Why Climate Data Matters

  • Data Literacy
Ankündigungsbild von opendata.ch für «Why Climate Data Matters»

15. März 2021, 17:30–19:00 @ Online

Am 15. März 2021 diskutierten rund 125 Personen online, warum Klimadaten wichtig sind. Das Webinar gehörte zum Data Café, dem Programm von Opendata.ch für Datenkompetenz, und wurde von der Stiftung Mercator Schweiz ermöglicht. Vera Eichenauer moderierte; Kathrin Dellantonio (myclimate) sprach über den persönlichen und betrieblichen CO₂-Fussabdruck, Regula Hess (Q_PERIOR, foraus) über Klimadaten in der Finanzwelt und Carla Gross (BAFU) über die Klimaindikatoren der Schweiz. Dr. Bjarne Steffen (ETH Zürich) musste kurzfristig absagen.

Zwischen den Inputs stimmte das Publikum ab: Für die meisten liegt die Verantwortung für die Klimakrise in erster Linie beim Staat, fast zwei Drittel wussten nicht, ob ihre Pensionskasse nachhaltig anlegt — und fast alle fanden, sie sollte es. Im Podium ging es um Transparenz und Standards bei Klimadaten, um Citizen Science und um offene Alternativen zu kommerziellen Datenbanken. Die Aufzeichnung steht auf YouTube.

Fotos

Foto: Opendata.ch

Dokumentation und Aufzeichnungen

Aufzeichnung auf YouTube

Programm

  1. 17:30–17:35
    Begrüssung

    Warum Datenkompetenz und Klimadaten zusammengehören, Ablauf des Abends und Dank an die Stiftung Mercator Schweiz und die Kommunikationspartner.

    Nikki BöhlerOpendata.chVera EichenauerModeration
  2. 17:35–17:40
    Umfrage: Wer ist verantwortlich?

    Wer ist in erster Linie verantwortlich für die Bewältigung der Klimakrise? 62 von 89 Antwortenden nannten den Staat (Regulierung, Subventionen), 16 die Einzelnen, 11 die Unternehmen. Was haben Sie wegen des Klimawandels geändert? Am häufigsten: weniger Fleisch (76), weniger fliegen (72), grün oder grünliberal wählen (59).

  3. 17:40–17:55
    Den eigenen CO₂-Fussabdruck kennen

    Wie myclimate die Emissionen von Personen, Unternehmen, Produkten und Anlässen berechnet (CO₂-Äquivalente, Lebenszyklusanalyse) und Reduktionen in Klimaschutzprojekten misst. Die Botschaft: man kann nur steuern, was man kennt — Fussabdruck kennen, so viel wie möglich reduzieren, den Rest kompensieren, und sich von der Komplexität nicht abschrecken lassen.

    Kathrin Dellantoniomyclimate
  4. 17:55–18:15
    Klimadaten in der Finanzwelt

    «What can’t be measured, can’t be managed»: Finanzentscheide beruhen auf Daten, und ohne Klimadaten ist der Klimawandel für sie nicht relevant. Regula Hess zeigte, welche Risiken die Daten erfassen (direkte, Lieferketten-, politische und Marktrisiken) und wo es hapert: Zugang, Vergleichbarkeit und Standardisierung, Interpretation. Umfrage dazu: 54 von 85 wussten nicht, ob ihre Pensionskasse nachhaltig anlegt; 71 von 85 finden, sie sollte es selbstverständlich tun.

    Regula HessQ_PERIOR, foraus
  5. 18:15–18:35
    Klimaindikatoren der Schweiz

    Was die Daten des Bundes belegen: die Erwärmung (MeteoSchweiz), ihre Folgen (BFS, Swiss TPH) und den Verlauf der Schweizer Treibhausgasemissionen gegenüber den Zielen des Übereinkommens von Paris — die Grundlage, um Massnahmen zu begründen und die Zielerreichung zu überprüfen. Dazu die grössten Hebel der Einzelnen: Mobilität, Ferien ohne Flugzeug, Konsum, und die eigenen Geldanlagen.

    Carla GrossBundesamt für Umwelt (BAFU)
  6. 18:35–18:50
    Podium und Fragen aus dem Publikum

    Unter anderem: Taugen Crowdsourcing- und Citizen-Science-Daten für Forschung und Finanzmarkt? Wie transparent sind kommerziell gehandelte Klimadaten? Gibt es offene Alternativen zur Ökobilanz-Datenbank ecoinvent? Welche Daten wünscht man sich von den Kantonen? Was braucht es, damit Politik und Unternehmen ehrgeiziger werden? 27 Fragen kamen über das Q&A, dazu Hinweise auf offene Daten wie die Base Carbone der französischen Regierung und die Klimaszenarien CH2018.

    Vera EichenauerModerationKathrin DellantoniomyclimateRegula HessQ_PERIOR, forausCarla GrossBundesamt für Umwelt (BAFU)
  7. 18:50–19:00
    Call to Action und Abschluss

    Je drei Minuten Schlussplädoyer: was geschehen muss, damit Klimadaten besser genutzt werden, und was jede und jeder beitragen kann.

    Kathrin DellantoniomyclimateRegula HessQ_PERIOR, forausCarla GrossBundesamt für Umwelt (BAFU)

Organisationsteam

  • Nikki BöhlerOpendata.ch
  • Lena MouradData Café

Sponsor

  • Stiftung Mercator Schweiz

Kommunikationspartner

  • BFH Wirtschaft
  • Project Oasis
  • Climathon
  • Circular Economy Transition
  • Eaternity
  • GreenBuzz Zurich
  • Stiftung myclimate - The Climate Protection Partnership
  • responsAbility Investments AG
  • foraus
  • Inyova