Matthias Nepfer über die Erfahrungen der Schweizerischen Nationalbibliothek im Bereich OpenGLAM

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Im Interview mit Dominik Landwehr (Digital Brainstorming) spricht Matthias Nepfer, Leiter Innovation und Informationsmanagement der Schweizerischen Nationalbibliothek, über die Haltung und die Erfahrungen der Bibliothek bei der Veröffentlichung gemeinfreier Werke im Internet, über ihre Zusammenarbeit mit Wikimedia CH und über ihre Erwartungen an den bevorstehenden Kulturdaten-Hackathon.


Matthias Nepfer (Copyright Digital Brainstorming)

Einige Höhepunkte des Interviews:

  • Die Nationalbibliothek geht auf Wünsche aus der Öffentlichkeit ein und stellt hochaufgelöste Dateien auf Wikimedia Commons zur Verfügung: Eine erste Serie von Luftaufnahmen von Eduard Spelterini ist bereits hochgeladen, und eine weitere Serie von rund 2000 Bildern aus der Sammlung Gugelmann (Schweizer Kleinmeister des 18. Jahrhunderts) folgt in Kürze.
  • Für die Nationalbibliothek ist die Zusammenarbeit mit Wikimedia/Wikipedia sehr wichtig, denn dort sind die Leute! – Bisher hat die Zusammenarbeit mit Wikimedia CH ihre Ziele erreicht und zu vielen positiven Erfahrungen geführt.
  • Sich auf die Veröffentlichung gemeinfreier Werke zu konzentrieren, ist für die Nationalbibliothek ein guter und pragmatischer Weg, dem Spannungsfeld zwischen Verfechtern des Urheberrechts einerseits und Förderern des freien Wissens andererseits zu entgehen. Interne Richtlinien helfen den Mitarbeitenden der Bibliothek, zwischen den Rechten und Forderungen der verschiedenen Anspruchsgruppen zu navigieren. Der Kontrollverlust über die Inhalte ist ein Thema, bisher aber eher theoretisch als aufgrund konkreter negativer Erfahrungen.
  • Die Nationalbibliothek ist gespannt, was die Teilnehmenden des bevorstehenden Kulturdaten-Hackathons mit ihren Daten machen werden. Neben freien Datensätzen (einige davon sind bereits verfügbar) planen die Mitarbeitenden der Bibliothek auch, eigene Ideen an den Anlass mitzubringen.

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