Kulturagenden bekennen sich zu Open Data
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Am diesjährigen Workshoptag der Kulturagenden in der Schweiz bekräftigten die Teilnehmenden ihr Bekenntnis, ihre Veranstaltungsdaten zu öffnen und das «Once Only»-Prinzip umzusetzen. Am Treffen, das von der Berner Fachhochschule ausgerichtet wurde, befassten sich Vertreterinnen und Vertreter von Kulturagenden und Partnerorganisationen mit den praktischen Herausforderungen bei der Umsetzung von Open Event Data (siehe auch unseren früheren Blogbeitrag zum OED-Monitoring).

Veranstaltungen stehen im Zentrum des öffentlichen Lebens. Die rechtzeitige Bereitstellung genauer Informationen über bevorstehende Veranstaltungen für die potenziellen Zielgruppen spielt eine Schlüsselrolle dabei, Menschen für sinnvolle Aktivitäten zusammenzubringen. Eine der zentralen Herausforderungen für Veranstalterinnen und Veranstalter besteht darin, dass dieselben Informationen auf mehreren Plattformen erfasst werden müssen, um das relevante Publikum zu erreichen. Um ihnen das Leben zu erleichtern, haben die Anbieter von Kulturagenden in der Schweiz beschlossen, das «Once Only»-Prinzip umzusetzen: Künftig müssen Veranstalterinnen und Veranstalter ihre Informationen nur noch auf einer Plattform erfassen; die Daten werden dann im Netzwerk verbreitet und stehen Dritten zum Herunterladen zur Verfügung.
Während an der Richtung des angestrebten Übergangs kaum Zweifel bestehen, hat der Workshop deutlich gemacht, dass eine Reihe praktischer Herausforderungen angegangen werden muss, bevor auf den neuen Modus Operandi umgestellt werden kann:
- Für die Grundsätze 1–3 des OED-Manifests werden Musterumsetzungen bereitgestellt, um ihre Übernahme über die Plattformen hinweg zu erleichtern.
- Die Workshop-Teilnehmenden werden sich in den kommenden Monaten weiter abstimmen, um das Problem der Doppeleinträge anzugehen und die Grundsätze 4–5 des OED-Manifests umzusetzen.
- Im Hinblick auf die Kommunikation gegenüber den Veranstalterinnen und Veranstaltern wird eine gemeinsame Kommunikationsstrategie erarbeitet.
Zu den anstehenden technischen Herausforderungen und Koordinationsaufgaben hat der Workshop folgende Auswahlliste erarbeitet:
- schema.org als Vokabular für die Benennung und Verknüpfung von Datenfeldern verwenden;
- dauerhafte, eindeutige Identifikatoren für jede Veranstaltung und weitere Kernentitäten des Datenmodells für Veranstaltungen bereitstellen;
- die kontrollierten Vokabulare für Kategorienbäume, Veranstaltungstypen, Zielgruppen und Veranstaltungsstatus harmonisieren bzw. aufeinander abbilden;
- die Datenquellen angeben;
- die Verbreitung von Doppeleinträgen vermeiden, indem der Stammdatensatz klar gekennzeichnet wird;
- Informationen zur Barrierefreiheit der Veranstaltungsorte bereitstellen.
Eine ausführliche Darstellung der Workshop-Ergebnisse findet sich im Protokoll.
