GLAMhack23
- GLAM
- Hackathon
29. – 30.09.2023 @ Musée d’ethnographie de Genève, Genf, kostenlos
Melde dich jetzt an für den 9. Swiss Open Cultural Data Hackathon in Genf.

Einmal im Jahr bringt die Swiss OpenGLAM Working Group Kulturinstitutionen, Softwareentwickler:innen, Digital Humanists, Kunstschaffende, Wikipedianer:innen und weitere Interessierte zusammen, um die Offenheit von Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen (GLAM) zu fördern. Am GLAMhack experimentieren wir gemeinsam mit kulturellen Inhalten und digitalen Werkzeugen und entwickeln Neues für Forschung, Web- und Mobile-Anwendungen, Wikipedia und andere Nutzungen. Diese Ausgabe konzentriert sich auf koloniale Sammlungen, Provenienzforschung sowie die Anwendung der FAIR– und CARE-Prinzipien in der Data Governance.
Sei am GLAMhack23 (29.–30.9.) im Musée d’ethnographie in Genf dabei, wo Kreativität auf Innovation trifft. Entwickle Prototypen mit offenen Kulturdaten, um die digitale Transformation des GLAM-Sektors zu stärken.
Wir verbringen vom 29. bis 30. September 2 bis 2,5 Tage im Musée d’ethnographie de Genève (MEG) in Genf.
Das offizielle Programm des GLAMhack 2023 beginnt am Freitag, wir arbeiten aber an einer Möglichkeit, bereits am Donnerstag an einem Rahmenprogramm teilzunehmen.
Ergebnisse
Alle Videos der Schlusspräsentationen findest du hier. Nochmals vielen Dank an infoclio.ch.
Datensätze und Challenges
Metadaten der Sammlungen des Musée d’Ethnographie de Genève (MEG)
Museum Rietberg:
- Fotos und Objekte aus dem Archiv von Hans Himmelheber (Schwerpunkt: afrikanische Kunst). Sie lassen sich auf https://africa-art-archive.ch durchsuchen.
- Chinesische Malerei (1400–1899), gesammelt von Charles A. Drenowatz
PARC – Portal for African Research Collections: Metadaten von PARC und digitalisierte Bilder aus alten Büchern über Afrika
Bibliothèque de Genève: Bilder der «Exposition Nationale» 1896 in Genf
Archives de la Ville de Genève: Verzeichnis der Korrespondenz des Musée d’Ethnographie (1900–1952) sowie amtliche Dokumente der Stadt Genf, in denen sehr oft Objekte des MEG erwähnt werden (zum Beispiel Seite 96 dieses Dokuments).
Zentralbibliothek Zürich:
- Frühneuzeitliche Reiseliteratur (Volltext und Metadaten)
- Landkarten aus der Sammlung «Prachtsatlanten» mit Titelkartuschen
Wenn du interessante offene Daten zur Verfügung stellen möchtest, melde dich bei uns:
Wenn du zum ersten Mal an einem Hackathon teilnimmst, erfährst du in unserem Hackathon-Handbuch mehr darüber, wie ein solcher Anlass abläuft.
Hotel
Für die Teilnehmenden, die bei der Anmeldung angegeben haben, dass sie in Genf eine Unterkunft brauchen, haben wir Zimmer im ibis Genève Petit Lancy reserviert. Bitte beachte, dass es sich um Dreibettzimmer handelt. Wenn du schon weisst, mit wem du ein Zimmer teilen möchtest, teile uns deine Wünsche bitte mit. Für alle, die allein kommen, wird die Zimmerverteilung vor Ort organisiert, damit es für alle bequem und praktisch ist.
Programm des Hackathons
Hauptteil des Hackathons von Freitagmorgen bis Samstagabend. Bitte beachte, dass sich das detaillierte Programm noch ändern kann – bitte beachte die Zeiten sind MESZ / UTC +2. Bei Fragen wende dich bitte an Gaston Wey.
| Donnerstag | Programmpunkt |
| 16:30-18:00 | Pre-Event 4 im MEG |
| 18:15-offen | Abendessen im Sofra (bitte beachte, dass dieses Abendessen nicht in der Hackathon-Anmeldung inbegriffen ist) |
| Freitag, 29. September 2023 | Programmpunkt |
| 08:30 – 09:00 | Check-in, Frühstück, Foyer |
| 09:00 – 09:20 | Eröffnung, offizieller Start des Hackathons, Auditorium |
| 09:20 – 09:40 | Präsentation der Datensätze, Auditorium |
| 09:45 – 11:00 | Präsentation der Challenges / Ideen-Pitches (3 Minuten pro Person), Auditorium |
| 11:00 – 12:00 | Gruppenbildung – erstes Gruppentreffen, Auditorium |
| 12:00 – 13:00 | Mittagspause, Café du MEG und draussen |
| 12:00 – 18:30 | Arbeit in Gruppen |
| 16:00 – 16:20 | Führung durch die Ausstellung des MEG, Treffpunkt auf -2 |
| 17:00 – 17:20 | Führung durch die Ausstellung des MEG, Treffpunkt auf -2 |
| 18:30 – 20:00 | Abendessen, Café du MEG und draussen |
| ab 20:00-23:30 | Arbeit in Gruppen («Nachtschicht») |
| Samstag, 30. September 2023 | |
| 08:30 – 09:00 | Frühstück, Foyer |
| 09:15 – 09:30 | Check-in «Willkommen zu Tag 2», Auditorium |
| 09:30 – 13:00 | Arbeit in Gruppen |
| 11:00 – 11:20 | Führung durch die Ausstellung des MEG, Treffpunkt auf -2 |
| 13:00 – 14:00 | Mittagessen, Café du MEG und draussen |
| Arbeit in Gruppen | |
| 15:30 – 17:00 | Schlusspräsentationen der Projekte, Auditorium |
| 17:00 – 18:00 | Apéro/Ende, Café du MEG |
| 18:00-19:30 | Listening Session: Dip Shim & Prins Emanuel |
Zusätzlich zum regulären Programm bieten wir drei Führungen an, bei denen dir die Ausstellung des MEG gezeigt wird:
- Freitag: 16:00–16:20, 17:00–17:20
- Samstag: 11:00–11:20
Pre-Events
Pre-Event 1: Montag, 26. Juni, 18 Uhr (abgeschlossen)
Vortrag von: Brigitte Vézina
https://cvs5133.ergonet.host/b/iol-gdq-fbx-tst
Folien, Videos und Informationen zum vergangenen ersten Pre-Event findest du hier: https://meta.wikimedia.org/wiki/Open_Science_for_Arts,_Design_and_Music/Training
Pre-Event 2 (auf Französisch): Donnerstag, 31. August 2023, 11:15–12:45, Auditorium des MEG
Der GLAMhack23 im Musée d’Ethnographie de Genève
Dieser Anlass findet im Rahmen der Konferenz LibreABC statt.
Der 9. GLAMhack (Schweizer Kultur-Hackathon) findet vom 28. bis 30. September 2023 im Musée d’Ethnographie de Genève statt: /events/glamhack2023/. Seine Hauptthemen sind koloniale Sammlungen und die Zugänglichkeit digitaler Daten. An den GLAMhacks arbeiten zwischen 60 und 100 Teilnehmende mit unterschiedlichem Hintergrund gemeinsam mit offenen Daten (Bilder, Töne, Metadaten, …) von Schweizer Kulturinstitutionen, um originelle Konzepte und Prototypen von Anwendungen zu entwickeln oder diese Daten in neuen Kontexten weiterzuverwenden und sie so sichtbarer zu machen (zum Beispiel für einen Anlass, eine Ausstellung, Crowdsourcing oder auf Wikipedia/Wikidata), und fördern dabei den Austausch unter allen Teilnehmenden. Komm und erfahre, wie ein Hackathon abläuft, was offene Daten sind und welche Challenges am GLAMhack 2023 vorgeschlagen werden. Danach skizzierst du in kleinen Gruppen einige Ansätze, die am GLAMhack weiterverfolgt werden können. Wenn du eine Idee hast, die du mit offenen Kulturdaten umsetzen möchtest, stell sie bei dieser Gelegenheit vor und tausche dich darüber aus.
Referierende
Marina Berazategui (Musée d’Ethnographie de Genève)
Nach einer Ausbildung in Museologie an der Universität Neuenburg hat Marina Berazategui an mehreren Provenienzforschungsprojekten in verschiedenen Schweizer Museen mitgearbeitet. Heute ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am MEG und arbeitet am Ausstellungsprojekt «Mémoires. Genève dans le monde colonial» (03.05.2024–05.01.2025) mit. In diesem Rahmen wirkt sie auch bei der Organisation des GLAMhack23 mit.
Gaston Wey (Opendata.ch)
Nach einem Studium der Wirtschaftsinformatik an der Berner Fachhochschule kam Gaston Wey 2022 als Projektleiter zum Verein opendata.ch. Er ist für den Bereich GLAM (Galleries, Libraries, Archives, Museums) zuständig und organisiert in diesem Rahmen unter anderem jedes Jahr den GLAMhack und koordiniert die Arbeitsgruppe OpenGLAM CH.
Lionel Walter (arbim IT)
Nach einem Mathematikstudium an der EPFL hat sich Lionel Walter auf Informatik für Bibliotheken, Archive und Museen spezialisiert. Er arbeitete nacheinander an der Bibliothek der EPFL, der Universität Genf und der Universität Basel, wo er unter anderem an den Projekten swissbib, swisscollections und memobase mitwirkte. 2022 gründete er arbim IT, ein Unternehmen, das Kulturinstitutionen Beratung und Softwareentwicklung anbietet und dabei offene Daten und freie Software bevorzugt. Er ist zudem Mitglied der Arbeitsgruppe OpenGLAM CH.
Pre-Event 3: Mittwoch, 13. September, 18 Uhr, online
Local Contexts: Supporting Indigenous Data Sovereignty and Cultural Authority in Collections and Data
https://cvs5133.ergonet.host/b/iol-gdq-fbx-tst
Jede indigene Gemeinschaft hat kulturelles und biologisches Wissen in Bildungssystemen, Archiven, Bibliotheken und Museen, das ihr nicht gehört, das sie nicht kontrolliert und über dessen Verbreitung sie nicht bestimmen kann. Fragen der Verantwortung und des Eigentums sowie unvollständige oder gravierend fehlerhafte Metadaten wirken sich auf jedes weitere Wissensgut und jeden digitalen Datensatz aus, der auf diesen Informationen aufbaut.
Local Contexts bietet ein digitales Kennzeichnungssystem an, die Traditional Knowledge (TK) and Biocultural (BC) Labels and Notices. Sie stärken und legitimieren lokal verankerte Entscheidungsprozesse und indigene Governance-Rahmen, mit denen Eigentum, Zugang und kulturell angemessene Bedingungen für das Teilen historischer, heutiger und künftiger Sammlungen von Kulturerbe und indigenen Daten bestimmt werden. Diese Präsentation führt in die Initiative Local Contexts ein und zeigt, wie ihre TK and BC Labels and Notices die CARE-Prinzipien für die Governance indigener Daten umsetzen und in verschiedenen Kontexten weltweit eingesetzt werden.
Referierende:
Jane Anderson, Co-Director, Local Contexts
Jane Anderson ist Associate Professor an der New York University in Lenapehoking (New York) und Global Fellow am Engelberg Center for Innovation Law and Policy der Law School der NYU. Jane hat einen Ph.D. in Rechtswissenschaft der Law School der University of New South Wales in Australien. Ihre Arbeit konzentriert sich auf geistiges und kulturelles Eigentumsrecht, indigene Rechte und den Schutz indigenen/traditionellen Wissens und Kulturerbes.
Corrie Roe, Outreach Manager, Local Contexts
Corrie ist Outreach Manager bei Local Contexts. Sie erwarb einen BA in Anthropologie an der University of Vermont (2014) und einen MA in Museum Studies an der New York University (2018). In ihren früheren Funktionen bei Kultur- und Kunstorganisationen in und um Lenapehoking (New York) war sie für Projektmanagement, Aufbau und Betreuung von Communities, öffentliche Programme sowie Recherche und Management von Sammlungen und Ausstellungen zuständig.
Am Donnerstag, 28. September, nachmittags
Workshop zu kolonialen Sammlungen und Archiven in der Bibliothek des MEG + Brainstorming zu den Challenges
Pre-Event 4: Donnerstag, 28. September, 16:30–18:00, MEG
Workshop: Vom handschriftlichen Register zur Datenbank: Was ist ein Museumsinventar?
Als Pre-Event zum GLAMhack23 erfährst du mehr über die historischen und digitalen Inventare des MEG. Bibliothek des MEG. Donnerstag, 28. September, 16:30–18:00 Uhr.
Einmal im Jahr bringt die Swiss OpenGLAM Working Group Kulturinstitutionen, Datenanbieter, Softwareentwickler:innen, Digital Humanists, Kunstschaffende, Wikimedianer:innen/Wikipedianer:innen und weitere Interessierte zusammen. Ziel dieses zweitägigen Anlasses ist es, zu experimentieren und neue Wege zu finden, wie Kulturdaten und -inhalte kreativ genutzt und weiterverwendet werden können – etwa für Forschungszwecke, Web- und Mobile-Apps, Wikipedia, künstlerische Werke und vieles mehr.
Im Rahmen des GLAMhack23 hat das MEG einen Teil seiner digitalen Metadaten unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht: https://www.meg.ch/fr/recherche-collections/catalogue-collections/opendata
In diesem Workshop sprechen wir darüber, woraus unsere Metadaten genau bestehen. Zudem diskutieren wir einige Fragen rund um die Veröffentlichung von Kulturerbe-Daten: Wie lassen sich die Daten des MEG möglichst vielen Menschen zugänglich machen und gleichzeitig die geistigen Eigentumsrechte indigener Gemeinschaften an den Sammlungen respektieren?
Anschliessend führen wir dich in die Geschichte der ethnografischen Sammlungen Genfs und der verschiedenen Inventare ein, in denen diese in den letzten 200 Jahren erfasst wurden. Zu diesem Anlass stehen dir die originalen handschriftlichen Register, die Vorfahren unserer heutigen Datenbank, während des ganzen Workshops zur Verfügung.
Referierende:
Floriane Morin, Musée d’ethnographie de Genève
Floriane Morin ist Kunsthistorikerin und Kuratorin am MEG. Seit 2010 ist sie für die Afrika-Sammlungen zuständig und auf Provenienzforschung spezialisiert. Sie schlug vor, den GLAMhack23 ins MEG einzuladen, und setzte sich für dieses kollaborative Projekt zur Freigabe von Metadaten ein, weil ethnografische Museen Hüter von Kulturerbe sind, das kulturell Völkern aus der ganzen Welt gehört. Sie ist überzeugt, dass die Dekolonisierung des MEG partizipativ und transparent sein muss, damit die Objekte, ihre Geschichten und das mit ihnen verbundene Wissen auf möglichst ethische Weise zugänglich gemacht und geteilt werden.
Emilie Thévenoz, Musée d’ethnographie de Genève
Nach einem Bachelor in Anthropologie an der University of Sussex studiert Emilie Thévenoz im Master Museologie an der Universität Neuenburg. Im Rahmen des Masters absolviert sie derzeit ein Praktikum am MEG im Team, das die nächste Wechselausstellung «Mémoires» vorbereitet. Ihre akademischen Interessen gelten unter anderem feministischen und dekolonialen Analysen und Praktiken sowie der Rolle von Museen beim Aufbrechen bestehender Narrative angesichts der sozialen und ökologischen Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaften heute stehen.
Organisatoren
Dieser Anlass wird von der OpenGLAM CH Working Group des Vereins opendata.ch organisiert, mit Beiträgen von:
| Organisationskomitee des GLAMhack 2023 in Genf | |
| Opendata.ch | |
| Gaston Wey (Projektkoordinator 2023) | |
| Lionel Walter (Coaching, Leitung Datensatz-Team, Supervisor) | |
| Jonas Lendenmann (Datensatz-Team) | |
| Dominik Sievi (Datensatz-Team) | |
| MEG | |
| Floriane Morin (Koordinatorin, Gastgeberin) | |
| Marina Berazategui (Koordinatorin, Gastgeberin) | |
| Grégoire de Ceuninck (Koordinator, Gastgeber, Datenmanager) | |
| infoclio.ch | |
| Enrico Natale |
Partner

Der Anlass wird zudem in Zusammenarbeit mit Open Science for arts, design and music (https://meta.wikimedia.org/wiki/Open_Science_for_Arts,_Design_and_Music) organisiert.

Was sonst noch….
Schau dir das Schlussvideo und die Projektpräsentationen vom GLAMHack 2022 in Mendrisio an.
Erfahre mehr über die ersten acht Open Swiss Cultural Data Hackathons.
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Torbjorn Toby Jorgensen, CC BY-SA 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0, via Wikimedia Commons
