«Open Data Hackdays» goes Tourism
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«Verschiedene Branchen und Disziplinen müssen zusammenkommen, um die Silos zu überbrücken. Es geht darum, gemeinsam etwas Neues zu schaffen.»
– Martin Barth, CEO des World Tourism Forum Lucerne
Die Open Data Hackdays «Tourism edition» waren für Opendata.ch eine Premiere: Die Studierenden der HSLU-Klasse «Applied Information and Data Science» übernahmen das Steuer. Sie gestalteten dieses neue Format der Open Data Hackdays nach ihrer Vorstellung, mit Opendata.ch als Unterstützung und Begleitung an ihrer Seite.
Tanja Schär, Leiterin des studentischen Organisationskomitees der Hackdays, schildert ihre Sicht auf den Beginn dieser neuen Zusammenarbeit: «Der Austausch mit dem Opendata.ch-Team, das viel Erfahrung mitbringt, war für uns sehr wertvoll. Für mich war es eine Freude zu erleben, was sich in so kurzer Zeit in der Praxis erreichen lässt. Als die Hackdays nach mehreren Monaten Organisation endlich starteten, habe ich mich besonders über die gute Stimmung vor Ort gefreut!»
Echte Herausforderungen des Schweizer Tourismus lösen
Die ersten Open Data Hackdays drehten sich ganz um Tourismusdaten und stellten die konkreten Herausforderungen von Schweizer Tourismusbüros in den Vordergrund. Rafael Enzler, Gründer der Tourismusagentur gutundgut, stellte fest: «Die am Kickoff der Hackdays präsentierten Challenges entsprachen tatsächlich den Kernproblemen, die Schweizer Tourismusbüros in Bezug auf Daten haben.»
Es zeigte sich, dass kleine Tourismusregionen angesichts ihrer begrenzten Kapazitäten Mühe haben, Daten zu sammeln, zu analysieren und zu nutzen. Das führt zu einem gravierenden Mangel an Erkenntnissen über potenzielle Kundinnen und Kunden, die Bedürfnisse der Gäste und Optimierungspotenziale. Zum Glück waren die Open Data Hackdays zur Stelle. Die 12 Projekte, die in den zwei Tagen entstanden, sind:
- Thur-Guide: Eine Plattform für automatisierte individuelle Reiseführer im Thurgau.
- Tourist Forecasting: Ein Prognosetool für touristische Anfragen (Besuche, Anrufe und Mails) in Arosa und Lenzerheide.
- Dashboard for GastroSuisse: Die jährliche Analyse der Tourismusdaten interaktiv vom Papier in die digitale Welt bringen.
- WLAN City Lucerne: Eine Analyse des Potenzials offener WLAN-Daten in der Stadt Luzern.
- WC-Guide goes Open Data: Integration von 5000 Datensätzen zu Toilettenstandorten in OpenStreetMap und WikiData.
- Tourist Tax Control: Ein neuer Ansatz zur Überprüfung der gemeldeten Übernachtungen in Flumserberg.
- Guest Card Lucerne: Ein Konzept zum Ausbau der Datengenerierung und Datennutzung der Guest Card Lucerne.
- Open sourcing water fountains: Integration der Daten von über 100 Brunnen in Nidwalden in Wikimedia, WikiData und OpenStreetMap.
- Pedestrian volumes: Prognose des Fussgängeraufkommens an beliebigen Standorten.
- Email Management System: Ein Tool, das E-Mail-Anfragen erkennt und im passenden Ordner ablegt.
- Event Dashboard: Eine individualisierte Plattform, um touristische Highlights im Thurgau zu entdecken.
- Tech Management Visit Lover: Ein Tag-Manager für die Online-Plattform des Start-ups VisitLovers.
Hacker, Studierende und Tourismusfachleute kommen zusammen
Rund 70 Teilnehmende kamen zusammen, um an den vorgeschlagenen Tourismus-Challenges zu arbeiten. Rafael Enzler war beeindruckt von der interdisziplinären Zusammenarbeit im Raum: «Die Zusammenarbeit zwischen den Studierenden, den Praktikerinnen und Praktikern aus dem Tourismus und der Open-Data-Community ist einzigartig und funktioniert perfekt. Überhaupt ist die Leidenschaft, die man in diesem Raum spürt, grossartig!»
Was andere über die Hackdays geschrieben haben
Hier ein weiterer Bericht über die Hackdays von Oleg, Vorstandsmitglied von Opendata.ch und Hackdays-Enthusiast: https://forum.opendata.ch/t/29-30-11-open-data-hackdays-tourism/569/7
Und hier ein Beitrag über die Hackdays in Zentralplus: https://www.zentralplus.ch/36-stunden-am-computer-hacker-tuefteln-fuer-den-tourismus-1667265/








