Im Januar 2014 hat die Co-Präsidentin der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit Edith Graf-Litscher angekündigt, dass sie eine Motion für mehr Transparenz im öffentlichen Beschaffungswesen einreichen wird (10vor10 berichtete darüber). Nachdem der Bundesrat den Vorstoss ”Publikation der Basisinformationen aller Beschaffungen des Bundes ab 50 000 Franken” zur Annahme empfohlen hatte, stimmte der Nationalrat im Juni 2014 der Motion zu. Am Montag, 8. Dezember 2014 hat nun auch der Ständerat die Motion  angenommen.

Konkret will der Bundesrat die Einführung dieser Publikationspflicht im Rahmen der Revision des Beschaffungsgesetzes umsetzen:

Eine rechtliche Grundlage, wonach alle gemäss dem Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB; SR 172.056.1) getätigten Beschaffungen mit einem Vertragsvolumen ab 50 000 Franken mindestens einmal jährlich öffentlich in maschinenlesbarer Form zu publizieren sind, soll im Rahmen der geplanten Revision der Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen (VöB; SR 172.056.11) eingeführt und informationshalber in die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Bundes aufgenommen werden.

Es bleibt nun zu hoffen, dass diese neue Praxis auch bei Kantonen, Gemeinden und anderen öffentlichen Institutionen der Schweiz Einzug hält. Damit wird die weltweite Bewegung für mehr Transparenz und Partizipation bei öffentlichen Beschaffungen unterstützt, die heute durch Initiativen wie Open Contracting oder Stop Secret Contracts angeführt wird.

Matthias Stürmer
Opendata.ch

Offener Brief zur neuen Smartphone-App von Entsorgung & Recycling Stadt Zürich

| 1. Dez 2014 | in Apps, Zürich | 2 Kommentare

Bildschirmfoto 2014-12-01 um 09.01.49Nachdem Entsorgung & Recycling Stadt Zürich ERZ die Smartphone-App Sauberes Zürich angekündigt hat, veröffentlicht der Präsident von Opendata.ch, André Golliez, einen offfenen Brief.
Golliez begrüsst die Einführung des elektronischen Kommunikaitonsmittels grundsätzlich, empfindet es jedoch als Affront und Geringschätzung zivilgesellschaftlichen Engagements, dass ERZ sich nicht frühzeitig mit den eherenamtlichen Entwicklern der Gratisapp Entsorgung Zürich App in Verbindung gesetzt hat. Diese App gilt als Vorzeigebeispiel, “wie dank Open Government Data kreatives zivilgessellschaftliches Potential freigesetzt werden kann.” Schliesslich hätten dadurch erhebliche IT-Kosten eingespart und die unnötige Ausgabe von Steuergeldern verhindert werden können.

Updates:

03.12.2014: Lesen Sie die Antwort von Stadtrat Filippo Leutenegger, Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, auf den offenen Brief des Präsidenten von Opendata.ch.

15.12.2014: André Golliez hat sich mit Urs Pauli (CEO ERZ), Leta Filli (Mediensprecherin ERZ) und Michael Grüebler (Leiter der Abteilung Services und Geschäftsleitungsmitglied Statistik Stadt Zürich) zu einem klärenden Gespräch getroffen. Die Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier.

Ausblick: Veranstaltungen im Jahr 2015

Es ist an der Zeit, den Blick nach vorne zu richten: Reserviert euch die wichtigsten Daten für das kommende Jahr!

27. & 28. Februar 2015 Open Cultural Data Hackathon Nationalbibliothek Bern
05. & 06. Juni 2015 Open Research Data Hackdays Universität Lausanne und Universität Basel
01. Juli 2015 Konferenz Opendata.ch/2015 Universität Bern
04. & 05. September 2015 Hackdays zu den Wahlen 2015 NZZ und LeTemps

«Open Government Data» – Die Datensammlungen des Staates.

| 7. Okt 2014 | in National | Keine Kommentare

“Wetterdaten, Informationen zu Kriminalität, Energieverbrauch oder Einkommen, Unfallstatistiken oder Handelsregister: Die öffentliche Verwaltung erhebt eine Riesenmenge an Daten. Den wertvollen Rohstoff stellt der Bund öffentlich zur Verfügung – und hat dazu kürzlich eine Strategie ausgearbeitet.”

Gaudenz Wacker im Interview mit Hannes Gassert, dem Vize-Präsidenten von Opendata.ch:
- Audio-Beitrag: SRF Rendezvous vom 6. Oktober 2014
- Schriftlicher Artikel: Die Schweiz hebt ihren Datenschatz – Schritt für Schritt

Veranstaltung “Improving Data Access & Research Transparency in Switzerland (DART)”

| 7. Okt 2014 | in Bern, Event | Keine Kommentare

FORS und die Schweizerische Akademie der Geistes- & Sozialwissenschaften laden gemeinsam zum DART Event am 7. November im Hotel Bern ein. Im Rahmen dieser eintätigen Veranstaltung wird der Präsident von Opendata.ch, André Golliez, zum Thema „Open Research Data – the Citizen’s Perspective“ informieren. Ein weiterer Höhepunkt dieser Konferenz ist das Roundtable mit Dr. Ingrid Kiessling-Näf (Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung), Prof. Antonio Loprieno (Präsident der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten und Rektor der Universität Basel), Prof.  Vera Troeger (Universität Warwick) und Prof. Peter Farago (Direktor FORS). Gemeinsam diskutieren und schmieden sie Pläne, um den Zugang zu Daten sowie die Transparenz in der Wissenschaft in Zukunft zu verbessern.

Werden auch Sie Teil dieser spannenden Tagung. Weitere Details finden Sie gleich hier:

Wer: forscenter.ch & Schweizerische Akademie der Geistes- & Sozialwissenschaften
Wo
: Hotel Bern

Wann: 7. November 2014
WasProgramm
Anmeldung: Online Registrierung

Open Data bei den Grossen angekommen

Vier Jahre nach dem ersten Treffen der Schweizer Open-Data-Community kommt die Forderung, Daten der öffentlichen Hand zu öffnen, immer mehr auch von innen statt nur von aussen. Es sind nicht bloss Programmierer und Aktivisten, die Open Data fordern, sondern immer mehr Akteure von Behörden und anderen grossen Organisationen selbst.

opendata.ch 2014 podium

Die Podiumsrunde zum Thema “Dunkelkammer Schweiz?” am 18. September 2014 im Zürcher Volkshaus. (Bild: Ernie Deane)

Zum Beispiel die Rhätische Bahn, die bei den SBB zusammen mit der Entwickler-Community auf offene Fahrplandaten pocht. Diese Position wird zunehmend auch innerhalb der SBB vertreten, die Forderung nach Öffnung kommt von innen. Oder aber die SRG: An der diesjährigen Opendata.ch-Konferenz in Zürich berichtete Dominik Born von den hauseigenen SRG-Hackdays, die es vergangene Woche ermöglichten, erstmals TV- und Radiodaten für Programmierer, Designer und Startups breit nutzbar zu machen.

Dunkelkammer Schweiz?

Die Abschlussdiskussion der Konferenz im Volkshaus untersuchte die Frage, wie ein solcher Wandel auch den Bund weiter erfassen könnte, und was Politik, Technologie und Medien dazu leisten. “Wir müssen achtsam sein, was bei der laufenden Evaluation des Öffentlichkeitsgesetzes passiert”, betonte Opendata.ch-Präsident André Golliez. Wird es eingeschränkt, riskiert die Schweiz sogar einen Transparenz-Rückschritt. Dagegen gilt es auf allen Ebenen anzutreten.

Mehr Informationen zur Opendata.ch/2014 Konferenz

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