DINAcon 2026

Announcement image by the organiser for “DINAcon 2026”

18 November 2026, 09:00–17:35 @ Kongresszentrum Kreuz, Zeughausgasse 41, 3011 Bern

Organised by CH Open

Programme

  1. 09:00–09:05
    Begrüssung von Matthias StürmerMatthias Stürmer begrüsst das Publikum der DINAcon 2026

    Matthias Stürmer
  2. 09:05–09:15
    Opening words

    Dominik Blunschy
  3. 09:15–09:35
    Building together: Government and the Open Source EcosystemOpen source software is an integral part of digital sustainability. Publishing public code facilitates transparency, re-usability and more effective collaboration. Governments have good reason to expand their use of open alternatives beyond simple procurement, by strengthening the open source ecosystem. This is visible in several public sector initatives, especially in the impressive collaboration of European governments across the EDIC and EuroCommons. Open source software ensures digital sovereignty. Genuine, long-term digital sustainability is what comes after it. Governments that support the open source ecosystem, in the open and upstream, help keep the software everyone depends on independent and strong.

    Gina Plat
  4. 09:40–10:00
    Keynote von Florian Dieminger

    Florian Dieminger
  5. 10:20–10:40
    Anker/Bubenberg/ErlachWie uns digitale Souveränität mehr Kontrolle über unseren ökologischen Fussabdruck gibtWelche Folgen hätte es für die Umwelt, wenn die Schweiz digital souverän würde? Schweizerische Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sind derzeit stark von ausländischen Cloud-Diensten und KI-Modellen abhängig. Doch welche ökologischen Folgen hat diese Abhängigkeit und wie würde mehr digitale Souveränität diese verändern? In unserem Beitrag entwickeln wir ein Szenario, wie das «Onshoring» von digitalen Dienstleistungen die Umwelt in der Schweiz und den ökologischen Fussabdruck der Schweiz im Ausland verändern würde. Wir argumentieren, dass trotz der Vor- und Nachteile für die Umwelt eines ausser Frage steht: Mehr digitale Souveränität bedeutet, mehr Kontrolle über den eigenen ökologischen Fussabdruck. Die Schweiz sollte die digitale Souveränität als Chance nutzen, Verantwortung für den eigenen ökologischen Fussabdruck zu übernehmen.

    Schweizer Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verwenden eine Vielzahl von Cloud-Lösungen und integrieren zunehmend KI-Anwendungen (LLMs) in ihre operativen Abläufe, die von ausländischen, insbesondere US-Anbietern, stammen. Dieses Problem der Abhängigkeit bei IT-Dienstleistungen wird in Europa unter dem Sammelbegriff der «digitalen Souveränität» intensiv diskutiert. Sowohl Unternehmen als auch öffentliche Einrichtungen werden sich zunehmend der Risiken bewusst, die mit der Speicherung ihrer Daten in ausländischen Jurisdiktionen oder von Unternehmen, die [im Zweifel ausländischen Gesetzen folgen](url), einhergehen.

    Allerdings bleiben in der aktuellen Debatte häufig die ökologischen Aspekte unbeachtet, die mit der Verlagerung digitaler Dienstleistungen ins Ausland einhergehen – beispielsweise durch die [Verwendung und das Training grosser Sprachmodelle](url). Wenn IT-Dienstleistungen an ausländische Firmen ausgelagert werden, bedeutet das immer auch dass damit verbundenen Umweltbelastungen nicht mehr im Inland, sondern im Produktionsland anfallen. Diese Umweltauswirkungen sind beispielsweise [Treibhausgasemissionen](url) und Umweltverschmutzung bei der Stromerzeugung für Datencenter, die Landnutzung, der Wasserverbrauch oder die Lärmemissionen, welche Mensch und Natur belasten. Besonders für die Schweiz ist das Thema der Auslagerung von Umweltbelastungen relevant, da die Schweiz, wie andere wohlhabende Staaten, den Grossteil ihrer Umweltbelastungen ins Ausland verlagert ([Presberger & Bernauer 2023](url), [Presberger et al. 2023](url)).

    In unserem Beitrag schauen wir uns die Verlagerung der Umweltauswirkungen durch die Schweiz genauer an. Darauf aufbauend, entwickeln wir ein Szenario, welche Folgen mehr digitale Souveränität (zum Beispiel durch «Onshoring») für die Umwelt im Ausland und in der Schweiz hätte. Unser Fazit: Mehr digitale Souveränität gibt uns mehr Kontrolle darüber, wie wie mit der Umwelt umgehen möchten. Die Schweiz hätte es stärker selbst in der Hand, welchen Fussabdruck sie hinterlassen möchte. In Anbetracht, dass das politische System der Schweiz viele Wege der politischen Teilhabe ermöglicht, sind wir der Meinung, dass umweltverträgliche IT-Dienstleistungen in der Schweiz tendenziell besser bereitgestellt werden können als im Ausland. Unser Beitrag soll eine Debatte über die Vor- und Nachteile der Verlagerung digitaler Dienstleistungen im Schweizer Kontext anstossen.

    David Presberger
  6. 10:20–11:05
    FischerVon offenen Mobilitätsdaten zu intelligenten Lösungen – Wie KI und digitale Innovationen den Verkehr neu gestalten Teil 1Die Mobilität der Zukunft entsteht durch vernetzte Daten, offene Schnittstellen und innovative digitale Anwendungen. Doch wo steht die Schweiz auf dem Weg zu einer leistungsfähigen Mobilitätsdateninfrastruktur? Welche politischen, organisatorischen und technischen Herausforderungen gilt es zu bewältigen – und welche Chancen ergeben sich daraus für Verkehrsbetriebe, Städte, Unternehmen und die Bevölkerung?

    In dieser Session zeigen Expertinnen und Experten, wie Mobilitätsdaten heute und morgen genutzt werden können: von den aktuellen Entwicklungen rund um die nationale Mobilitätsdateninfrastruktur (MODI) über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Vorhersage von Bahnverspätungen bis hin zu konkreten Anwendungen wie OpenTransportData in der BLS Mobil App.

    Ein weiterer Fokus liegt auf der urbanen Mobilität: Wie können Städte und Gemeinden Multimodalität und attraktive ÖV-Lösungen trotz begrenzter Ressourcen gestalten? Praxisbeispiele auf Basis offener Fahrplandaten (GTFS/HRDF) zeigen zudem, wie daraus innovative digitale Fahrgastinformationen und nutzerzentrierte Mobilitätsservices entstehen.

    Diese Session richtet sich an alle, die verstehen wollen, wie Daten, KI und digitale Innovationen die Mobilität von morgen prägen.

    Die MODI-Initiative des Bundes. Dateninfrastruktur für die vernetzte Mobilität von morgen

    Peter Herzog Programmleiter MODI beim Bundesamt für Verkehr (BAV)

    Dieses Impulsreferat gibt einen kompakten Überblick zur MODI-Initiative des Bundesamts für Verkehr. Es wird beleuchtet, wie eine moderne Mobilitätsdateninfrastruktur die Grundlage für innovative, datenbasierte Lösungen im Schweizer Verkehr schafft und welche Meilensteine als Nächstes anstehen.
    Eine kurze Demo der MODI-Sandbox soll Einblicke in die wichtigsten Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten der zukünftigen MODI geben. Anhand praxisnaher Beispiele werden zentrale Abläufe und Features veranschaulicht – inklusive der Interaktion mit den Daten über einen AI Agent.

    Verspätungen vorhersagen, bevor sie entstehen – Graph Neural Networks im Bahnverkehr
    Alexander Meier, Partner (Account Portfolio Manager) bei wavestone

    Wie graphbasierte Mustererkennung Störungen im Bahnnetz frühzeitig erkennt, netzweite Auswirkungen vorhersagt und optimale Umleitungen in Echtzeit vorschlägt – mit Ausblick auf selbstoptimierende Bahnbetriebe durch intelligente Graphen.

    Isochrones for Quantifying Public Transport Performance
    Orestis, Malaspinas, Senior Lecturer at University of Applied Sciences of Western Switzerland

    In this talk, I will present the use of isochrones to quantify the quality of public transport coverage in Switzerland, taking into account population density and other metrics. To carry out this analysis, we developed an open-source isochrone tool based on HRDF (HAFAS Raw Data Format) data from the Swiss public transport system (see https://iso.hepiapp.ch/). The initial motivation for using HRDF was practical: GTFS, despite being the more common standard, proved incomplete for this purpose, making HRDF (though more complex to work with) the more viable source. This work now opens the door to extending the tool to help quantify the efficiency and robustness of public transport networks under real-world conditions.

    Peter HerzogAlexander MeierOrestis MalaspinasLukas Hohl
  7. 10:20–10:40
    HodlerEin Blick in die Zukunft: Fünf Jahre e-ID und Vertrauensinfrastruktur. Wie nutzerzentrierte, vertrauenswürdige Daten die Schweiz verändern werden.Wie sieht die Schweiz fünf Jahre nach Einführung der e-ID und der swiyu-Vertrauensinfrastruktur aus? Der Beitrag zeigt, was möglich ist: Kontrolle der Daten durch die Nutzenden, durchgängig automatisierte Prozesse und eine lebendige Landschaft diverser Ökosysteme mit ihren Trust Registries, die den Austausch vertrauenswürdiger Daten zwischen unterschiedlichsten Akteuren aus der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Dienst ermöglichen.

    Stellen wir uns die Schweiz fünf Jahre nach dem erfolgreichen Start der e-ID und der swiyu-Vertrauensinfrastruktur vor. Die e-ID ist selbstverständlicher Alltag und auf der staatlichen Vertrauensbasis ist ein vielfältiges Ökosystem entstanden. Behördengänge, Onboarding und Nachweisprüfungen laufen weitgehend automatisiert ab. Menschen geben nur die Daten preis, die wirklich nötig sind. Neben der eidgenössischen Infrastruktur tragen diverse fachspezifische Einrichtungen das fachliche Vertrauen – etwa für Gesundheit, Bildung, Mobilität, Finanzen oder Verbände. Der Beitrag zeigt, wie aus offenen Standards, quelloffenen Komponenten und föderiertem Vertrauen eine nachhaltige, interoperable und souveräne Infrastruktur entsteht und welche Weichen heute gestellt werden müssen, damit dieses Bild Wirklichkeit wird.

    Axel Schild
  8. 10:45–11:05
    Anker/Bubenberg/ErlachNachhaltige IT neu denken – SunavIT als Framework für resiliente digitale OrganisationenSunavIT zeigt, wie Nachhaltigkeit in der IT über Energieeffizienz hinausgeht. Der Vortrag stellt ein offenes Framework vor, das Organisationen hilft, ihre IT-Landschaften langfristig resilient, strategisch und verantwortungsvoll zu gestalten.

    Digitale Nachhaltigkeit wird häufig auf Stromverbrauch oder „Green IT“ reduziert. Doch nachhaltige IT bedeutet weit mehr: Sie betrifft Architekturentscheidungen, strategische Agilität, Resilienz, Governance, Lebenszyklen von Software und Infrastruktur sowie den bewussten Umgang mit Komplexität.

    Mit SunavIT entsteht ein offenes, gemeinschaftlich entwickeltes Framework, das nachhaltige IT-Praktiken strukturiert und als Werkzeugkasten für Organisationen nutzbar macht. Ziel ist es, bewährte Methoden sichtbar zu machen, Erfahrungen zu teilen und Nachhaltigkeit als Differenzierungsfaktor für moderne IT zu etablieren.

    Im Vortrag zeigen wir:

    – warum nachhaltige IT mehr als „Green IT“ ist,
    – wie Organisationen ihre IT-Landschaften ganzheitlich betrachten können,
    – welche Rolle Architektur, Observability und Governance spielen,
    – wie Community-basierte Co-Creation zu praxistauglichen Standards führen kann,
    – und weshalb nachhaltige IT ein Schlüssel für digitale Resilienz und Zukunftsfähigkeit ist.

    Der Beitrag richtet sich an IT-Strateg:innen, Architekt:innen, Nachhaltigkeitsverantwortliche sowie alle, die digitale Transformation langfristig tragfähig gestalten möchten.

    Andrej Vckovski
  9. 10:45–11:05
    HodlerOpenParlData.ch: vom Prototyp zur InfrastrukturOpenParlData.ch schafft einen kostenlosen Zugang zu harmonisierten Daten von Schweizer Parlamenten. Die offene Schnittstelle (API) bietet aktuell Zugang zu Daten von 97 nationalen, kantonalen und kommunalen Parlamenten: u.a. zu Politiker:innen, Geschäften, Sitzungen, Erlassen, Vernehmlassungen und Abstimmungen. Wissenschaftler:innen, Journalist:innen und Organisationen können sie nutzen, um eigene Tools und Analysen zu erstellen und Transparenz, Partizipation und Innovation in der Schweizer Politik zu fördern.

    Um den Wildwuchs der Parlamentsdaten an der Wurzel zu packen, entwickeln wir eCH-Standards, die es Schweizer Parlamenten und Regierungen ermöglichen interoperable offene Daten zu publizieren. Zudem widmen wir uns der Frage, wie wir eine (offene) Dateninfrastruktur gemeinwohlorientiert (Governance) und nachhaltig (Business Modell) betreiben können. In diesem Vortrag stellen wir den aktuellen Stand von OpenParlData.ch vor sowie was wir noch vor und bis jetzt gelernt haben.

    Florin HaslerChristian Gutknecht
  10. 11:15–11:35
    Anker/Bubenberg/ErlachDer AI-Hebel: Warum der grösste Stromfresser unser bestes Green-IT-Tool istAI ist ein Energieproblem. Das stimmt. Und AI ist gleichzeitig unser bestes Werkzeug für nachhaltigere Software. Das stimmt auch.

    Heute verschiebt sich die Softwareentwicklung: Wir tippen weniger Code von Hand und schreiben stattdessen intelligente Baupläne, die von KI umgesetzt werden. Wer hier "Nachhaltigkeit" als harte Leitplanke definiert, bekommt grüne Software geliefert – und zwar emotionslos und automatisch. Green IT entsteht nicht durch Verzicht, sondern durch bessere Systeme. Und AI ist unser grösster Hebel dafür.

    Die Debatte um den Energieverbrauch von Künstlicher Intelligenz ist berechtigt. Aber sie stellt die falsche Frage.

    Die richtige Frage lautet nicht nur: «Ist AI nachhaltig?» Sondern: «Macht AI unsere digitalen Systeme nachhaltiger?» Das ist ein fundamentaler Unterschied. Dieser Talk vertritt eine klare These: Ja – wenn wir aufhören, AI nur als Chatbot zu sehen, und sie als Architektin einsetzen.

    Green IT entsteht nicht durch Verzicht
    Wir wissen längst, wie man klimaschonende Software baut: Datenmüll vermeiden, schlanke Prozesse nutzen, Serverkapazitäten clever steuern. Das Problem war nie fehlendes Wissen. Das Problem ist der Alltag: Unter Zeit- und Kostendruck fallen nachhaltige Entscheidungen meist hinten runter.

    Mit AI-gestützter Entwicklung ändert sich das grundlegend. Wir bewegen uns weg von der reinen Handarbeit hin zur Steuerung über sogenannte "Specs" (Vorgaben). Entwickler:innen schreiben nicht mehr jede Zeile Code selbst, sondern definieren die Regeln. Die KI setzt diese Regeln dann stur, blitzschnell und ohne Ausnahmen um.

    Nachhaltigkeit als unumstössliche Leitplanke
    In der Vergangenheit waren Green-IT-Regeln gut gemeinte Empfehlungen auf Papier. Heute machen wir sie zu ausführbaren Befehlen für die KI. Wir geben der Maschine klare Leitplanken mit:

    – «Speichere keine Daten, wenn es nicht zwingend notwendig ist.»
    – «Wähle immer den ressourcenschonendsten Lösungsweg.»
    – «Baue das System so simpel wie möglich – Komplexität muss begründet werden.»

    Eine KI fragt nicht: «Haben wir dafür noch Budget?» Sie baut das System genau nach diesen grünen Leitplanken. Wir machen Klimaschutz in der IT damit von der lästigen Nachbesserung zum unsichtbaren Standard.

    Der Hype vergeht, die Effizienz bleibt
    Aktuell nutzen wir riesige, energiehungrige KI-Modelle für jede Kleinigkeit. Das wird nicht so bleiben. Aus Kostengründen bewegt sich der Markt rasant auf kleinere, hochspezialisierte Modelle zu, die einen Bruchteil der Energie benötigen. Die Werkzeuge selbst werden also grüner, genau in dem Moment, in dem wir lernen, sie massenhaft für die nachhaltige Entwicklung unserer Infrastruktur einzusetzen.

    Daniel Binggeli
  11. 11:15–12:00
    FischerVon offenen Mobilitätsdaten zu intelligenten Lösungen – Wie KI und digitale Innovationen den Verkehr neu gestalten Teil 2Die Mobilität der Zukunft entsteht durch vernetzte Daten, offene Schnittstellen und innovative digitale Anwendungen. Doch wo steht die Schweiz auf dem Weg zu einer leistungsfähigen Mobilitätsdateninfrastruktur? Welche politischen, organisatorischen und technischen Herausforderungen gilt es zu bewältigen – und welche Chancen ergeben sich daraus für Verkehrsbetriebe, Städte, Unternehmen und die Bevölkerung?

    In dieser Session zeigen Expertinnen und Experten, wie Mobilitätsdaten heute und morgen genutzt werden können: von den aktuellen Entwicklungen rund um die nationale Mobilitätsdateninfrastruktur (MODI) über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Vorhersage von Bahnverspätungen bis hin zu konkreten Anwendungen wie OpenTransportData in der BLS Mobil App.

    Ein weiterer Fokus liegt auf der urbanen Mobilität: Wie können Städte und Gemeinden Multimodalität und attraktive ÖV-Lösungen trotz begrenzter Ressourcen gestalten? Praxisbeispiele auf Basis offener Fahrplandaten (GTFS/HRDF) zeigen zudem, wie daraus innovative digitale Fahrgastinformationen und nutzerzentrierte Mobilitätsservices entstehen.

    Diese Session richtet sich an alle, die verstehen wollen, wie Daten, KI und digitale Innovationen die Mobilität von morgen prägen.

    OpenTransportData bei BLS Mobil

    Reto Lehnherr, Lead Software Engineer bei ti&m und Flurin Meng, Product Owner BLS Mobil bei der BLS AG

    Die BLS setzt mit BLS Mobil, dem Webshop und den Automaten konsequent auf die Angebote von opentransportdata.swiss. Seit Dezember 2024 ist der Open Journey Planner (OJP) als Fahrplananbieter integriert.
    Als Unternehmen, das grösstenteils der öffentlichen Hand gehört, liegt es nahe, die vom BAV finanzierten Angebote zu nutzen und, wo möglich, mitzugestalten. Die BLS ist nicht nur Abnehmerin dieser Angebote, sondern versteht sich als Teil der Community, die aktiv zur Verbesserung und Weiterentwicklung beiträgt. So konnten in den letzten zwei Jahren die OJP-2.0 und weitere APIs gemeinsam weiterentwickelt werden. Beispielsweise in den Bereichen Kartenfunktionalitäten, Shared Mobility und Störungsmeldungen.
    Dieser Vortrag beleuchtet die Motivation hinter der Zusammenarbeit mit SKI+ und dem daraus entstehenden Mehrwert für die Mobilität in der Schweiz.

    Der Prototyp weiss, wann der Zug kommt – Wie Open Data unsere Designprozesse verändert

    Oliver Stäcker, UX/Digital Product Designer bei gotomo

    Was passiert, wenn statische Designs nicht mehr mit Platzhaltern, sondern mit original Karten-, Wetter-, Fahrplan- und anderen Echtzeitdaten arbeiten? KI, MCP-Server und offene Schnittstellen bringen Open Data direkt in unsere Designwerkzeuge. Und erlauben uns einen völlig neuen Umgang mit Design während der Explorations-Phase beim Entwickeln von Fahrgast- und Kundeninformationssystemen.
    So wird der Prototyp zum Experimentierfeld: Ideen, Akzeptanz und Nutzung lassen sich früher mit Kund*Innen testen, Innovationen werden konkret diskutierbar und Vorstellungen können besser mit Entwickler*Innen abgeglichen werden. Die Keynote zeigt, warum Open Data nicht nur Rohstoff für digitale Produkte ist, sondern den Designprozess selbst grundlegend verändert.

    Das Prinzip «Positive Mobility»
    Carolin Bauder, Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Mobilität der Universität St. Gallen

    Mobilität darf Freude machen und trotzdem Zukunft haben. «Positive Mobility» beschreibt Mobilität, die auf zwei Ebenen wirkt: Sie ist im Moment freudvoll, sei es durch Genuss, Spass oder ein gutes Gefühl unterwegs, und hat langfristig positive Effekte auf Mensch, Umwelt und Ökonomie. Erst im Zusammenspiel beider Ebenen entsteht Mobilität, die kurzfristig begeistert und langfristig trägt. Der Vortrag stellt dieses Prinzip vor und erklärt, warum es sich lohnt, beide Ebenen gemeinsam zu denken.

    Reto LehnherrOliver StäckerFlurin MengCarolin Bauder
  12. 11:15–12:00
    HodlerDatenpolitik: Bundesgesetz über die Sekundärnutzung von DatenEs ist eines der wichtigsten datenpolitischen Vorhaben der Schweiz: Das Bundesgesetz über die Sekundärnutzung von Daten (BGSN). Was ist der aktuelle Stand dieses Gesetzes, das die Weiterverwendung von Personen- und Sachdaten regeln soll?

    Im August 2022 forderte die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats ein "Rahmengesetz" für die Sekundärnutzung von Daten. Inzwischen liegt ein erster Gesetzesentwurf vor.

    Themen
    – Sekundärnutzung Daten: Potenzial und Handlungsbedarf (André Golliez, Swiss Data Alliance)
    – BGSN: Stand der Dinge (Brigitte Bieler, Bundesamt für Justiz)
    – Chancen und Herausforderungen für die sozialwissenschaftliche Forschung (Georg Lutz, FORS)
    – Datennutzung für die pharmazeutische Forschung (Marie-Jeanne Semnar, Interpharma)
    – Q&A (Rest der Zeit)

    Das Referat wird von der Swiss Data Alliance moderiert. Der Think Tank war wesentlich an der Lancierung des Gesetzes zur Sekundärnutzung von Daten beteiligt.

    Jonas BärtschiAndré GolliezMarie-Jeanne SemnarBrigitte BielerGeorg Lutz
  13. 11:40–12:00
    Anker/Bubenberg/ErlachAI ally or enemy of the planet ?Today nobody really knows what are the energy consumption, carbon emissions or water consumption of AI models. This lack of transparency through the ICT supply chain creates a problem for businesses as they become exposed to future supply chain and economic risks.

    Resilio is leading a collective study, including Academics, private and public organisations and institutions with the goal to make AI environmental impacts visible and quantifiable and turn the environmental insights into governance capability.
    We'll tell you more about this exciting study & the outcome !

    Constant Riolo
  14. 12:05–12:25
    Anker/Bubenberg/ErlachA Practical Guide to Fast and Sustainable LLMsRunning smaller and more efficient LLMs on your infrastructure can have a big impact on your ecological footprint. In this talk, I show different methods of how to run LLMs on your own infrastructure. It is a practical guide with knowledge, tips, and tricks that are directly applicable for hobbyists and small teams who want to explore that field.

    Lena Fuhrimann
  15. 12:05–12:25
    FischerKommunale Plattformen nachhaltig gestalten – wie kann das gelingen?Vorstellung eines Kriterienkatalogs zur systematischen Analyse von Nachhaltigkeitspotenzialen und -risiken unterschiedlicher digitaler kommunaler Plattformmodelle.

    Digitale Plattformen sind zu einem wichtigen Teil der kommunalen Daseinsvorsorge avanciert. Richtig eingesetzt, können plattformbasierte Leistungen ein wirksames Instrument für eine nachhaltige Kommunalentwicklung darstellen. In der Kurzstudie "Kommunale Plattformen nachhaltig gestalten: Kriterienkatalog zur Analyse von Nachhaltigkeitspotenziale und -risiken unterschiedlicher digitaler kommunaler Plattformmodelle", die im Rahmen der CO:DINA-Forschunglinie "Zukunftsfähige Daseinsvorsorge" entstand, wurde ein Kriterienkatalog erarbeitet, anhand dessen die Nachhaltigkeitspotenziale und -risiken unterschiedlicher Plattformmodelle beschrieben und untersucht werden können. Diese Kurzstudie wird hier vorgestellt und die entwickelten Kriterien sowie Fallbeispiele kurz erläutert.

    Nicole Wolf
  16. 12:05–12:25
    HodlerSoftware für alle – aber designed für wen? UX im öffentlichen Sektor als eigene DisziplinSoftware im öffentlichen Sektor stellt besondere Anforderungen an User Experience. Bei Bürger:innen-Software bedeutet das: Barrierefreiheit als Rechtspflicht, verständliche Sprache statt Amtsdeutsch, und Nutzungsmomente, die oft in schwierigen Lebenssituationen stattfinden. Schlechte UX bedeutet hier nicht Frustration, sondern Ausschluss und untergräbt das Vertrauen in staatliche Institutionen. Bei Fachapplikationen in der Verwaltung bedeutet es: Beherrschbarkeit von Prozesskomplexität, regulatorische Rahmenbedingungen und kognitive Ergonomie für eine stundenlange Nutzung. Diese Session beleuchtet beide Welten anhand konkreter Beispiele aus dem Schweizer öffentlichen Sektor, fragt welche zusätzlichen Herausforderungen Open-Source-Lösungen mit sich bringen und diskutiert mit dem Publikum, was das für die eigene Praxis bedeutet.

    UX im öffentlichen Sektor ist eine eigene Disziplin mit eigenen Massstäben.
    Bei Software für Bürger:innen steht Inklusion im Zentrum, aber in einer Form, die weit über technische Barrierefreiheit hinausgeht. Staatliche Dienste werden häufig genau dann genutzt, wenn Menschen in belasteten Lebenssituationen sind. Fehler haben rechtliche und finanzielle Konsequenzen. Die UX muss das auffangen, mit verständlicher Sprache statt juristischen Formulierungen, mit Designs, die Fehler antizipieren und abfedern, und mit einem Vertrauensversprechen, das der Staat durch jede Interaktion entweder einlöst oder beschädigt. Studien gehen von bis zu 30% Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen oder speziellen Anforderungen an digitale Tools aus. Barrierefreiheit nach WCAG ist dabei nicht Kür, sondern gesetzliche Pflicht.
    Bei Fachapplikationen für Verwaltungsmitarbeitende verschiebt sich die Herausforderung grundlegend: Hier geht es um komplexe Prozesse, die sich nicht vereinfachen lassen, weil die Realität komplex ist. Fachvokabular ist kein Problem, sondern Präzisionswerkzeug. Regulatorische Anforderungen sind keine Einschränkung des Designs, sondern Teil davon. Und kognitive Ergonomie für eine intensive Nutzung entscheidet darüber, ob Mitarbeitende am Ende des Tages erschöpft sind oder nicht. Shadow IT, also Excel-Spreadsheets und zunehmend persönliche, unregulierte KI-Nutzung, ist das sichtbarste Symptom, wenn das misslingt.
    Die zweite Hälfte der Session gehört dem Publikum: Was sind eure Erfahrungen? Wo scheitert eine gute UX in euren Projekten und warum?

    Zeilenwerk
  17. 13:45–14:05
    Anker/Bubenberg/ErlachReal versus Digital (ReVerDi): Nachhaltigkeitsoptimierung physischer und digitaler Infrastrukturen in NationalbibliothekenNationalbibliotheken erhalten das historische Erbe eines Landes und ermöglichen es Menschen aus aller Welt, Einblicke in dieses Land zu gewinnen. Die zunehmende Digitalisierung der Sammlungen bietet die Chance diese einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, jedoch wachsen der Energiebedarf und die CO2-Emissionen aus der Bereitstellung digitaler Infrastrukturen stetig. Im Rahmen des ReVerDi (Real vs. Digital)-Projekts untersuchen wir mithilfe des «Life Cycle Sustainability Assessment»-Ansatzes, wie die Infrastrukturen der Nationalbibliotheken in der Schweiz, Grossbritannien und den Niederlanden nachhaltig gestaltet werden können. In dieser Session beleuchten wir die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für nachhaltige und zugängliche Nationalbibliotheken und stellen die ersten Projektergebnisse vor.

    Dauer
    20 Minuten

    Ablauf
    – Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der schweizerischen Nationalbibliothek – Oliver Sievi – 7 Minuten
    – Ökobilanz physischer und digitaler Infrastrukturen von Nationalbibliotheken – Ja Bieser – 7 Minuten
    – Fragen, Diskussion, Puffer – Beide – 6 Minuten

    Jan Bieser
  18. 13:45–14:05
    Bubenberg/ErlachOpen Source als Säule der Digitalen SouveränitätWas kann Open Source Software zur Herausforderung der digitalen Souveränität beitragen? Wie geht die Bundesverwaltung mit diesem Thema konkret um? Und was hat sich im Umfeld der OSS-Hilfsmittel der Bundeskanzlei weiteres getan?

    In dieser Session wird gezeigt, was die Bundesverwaltung zum Fokusthema Digitale Souveränität macht. Es werden auch die neusten Informationen zu den OSS-Hilfsmitteln und soweit wie möglich zum «Framework Digitale Souveränität» vermittelt.

    Bruno Schöb
  19. 13:45–14:05
    FischerAgentic AI mit Open SourceAgentic AI ist in aller Munde und immer mehr private wie auch Firmen nutzen es um ihre Produktivität in zuvor unerreichtem Masse zu steigern.

    Doch der Einsatz solcher Systeme bringt Abhängigkeiten zu proprietären Produkten und ausländischen Anbietern mit. Firmen laufen Gefahr den Kern ihres Business in externe Abhängigkeiten zu verstricken.

    Um so wichtiger sind hier die Themen Open Source und digitale Souveränität. Michael Eichenberger berichtet zu unseren Erfahrungen beim Einsatz offener Agentischer Systeme.

    Agentische Systeme lassen sich heute komplett mit quelloffener Software und Open Weight Modellen umsetzen. So lassen sich diese mächtigen Systeme souverän betreiben.

    Im ersten Teil dieses Vortrags gehen wir auf Fähigkeiten moderner offener Modelle und deren Anforderungen an die Infrastruktur ein. Was leisten offene Modelle im Vergleich mit geschlossenen Frontier-Modellen? Welche Ressourcen benötigen die offenen Modelle für einen stabilen und kosteneffizienzten Betrieb? Den Abschluss des ersten Teils bilden Benchmarks einiger ausgewählter Modelle.

    Im zweiten Teil gehen wir darauf ein, wie agentische Systeme den Tokenverbrauch stark in die Höhe treiben und was sich dagegen tun lässt.

    Michael Eichenberger
  20. 13:45–14:05
    HodlerDigitale Souveränität und Nationale Sicherheit: Nur mit Open Source?In der digitalen Zusammenarbeit sind Videokonferenzen ein unverzichtbares Werkzeug. Doch wie sicher sind unsere Daten auf Plattformen wie Zoom, MS Teams oder Webex angesichts der Möglichkeiten von KI? Dieser Vortrag beleuchtet die Gefahren einer maschinellen Verarbeitung von Kommunikation sowie die resultierenden existenziellen Risiken für Unternehmen oder die öffentlich-rechtliche Hand. Ein Blick in die AGBs einzelner Anbieter legt hier bestimmte Interessen offen. Wir zeigen die Bedeutung von digitaler Souveränität und Open Source für eine sichere und vertrauensvolle Kommunikation auf.

    Über Peer Heinlein

    Peer Heinlein ist Diplom-Jurist, IT- und Open Source-Spezialist sowie Fachautor. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Heinlein Gruppe, zu der neben dem IT-Dienstleister Heinlein Support, der E-Mail-Anbieter mailbox sowie die Videokonferenzlösung OpenTalk und die Filemanagement-Lösung OpenCloud gehören.

    Seit Jahren engagiert er sich auch politisch und strategisch auf europäischer und weltweiter Ebene für Digitale Souveränität. Er hält unzählige Keynotes, engagiert sich in Ausschüssen und Beiräten, Berät Verwaltung und Regierungen. Er sagt: Digitale Souveränität ist keine technische Frage. Es ist eine existenzielle Frage, in welcher Gesellschaft und mit welchen Werten wir leben können.

    Peer Heinlein
  21. 14:10–14:30
    Anker/Bubenberg/ErlachDigitalisierung und Kulturerbe: Freies Wissen aus der Schweizerischen Nationalbibliothek in der WikipediaBeschreibung
    Die Schweizerische Nationalbibliothek (NB) ist eine über 130-jährige Kulturinstitution. Sie sammelt dokumentarisches Kulturerbe der Schweiz. Zu ihren Sammlungen gehören gedruckten und digitale Publikationen, Bilddokumente, Nachlässe und Archive der Schweizer Literaturen, Tondokumente und das bildnerinsche Schaffen Friedrich Dürrenmattss. Sie strebt einen möglichst freien Zugang zu ihren Inhalten an.

    Seit 2013 arbeitet sie mit dem Verein Wikimedia Schweiz (WMCH) und der Wikipedia Community zusammen, um gemeinsam Projekte durchzuführen. Diese dienen der Erfüllung des strategischen Ziels, das die Vereinfachung des Zugangs auf die Inhalte der NB, u.a. durch deren Bereitstellung auf Plattformen Dritter, beabsichtigt.

    Der Input wirft ein Schlaglicht auf die bisherigen Kooperationsprojekte im Wikiversum und zeigt auf, wie die Veröffentlichung kultureller Inhalte auf Wikimedia Commons zu beeindruckenden Nutzungszahlen und zu hoher institutioneller Sichtbarkeit führt.

    Dauer
    20 Minuten

    Ablauf
    • Digitalisate der Schweizerischen Nationalbibliothek auf Wikimedia, Strategie und Nutzungszahlen – ca.8 Minuten
    • Weltweite Verbreitung und Nutzung von kulturellem Erbe im Internet, Input Forschungsstudie – ca. 6 Minuten
    • Fragen, Diskussion, Puffer – Beide – 6 Minuten

    Personen
    • Matthias Nepfer: Leiter Innovation & Informationsmanagement, Schweizerische Nationalbibliothek
    • Matthias Sahli: Postdoktorand im Bereich Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Volkswirtschaftslehre, Berner Fachhochschule

    Matthias SahliMatthias Nepfer
  22. 14:10–14:30
    Bubenberg/ErlachWarum Open Source Teil der digitalen Strategie sein mussAlle sprechen von digitaler Transformation und vergessen dabei, dass nahezu jede Anwendung auf Open Source Software aufbaut. Alle Organisationen konsumieren Open Source Software, aber die wenigsten haben eine klare Strategie wie sie mit der Open Source Community zusammenarbeiten und diese fördern können.

    Daher ist es notwendig die Open Source Strategie Teil der digitalen Strategie zu machen und ein Open Source Program Office (OSPO) in jeder Organisation zu etablieren.

    Alle nutzen Open Source, aber niemand redet darüber, also lasst uns darüber reden.

    Ein Open Source Program Office klingt nach grossem Enterprise, aber besonders in kleinen Organisationen kann die Rolle von einzelnen Mitarbeitenden wahrgenommen werden. Je grösser die Organisation wird, desto wichtiger ist es klare Prozesse und Standards für die Nutzung von Open Source zu etablieren und gleichzeitig aber darüber nachzudenken wie der Austausch zwischen den Mitarbeitenden innerhalb des Organisation, wie auch mit der Open Source Community gefördert werden kann. Ziel des Vortrags ist es aufzuzeigen welche Risiken ein sich durch Nutzung von Open Source ohne Strategie ergeben und wie man mit wenig Aufwand den ersten Schritt zu einer Open Source Strategie machen kann.

    Lukas Grossar
  23. 14:10–14:30
    FischerSufficiency over Size: Making AI More Sustainable with Open-Source RAGWhen AI gives wrong answers, the reflex is to reach for a bigger model. This reflex is expensive and energy-hungry, yet it rarely fixes the problem. Most organizational knowledge sits in documents such as guidelines, contracts, and reports, and what is missing is not intelligence but access. This talk presents an open-source architecture for Retrieval-Augmented Generation (RAG) that supports small open models, grounded in documents prepared by Docling, an open-source project developed in Switzerland, and retrieved through hybrid search with OpenSearch. The principle throughout is sufficiency over size: by providing the right knowledge, we do not need ever-bigger models.

    The scaling reflex

    When an AI system answers incorrectly, the standard response is to increase its size. However, adding billions of parameters makes such models ever more expensive and energy-hungry to run. In organizational settings, this often misses the point, because the failure was rarely a lack of intelligence. For most questions people ask inside an organization, the answer already exists in a PDF, a policy, a report, or a spreadsheet. The model simply never saw it.

    Sufficiency over size

    Retrieval-Augmented Generation (RAG) provides organizational context to a model. The system first retrieves the relevant passages from the organization's own documents and lets the model answer from them, with sources attached. A model that is handed the right three paragraphs does not need hundreds of billions of parameters. Small open-weight models, served locally on a standard laptop, deliver grounded, citable answers at a fraction of the energy and cost of frontier-scale systems, with data that never leaves the machine. This is the sufficiency principle applied to AI: meeting the actual need precisely, rather than increasing size and hoping quality follows.
    Quality through open document understanding
    Yet many RAG projects stall after a promising demo, and the reason is rarely the model. Default RAG treats documents as flat text: tables collapse into noise, headings lose their hierarchy, scanned pages disappear, and naive text chunks return fragments without context. The answers look fluent and are quietly wrong. The decisive levers sit earlier in the pipeline:

    – Document understanding instead of text extraction. Docling, developed in Switzerland and open-sourced in 2024, parses PDFs, Office files, and scans into structured, AI-ready data that preserves tables, hierarchy, and provenance. It has become one of the most widely adopted open-source projects in this space and the basis for an emerging open document standard.
    – Hybrid retrieval instead of vector search alone. OpenSearch combines exact keyword matching with semantic vector search, so that legal terms, product codes, and paraphrased questions all find the right passage.
    – Transparent orchestration instead of black boxes. Langflow makes the pipeline itself visible: every step from ingestion to answer is inspectable and adjustable, a precondition for trust and auditability.

    Investing here is what allows the model to stay small.

    Open from end to end

    The components are integrated in OpenRAG, an openly licensed distribution that makes the complete pipeline reproducible from public repositories. With Langflow, every answer points back to its sources. Through Ollama support, even the language model runs locally: the entire system, from document parsing to the final answer, operates on a single machine with no cloud dependency at all. No component locks its users in, as each can be replaced, inspected, and operated independently.
    What attendees take away

    1. A practical map of where default RAG breaks and which levers fix it, applicable to any stack, not only the one shown.
    2. The sufficiency principle as a decision heuristic: when retrieval and preparation beat model size, and what that means for energy and cost.
    3. An overview of the open-source RAG ecosystem and its governance: open licenses, active communities, and what that means for longevity.

    Technical concepts (parsing, chunking, hybrid search, model right-sizing) are explained from first principles, so the session works for engineers and decision-makers alike.

    Philipp Gordetzki
  24. 14:10–14:30
    HodlerFurniture, Not Lumber: What Sausages, Furniture and Airplanes Have to Do with Digital SovereigntyWhat do sausages, furniture, and airplanes have in common with digital sovereignty? Give it a moment! It's not a trick question.

    I promise there's a good answer, and it's the reason I want to spend some time with you. It has to do with why buying cloud services in Europe and Switzerland still feels so different from buying them at a hyperscaler and what an airplane and a Swiss sausage can teach us about changing that.

    If you've ever caught yourself thinking, "But it's all open source, so what's the problem?" come along. By the end, you might never look at a Cervelat the same way again.

    Tobias Brunner
  25. 14:35–14:55
    Anker/Bubenberg/ErlachWho Pays Your Bills? Sustainability, Community and Business: The Open Source TriangleLearn how OPENGIS.ch built a sustainable business on QGIS and QField—where open source, community, and entrepreneurship come together to create real, lasting impact.

    "Who pays your bills?" was the first question my now-CTO asked me—back when we didn’t even know each other. Years later, we co-founded OPENGIS.ch, a company that thrives on open-source software. In this talk, I’ll share our journey building a sustainable business model around QGIS and QField, explain how the QGIS.org community works, and show why open source is not just a philosophy, but a real business opportunity. We’ll explore sustainability, community, and entrepreneurship—the triangle that allows open-source software to flourish and its contributors to make a living from it.

    Marco Bernasocchi
  26. 14:35–14:55
    Bubenberg/ErlachMarktanforderungen und Open Source: Es fehlt nicht Code, es fehlt Struktur.Open Source Software steckt in 97 % aller Anwendungen, doch die Finanzierung und Professionalisierung dieses Fundaments hinkt der Nutzung dramatisch hinterher. Die Software-Entwickler sind motiviert, aber oft fehlt die Brücke zu den Marktanforderungen: Support-Garantien, Lizenzklarheit, nachhaltige Finanzierung und systematische Sicherheitsprüfungen bleiben Lücken im heutigen OSS-Ökosystem. Dieser Vortrag beleuchtet diese strukturellen Defizite, ordnet bestehende Finanzierungsmodelle ein und skizziert konkrete Förderstrukturen, um die digitale Nachhaltigkeit von Open Source Software langfristig zu sichern. Dabei wird auch die Rolle der Schweiz beim Aufbau resilienter digitaler Infrastrukturen diskutiert.

    Europas digitale Infrastruktur steht unter Druck: wachsende Komplexität, Lieferketten-Abhängigkeiten und neue regulatorische Anforderungen fordern resiliente Alternativen. Beruhend auf einem Diskussionspapier des Nationalen Testinstituts für Cyber-Sicherheit untersucht dieser Vortrag, wie offene Software und offene Protokolle diese Defizite mindern können.

    Nach einer Kurzeinführung in Open Source Software (OSS) und ihre heutigen Defizite (fehlende Professionalisierung, Support, Benutzbarkeit) wird aufgezeigt, wo OSS-Alternativen trotz technischer Stärken an den Marktanforderungen des Enterprise-Segments scheitern. OSS ist laut Blackduck in 97 % der gescannten Software enthalten. Sie wird von nur wenigen tausend Entwicklern getragen. Der Vortrag stellt bestehende Finanzierungsmethoden vor und führt als Lösungsansatz das Konzept eines «OSS-Koordinators» ein, der als Brücke zwischen Markt und kollaborativer Open-Source-Welt ein nachhaltiges Ökosystem ermöglichen soll.

    Die zentrale Botschaft: Die Diskrepanz zwischen der hohen Nutzung von OSS und den verfügbaren Ressourcen gefährdet Innovation, Cybersicherheit und die digitale Nachhaltigkeit dieses Gemeinguts. Der Vortrag schliesst mit konkreten Empfehlungen und der Frage, welche Rolle die Schweiz beim Aufbau eines europäischen OSS-Ökosystems spielen kann.

    David Sommer
  27. 14:35–14:55
    FischerVom Breadboard zur Stadt-Heatmap: Wie KI-gestütztes Programmieren ein Open-Source-Bürgerprojekt ermöglichtEine Person, ein Breadboard, ein KI-Codingassistent – und 22 Tage später ein konkretes Projekt mit der Stadt Winterthur, Empa und Stadtbus Winterthur: PartTech Winterthur baut ein dezentrales Luftqualitäts-Messnetz aus Open-Source-Sensoren auf Trolleybussen. Diese Session zeigt, wie strukturiertes KI-Prompting (statt «Vibe Coding») ein solches Projekt überhaupt erst möglich macht – und warum der Workflow selbst ein Beitrag zu digitaler Nachhaltigkeit ist.

    Winterthur ist offiziell Luftsanierungsgebiet, aber eine einzige Fixmessstation für 116'000 Einwohner:innen liefert Punkte, keine Karte. Genau hier setzt PartTech Winterthur an: ein dezentrales Netz kostengünstiger, autarker Luftqualitätssensoren, die nicht-invasiv auf Trolleybussen montiert werden und so täglich eine hyperlokale Heatmap des gesamten Stadtgebiets erzeugen. Die Daten sollen als Open Government Data verfügbar werden, kalibriert in Zusammenarbeit mit der Empa und verifiziert mit der OSTLUFT-Messstation Veltheim.

    Das Bemerkenswerte: Das Projekt startete als Idee einer einzelnen Person mit einem ESP32 auf dem Schreibtisch – und wuchs in wenigen Monaten zu einem WinLab-Projekt der Stadt Winterthur mit Partnern wie Stadtbus Winterthur und des lokalen FabLabs. Möglich gemacht hat das ein klar strukturierter Workflow mit KI-Codingassistenten wie Claude Code.

    In dieser Session zeige ich anhand des PartTech-Beispiels den Unterschied zwischen zwei Ansätzen:

    «Vibe Coding»: Knapp prompten, generierten Code kopieren, hoffen, dass es läuft. Schnell, aber undurchschaubar – und für ein Projekt mit wissenschaftlicher Kalibrierung und Open-Source-Anspruch ungeeignet.
    Strukturiertes Vorgehen: Aus der Spezifikation entsteht ein Umsetzungsplan, bevor auch nur eine Zeile Code geschrieben wird.

    Die Teilnehmenden nehmen einen konkreten, sofort anwendbaren Workflow mit, und ein Praxisbeispiel, das zeigt wie KI nicht als Black-Box-Beschleuniger, sondern als Werkzeug für offene, nachvollziehbare und gemeinwohlorientierte Digitalisierung eingesetzt werden kann.

    Lernziele / Take-aways
    Die Teilnehmenden …

    sehen an einem realen Bürger:innen-Projekt, wie strukturiertes Prompting funktioniert.
    verstehen, warum «Vibe Coding» und digitale Nachhaltigkeit schwer zusammengehen – und welche Praxis stattdessen trägt.
    erkennen, wie KI-Tools Einzelpersonen und kleine Vereine in die Lage versetzen, Open-Source- und Open-Data-Projekte mit Substanz umzusetzen.
    nehmen Impulse mit, wie sich KI-Einsatz ressourcenschonender, souveräner und im Sinne der digitalen Nachhaltigkeit gestalten lässt.

    Markus Leutwyler
  28. 14:35–14:55
    HodlerSovereignty Is More Than Data Residency: Eight Dimensions for Sustainable Digital InfrastructureDigital sovereignty is often reduced to one question: “Where is the data stored?” But real digital autonomy goes much further. The European Commission’s new Cloud Sovereignty Framework evaluates cloud providers across eight dimensions: strategic, legal, data and AI, operational, supply chain, technology, security and compliance, and environmental sustainability.

    This talk translates that framework into a practical checklist for Swiss organizations, public institutions, NGOs, and open source communities. We will look at why sovereignty is not just a compliance topic, but a question of long-term digital sustainability: Can we understand, operate, migrate, audit, and improve the systems we depend on? And how do open source, open standards, transparent supply chains, and local operational competence help us avoid lock-in while staying innovative?

    In April 2026, the European Commission awarded EUR 180 million in cloud contracts for the first time, using a formal sovereignty scoring model. Providers were evaluated not only on security and data residency, but also on eight measurable dimensions of digital sovereignty. These include ownership, jurisdiction, data and AI control, operational independence, supply chain transparency, technology openness, security and compliance, and environmental sustainability.

    For Switzerland, this is highly relevant. Public institutions, regulated industries, healthcare, research, NGOs, and civil society organizations increasingly depend on digital infrastructure they do not fully control. At the same time, digital sustainability asks us to build systems that remain useful, accessible, maintainable, transparent, and beneficial over the long term. Sovereignty and sustainability, therefore, belong together.

    This session introduces the eight dimensions of digital sovereignty and turns them into concrete questions organizations can ask when choosing platforms, cloud providers, SaaS tools, AI infrastructure, or open source services:

    Who owns and controls the provider?
    Which jurisdiction applies?
    Where is data stored, and who controls the keys?
    Can the system be operated independently?
    How transparent is the supply chain?
    Can we migrate away without rebuilding everything?
    Can security patches be applied independently?
    What environmental impact does the infrastructure have?

    The goal is not to argue for isolation or digital protectionism. Sovereignty should not be a bunker. It should be a bridge: a way to preserve freedom of action, avoid lock-in, strengthen public value, and enable innovation on infrastructure we can understand and control.

    Attendees will leave with a practical vocabulary and a lightweight evaluation model they can use for procurement, architecture decisions, policy discussions, and open-source strategy.

    Aarno Aukia
  29. 15:10–15:30
    Anker/Bubenberg/ErlachThe Hidden Half of Digital Sustainability – Bringing the Infrastructure Beneath the Code into ViewDigital sustainability gets the software, the data, and the policy right. But every digital service runs on physical infrastructure – data centers, electricity, cooling, water – whose sustainability is mostly self-reported and design-based. This talk asks the open-source community to extend its transparency principles to the infrastructure layer, and shows what measured, independently audited data center sustainability actually looks like.

    Digital sustainability has rightly become a foundation of how the open-source and civic-tech communities think about software, data, and policy. The infrastructure that runs all of it has not had the same scrutiny.

    Most sustainability claims about digital services today rest on self-declared efficiency numbers, design-stage estimates, point-in-time snapshots, or carbon certificates. Operational reality, measured over time and independently audited, is rare. The result is a digital economy that talks about sustainability convincingly but largely cannot prove it.

    This 20-minute keynote makes the case that infrastructure transparency belongs in the digital sustainability conversation – and shows what it looks like in practice. We walk through the four dimensions that determine the real environmental footprint of any digital service – data center efficiency, IT efficiency, carbon emissions, and water use – what each looks like under operational measurement versus marketing, and how independent verification turns claims into something stakeholders, regulators, and citizens can actually rely on.

    The talk draws on the work of the Swiss Datacenter Efficiency Association (SDEA) – a non-profit operating the only data center sustainability certification built on 100% measured, independently audited operational data – but the focus is the principle, not the product: bringing the same openness, verifiability, and public accountability that defines digital sustainability everywhere else to the infrastructure that powers it.

    Matthias Haymoz
  30. 15:10–15:30
    Bubenberg/ErlachOpen Source als nachhaltiges Konzept zur Stärkung der Resilienz auf dem Weg in die digitale UnabhängigkeitIn einer zunehmend geopolitisch fragmentierten und technologisch abhängigen Welt gewinnt digitale Resilienz strategische Bedeutung. Open Source Software bietet dabei mehr als nur Kostenvorteile: Sie schafft Transparenz, reduziert Lock-in-Effekte und stärkt die souveräne Kontrolle über kritische digitale Infrastrukturen.
    Der Vortrag beleuchtet, wie offene Technologien als nachhaltiges Konzept zur Förderung von Innovationsfähigkeit, Sicherheit und Unabhängigkeit beitragen können. Anhand konkreter Beispiele aus Wirtschaft und öffentlichem Sektor wird gezeigt, welche Rolle Open Source auf dem Weg zu einer resilienten und souveränen digitalen Zukunft in Europa spielt.

    Nina Müller
  31. 15:10–15:30
    FischerDon't Panic! Ein Hitchhiker's Guide, um das Menschliche in einem Universum von KI-Output zu bewahrenKI-gestützte Softwareentwicklung katapultiert uns in eine Ära des 10-fachen Outputs. Sie verspricht, die Fähigkeiten von Entwicklern und Platform Engineers sofort zu steigern, verändert aber grundlegend, wie wir lernen, zusammenarbeiten und Probleme lösen. Dabei setzt echter 10-facher Mehrwert tiefgreifende Kompetenz, Intuition und Kreativität voraus; Eigenschaften, die fest in der menschlichen Kognition verwurzelt sind und nicht in der blossen Regelausführung.
    Gestützt auf das Dreyfus-Modell des Kompetenzerwerbs und Michael Polanyi's Theorie des impliziten Wissens untersucht dieser Vortrag, wie mühsame, wiederholende Übungen das essentielle implizite Wissen und die Mustererkennung aufbaut, die zur wahren Meisterschaft eines Handwerks notwendig sind. Wir blicken in die Neurowissenschaft, um die Auswirkungen von Trial-and-Error-Prozessen zu verstehen und zu erkennen, wie wir unsere intuitiven Fähigkeiten und die Leidenschaft für unsere Arbeit lebendig halten können.

    Mit dieser Story schlage ich eine Brücke zwischen Zeichnen, Wissensmanagement und Softwareentwicklung. Was erstmal wild tönt, behandelt einen zentralen Aspekt in der IT: der Mensch. Der Kern des Vortrags behandelt die wichtige Frage, wie wir trotz KI "menschlich" bleiben können; und obwohl wir Studien und Modelle anschauen, ist der Vibe den von "lockerem Storytelling".

    Janina Sutter
  32. 15:10–15:30
    HodlerDigitale Souveränität in der PraxisDie Stiftung Mercator Schweizmöchte Digitale Souveränität nicht nur fördern, sondern selbst leben. CDO Torben Stephan berichtet kurzweilig über die Erfolgen und die Herausforderungen beim Einsatz von Open Source Software.

    Die Stiftung Mercator Schweiz fördert seit sieben Jahren den Einsatz von Digitaler Souveränität in der Schweiz. Gemäss dem Motto: Walk the Talk baut die Stiftung ihre eigene IT-Infrastruktur Stück für Stück auf Open Source Software um.
    Was das in der Praxis bedeutet, wie Mitarbeitende mit auf diese Reise genommen werden können, wie die Extrameile aussieht, die man dabei gehen muss: Davon erzählt Torben Stephan, Chief Digital Officer der Stiftung Mercator Schweiz.

    Torben Stephan
  33. 15:35–15:55
    Anker/Bubenberg/ErlachThe Power of Simplicity: Crafting Durable Software SystemsSimplicity often takes a back seat in software engineering. Yet, it's absolutely key for creating durable and efficient systems.

    Crafting simple software is hard and takes lots of efforts. It's about setting a high bar and persisting until the simplest solution emerges, which you can often tell by its beauty and efficiency.

    This talk is based on more about 40 of software engineering experience, where the goal of essential simplicity has been reached in a few key projects. Digital audio recording, weather data management, interactive video kiosks, web app frameworks, the domains in which this happened are varied but a set of patterns emerges, that allowed us to reach high goals in terms of simplicity and efficiency in these projects.

    There's no magic formula for simplicity, but our real-world examples will help you discover principles and a philosophy of simplicity that will help on your own journey.

    Creating simple software is hard, but so important! This talk helps you get started in your own quest for simpler software.

    Bertrand Delacretaz
  34. 15:35–15:55
    Bubenberg/ErlachAI and the Open Source EcosystemAI verändert die Welt und damit auch das Ökosystem rund um Open Source und somit das Fundament der digitalen Welt. Core-Maintainer beklagen sich über eine steigende Anzahl an generierten Pullrequests, ganze OSS Projekte werden durch AI neu geschrieben und unter einer proprietären Lizenz gestellt, Security through obscurity wird zur Agenda aus Angst vor Anthropics Mythos, … Gleichzeitig bringt AI auch eine immense Entlastung für OSS, hilft Bugs zu fixen, Dokumentationen zu vervollständigen, dringend notwendige UX Verbesserungen anzugehen.
    Wie soll ein Open Source Programm Offic (OSPO) auf die AI Welle reagieren? Welche Best-Pracisies haben sich bereits bewährt?

    Nach einer kurzen Ausgangslage kann ich strategische Inputs zum Umgang mit AI in OSS Projekten/Lösungen geben. Einen Auszug aus praktischen Beispielen zeigt wie bestehenden Projekte mit AI Pullrequests umgehen und sich eine eigene Richtlinie erstellt haben. Zum Abschluss kann ich noch einige praktische Tipps für OSPO's, Maintainer und OSS Enthusiasten mitgeben.

    Olivier Brian
  35. 15:35–15:55
    FischerLLM Unplugged – How to build your local AI Asisstant, no Data exposed, no ProgrammingIn this session we will learn how to assemble our own local AI assistant for household PCs or even for the mobile phone. Working with local, personal data, no hyper scaler dependency and with only a handful of downloads and configurations without programming

    Using local assistants we can avoid exposing our sensitive data and business know-how but also our search history, our interests,, our behavior , our profile – to any instance on the internet. Data Privacy at max.

    Furthermore we are not dependent on an external provider to manage our data or working tools and to be available. Digital Sovereignty built in

    In dieser Session lernen wir, wie man mit wenigen Handgriffen einen lokalen KI Assistenten für den PC oder auch für das Mobile baut., das lokal, mit eigenen Daten, ohne er auf das Netz zugreift – und ohne Programmierung.

    Wenn wir lokale Assisten benutzen, müssen wir unsere pesönllichen Daten, unsere Geschäftsgeheimnisse, aber auch unseren Suchverlauf, also unser persönliches Verhalten und Interesse, nicht verraten. Also Data Privacy at max.

    Ausserdem müssen wir nicht einer externen Provider zutrauen, dass er die Daten richtig managed oder dass er überhaupt verfügbar ist. Digital Sovereignty built in

    Danilo BiellaOrnella Vaccarelli
  36. 15:35–15:55
    HodlerSwipe to Unlock – How the Smartphone Duopoly Undermines Digital SovereigntyShould democracy in Switzerland depend on the approval of Google and Apple?

    While smartphones progressively become mandatory for essential services such as banking or interactions with the public administration, the duopoly of Apple and Google is getting more and more control over digital access. Through their dominance over the smartphone market, Google and Apple are in a position to act as gatekeepers for state functions like taxation and welfare distribution. The risk for Switzerland is real: as an example, the recently democratically voted e-ID system, could simply be blocked by US actors, despite being a tool made and chosen by Swiss citizens for Switzerland. This dependency undermines national self-determination and erodes individual autonomy, giving private and non-Swiss entities a de facto veto power over some governmental decisions. This talk analyzes the geopolitical and economic risks of this dependency and outlines strategies to ensure that the digital infrastructure supports democratic resilience rather than corporate monopoly.

    As smartphones transition from consumer luxuries to mandatory gateways for essential services—including banking, healthcare, and civic administration, the architecture of our digital infrastructure has become a critical determinant of individual and national self-determination. Currently, the mobile ecosystem is split between Apple's walled garden and Google's increasingly restrictive Android environment. While historically positioned as the more open alternative, Android is undergoing a rapid lockdown that mirrors iOS's total control over hardware and software.

    This move creates a precarious geopolitical reality: states are becoming functionally dependent on the approval of a two private entities, to execute fundamental sovereign duties such as tax collection and social benefit distribution. By leveraging dominance in search, bot protection, and operating systems, Google effectively holds some veto power over public administration. This presentation argues that this trend represents the culmination of a decades-long strategy by major tech firms to erode user autonomy and restrict the ability of individuals to utilize purchased hardware according to their own needs. The risk for Switzerland is real: as an example, the recently democratically voted e-ID system, could simply be blocked by US actors, despite being a tool made and chosen by Swiss citizens for Switzerland.

    We will analyze the specific mechanisms driving this centralization, the resulting risks to democratic accountability and economic resilience for Switzerland and the world, and the potential pathways to a healthier situation. The talk will conclude by outlining technical and regulatory strategies such as supporting alternative mobile operating systems and maintaining non-digital processes for essential services, to ensure that digital infrastructure provides long term social benefits rather than profit private monopolies.

    References:
    – https://www.societe-numerique.ch/2026/02/26/menace-sur-android-google-veut-verrouiller-nos-telephones-android-va-devenir-une-plateforme-fermee/ (French and German)
    – https://www.inside-it.ch/beschwerden-gegen-google-bei-der-weko-eingereicht-20260414 (German)

    Philippe Gervais
  37. 16:20–16:35
    Keynote

    Jutta Horstmann
  38. 16:40–16:55
    Keynote

    Alexander Smolianitski
  39. 17:00–17:30
    Panel Diskussion "Open Source First: The practical path to digital dovereignty"Moderator: Prof. Dr. Matthias Stürmer

    Florian DiemingerGina PlatJacqueline KuceraMatthias StürmerAlexander SmolianitskiJutta Horstmann
  40. 17:30–17:35
    Closing word Matthias StürmerZusammenfassung der zentralen Konferenzerkenntnisse

    Matthias Stürmer