Die Küche von morgen ist: offen
- Food
Einmal mehr kamen Hacker, Designerinnen und Lebensmittelwissenschaftler zusammen, um für ein besseres Ernährungssystem zu hacken: mit weniger Verschwendung, einfacheren Entscheidungen und mehr Klimabewusstsein.
Gemeinsam unsere Küchen praktischer & nachhaltiger machen
Das war das Hauptanliegen der «Open Food Data x Smart Kitchen» Hackdays, die V-Zug und Opendata.ch letztes Wochenende im Zugorama in Zug organisiert haben. Ein vielfältiger Kreis von Expertinnen und Experten war eingeladen, mit offenen Ressourcen (etwa Rezeptdatensätzen und Backofen-APIs) und relevanten Challenges neue Prototypen zu entwickeln. Ermöglicht wurde dieser sektorübergreifende Anlass in Partnerschaft mit SIX Payment Services, Nestlé, der Stadt Zug, der Hochschule Luzern, GateB und Milani.
Beat Sidler von V-Zug ist überzeugt, dass Zusammenarbeit und Offenheit künftig eine wichtigere Rolle spielen werden:
«Die Zukunft des Kochens werden wir nicht allein erfinden, Ideen und Beiträge müssen von überall her kommen. Es war inspirierend zu sehen, wie die Teilnehmenden auf Grundlage unserer Rezeptdaten und zugänglichen Backöfen die Küche ihrer Träume entwickelten.»
Thomas Buerki, Mitgründer des Startups DigiMeals, sieht es ebenso:
«Unsere Open Recipe API wurde an den Hackdays für verschiedene Projekte genutzt. Die Teilnehmenden haben wirklich spannende Lösungen für Herausforderungen im Lebensmittelbereich geschaffen und uns wertvolle Anregungen für die Entwicklung und Verbesserung unserer API und der dahinterliegenden Daten gegeben.»
Food Waste & Klimawandel lösen in 48 Stunden
Wie immer war es erstaunlich zu sehen, wie viele Projekte an einem Wochenende mit motivierten Menschen, offenen Ressourcen und einer harten Deadline entstehen! Andrew, Masterstudent in Umweltökonomie aus Grossbritannien, stimmt zu:
«Ich habe eine unglaubliche Truppe von Ingenieurinnen und Designern kennengelernt, die in einem scheinbar unmöglichen Zeitrahmen greifbare Produkte hervorbrachten. Jedes einzelne Team arbeitete bis zu den letzten Sekunden der verfügbaren Zeit.»
Das Ziel, Food Waste zu bekämpfen und ein nachhaltigeres Ernährungssystem zu ermöglichen, stand bei vielen Teams im Vordergrund, wie die folgenden Beispiele von Projekten zeigen, die an den Hackdays entwickelt wurden:
- Im Kühlschrank vergessene Lebensmittel sind eine häufige Ursache von Food Waste. BEAT erinnert Sie, bevor Ihre Lebensmittel ablaufen, und liefert Rezeptempfehlungen auf Grundlage Ihres Vorrats. Beat the Foodwaste!
- Mit Food Matters gehören übrig gebliebene Zutaten von Rezepten der Vergangenheit an: Mit der App lässt sich ganz einfach ein Kochplan für einen bestimmten Zeitraum erstellen, der alle gekauften Zutaten verwendet.
- EatInDer ist eine App für alle Essenden, die es leid sind, das richtige Gericht und Restaurant zu suchen. Wer sich auf eine bestimmte Kategorie spezialisiert, erhält mehr Sichtbarkeit in der Suche, versteht die Nachfrage – und findet den richtigen Ort und Zeitpunkt ohne die Kosten einer Marktforschung.
2 Gewinnerteams kommen Ihrer Küche näher
Damit das Fest nach dem Wochenende nicht vorbei ist, haben Opendata.ch, V-Zug und SIX zwei Gewinnerprojekte ausgewählt, die in den nächsten sechs Monaten weitere Unterstützung erhalten. Beide wollen Food Waste reduzieren:
Food Matters wurde von der Jury für eine sechsmonatige Inkubation mit Coaching, Networking und Finanzierung ausgewählt. Als zweites Gewinnerprojekt erhält BEAT Beratung und Unterstützung in Inkubations-Workshops. Wenn sie ihr Projekt so schnell weiterentwickeln wie letztes Wochenende, helfen sie uns bald, unsere Lebensmittel und Abfälle in den Griff zu bekommen.
Newsletter:
Wenn Sie über die Projekte und unsere Open-Food-Data-Aktivitäten auf dem Laufenden bleiben möchten, können Sie sich für den Open Food Data Newsletter anmelden.
Link zum Open-Food-Data-Programm:
https://food.opendata.ch/#hackdays




