10 Jahre GLAMhack und Förderung der Offenheit im Kulturerbe
- GLAM
- Hackathon
Dieses Jahr feierte unser jährlicher GLAMhack sein 10-jähriges Jubiläum – ein Anlass, alle Errungenschaften der vergangenen zehn Jahre zu feiern, aber auch in die Zukunft zu blicken und die Richtung für die kommenden GLAMhacks vorzugeben.
Für diese besondere Ausgabe war die Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) in Luzern unsere Gastgeberin und bot die Bühne für zwei Tage der Zusammenarbeit, des Austauschs und der kreativen Lösungsfindung. 68 Teilnehmende mit unterschiedlichstem beruflichem Hintergrund und aus verschiedensten Institutionen kamen zum eigentlichen Hackathon, der vom 6. bis 7. September 2024 stattfand. Sie arbeiteten in interdisziplinären Teams an 15 Challenges rund um das diesjährige Thema «On the Move», um die Offenheit von Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen zu fördern.

Entsprechend dem diesjährigen Thema war es das Ziel des GLAMhack24, die Bewegungen von Menschen in die Schweiz, aus der Schweiz und darüber hinaus nachzuzeichnen, die historischen Spuren festzuhalten, die sie in Kulturerbe-Sammlungen hinterlassen, etwa in Bildern und Briefen, und sie heutigen Nutzerinnen und Nutzern wieder näherzubringen.
Das Thema spiegelte sich stark in den bearbeiteten Challenges wider. Ein Team entwickelte zum Beispiel einen Prototyp einer Web-App, die Besucherinnen und Besucher herausfordert, bestimmte Sehenswürdigkeiten zu finden, und ihnen ermöglicht, die heutige Ansicht mit historischen Bildern desselben Monuments zu vergleichen. Ein anderes Projekt mit dem Namen «Pimp my portrait gallery» arbeitete mit Porträts aus der Galerie bemerkenswerter Luzernerinnen und Luzerner und animierte sie, sodass sie sprechen und ihre eigenen Geschichten erzählen. Die Schlusspräsentationen zeigten eine grosse Bandbreite an Projekten, und die vorgestellten Prototypen bewiesen viel Kreativität, Fantasie und innovatives Denken. Entdeckt alle Projekte hier oder weiter unten.

Wie in den Vorjahren bestand der GLAMhack24 nicht nur aus dem Hackathon selbst, sondern auch aus einem Eröffnungsabend vor dem Hauptanlass. Das Programm startete praxisnah mit dem Workshop zu GLAM und Digital Humanities. Rund 20 Teilnehmende erarbeiteten die Herausforderungen, Chancen und wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Zusammenarbeit zwischen GLAM und Digital Humanities und welche Aktivitäten kurz- und langfristig aufgenommen werden sollten.
Der Abend ging weiter mit einer Präsentation des Projekts CultureFLOW in Zusammenarbeit mit der Benemérita Universidad Autónoma de Puebla (BUAP) in Mexiko. Studierende der bildenden Künste der BUAP präsentierten ihre künstlerischen Werke zu Objekten aus Kulturerbe-Sammlungen in der Schweiz mit Bezug zu Mexiko. Die Kunstschaffenden berichteten von ihren Erfahrungen im kreativen Prozess, zu dem in einem Fall die Kontaktaufnahme mit dem Volk der Lipan gehörte (dem südöstlichsten Apachenstamm, der beidseits der Grenze zwischen Texas und Mexiko lebt). Eine Projektion von Oleg Lavrovsky rundete das Abendprogramm ab.
Falls ihr den diesjährigen Anlass verpasst habt, keine Sorge! Nach dem Hackathon ist vor dem Hackathon. Die 11. Ausgabe des GLAMhack findet bei der Stiftung für Kunst, Kultur und Gesellschaft (SKKG) in Winterthur statt, und zwar vom 12. bis 14. November 2026. Die Anmeldung ist noch nicht offen, aber wenn ihr unseren Newsletter abonniert, erfahrt ihr als Erste davon.
