#hackdaysreport Energy Data Hackdays 2021
- Energy
- Hackathon
Am 24. und 25. September fand im Hightech Zentrum Aargau die dritte Ausgabe der Energy Data Hackdays statt. 85 Teilnehmende – von Data Scientists und Energiefachleuten bis zu Studierenden und emeritierten Fachleuten – arbeiteten an 14 spannenden Challenges und brachten ihr Wissen ein.
Wir haben uns sehr gefreut und waren stolz zu sehen, dass einige Projekte aus früheren Jahren aufgegriffen und weitergeführt wurden – das zeigt, wie wichtig Kontinuität und eine konsequente Dokumentation der Arbeit sind. Viele Projekte befassen sich damit, Informationen aus der sehr fragmentierten Energielandschaft der Schweiz zu vereinheitlichen und zusammenzuführen, dazu kommt das Dauerthema der Visualisierung von Energiedaten: Wie lassen sich die Daten benutzerfreundlich darstellen? Welche Muster lassen sich durch eine visuelle Analyse der Daten erkennen?
Nach zwei äusserst produktiven Tagen präsentierten die Teams an den Schlusspräsentationen greifbare Prototypen ihrer hochspezifischen und beeindruckenden Lösungen. Die Rückmeldungen der Challenge Owner waren sehr positiv, und wir sind zuversichtlich, dass die meisten von ihnen die weiteren Entwicklungen unterstützen werden.
Ein grosses Dankeschön und herzliche Gratulation an alle Teilnehmenden und Sponsoren!
Wir freuen uns schon darauf, euch alle nächstes Jahr wiederzusehen – voraussichtlich am 16. und 17. September 2022!
Hier ein kurzer Überblick über die verschiedenen Projekte. Dokumentation, Folien und Pitches findet ihr unter den Links!
Diese Challenge arbeitete an einer Visualisierungsplattform für hochaufgelöste Energiedatensätze und verglich die Zeitreihen über die Zeit, um Entwicklungen im Elektrizitätssektor besser analysieren zu können.
Aufbau einer Plattform, auf der Nutzerinnen und Nutzer ihre hochaufgelösten persönlichen Smart-Meter-Energiedaten spenden und hochladen können. Dies würde die Energiewende mit fairer und demokratischer Innovation unterstützen.
Spatio-temporal Model of an On-Shore Wind Farm
Diese Gruppe erstellte erfolgreich eine Visualisierung und ein Graphennetzwerk eines Windparks, um die Stromproduktion besser vorherzusagen und Steuerungsstrategien zu optimieren.
Diese von VIA gesponserte Challenge entwickelte auf Basis von drei verschiedenen Smart-Meter-Datensätzen 9 neue Modellvorschläge, mit denen Nutzerinnen und Nutzer ihre eigenen Datensätze vorab testen können.
Digital Twins for Domestic Energy Systems
Diese Gruppe erstellte mit Sensordaten von digitalen Zwillingen verschiedene Visualisierungen und Machine-Learning-Modelle. Zudem untersuchte sie den möglichen Nutzen und die Risiken des Einsatzes digitaler Zwillinge für neue Dienstleistungen.
Trends in Tertiary Energy Prices
Diese Gruppe nutzte Random-Forest-Modelle, um die Bedeutung der Variablen zu messen, die die Preise für Tertiärregelenergie beeinflussen.
Prequalification of Resources with Limited Energy Reservoir (LER)
Überarbeitung der Präqualifikation, die für die Teilnahme am Markt für Systemdienstleistungen nötig ist, damit mehr LER-Ressourcen einbezogen werden können.
Climate Neutral Cities – St. Gallen
Diese Gruppe erstellte den Prototyp einer Online-Plattform, die einen Überblick über verschiedene Energievariablen (z. B. die Art des Heizsystems) diverser Gebäude in der Stadt bietet.
Electricity “Heartbeat” 2035 in the Canton of Zurich
Diese Challenge erstellte räumliche Visualisierungen, um besser zu verstehen, wo und wann im Jahr 2035 im Netz des Kantons Zürich Strom produziert und verbraucht wird.
Hier ging es darum herauszufinden, zu welchen Zeiten das Laden eines Elektrofahrzeugs «grüner» ist, indem die CO2-Intensität des Ladens über verschiedene Zeiträume analysiert wurde. Die ersten Analysen zeigen ein CO2-Reduktionspotenzial von bis zu 25 % durch die Verschiebung der Ladezeiten.
Interoperability Plug-Test for Smart Meter’s Local Data
Diese Gruppe erarbeitete den Entwurf eines Standards, um die Veröffentlichung von Daten und Profilen verschiedener Smart Meter zu harmonisieren, beginnend mit 4 verschiedenen Modellen. Erst wenn die Messwerte und Ausgaben von Smart Metern standardisiert sind, können wir die gesamten Verbrauchs- und Prosumptionsmuster analysieren und damit die Energieproduktion optimieren.
Ziel war es hier, die Möglichkeiten zur Finanzierung von Projekten für erneuerbare Energien mittels Tokenisierung und Teilbesitz an digitalen Vermögenswerten zu untersuchen. Die Gruppe arbeitete an Prozessen, die in der Geschäftspipeline bisher meist vernachlässigt wurden, und konnte die Benutzerverwaltung und die Auslösung von Zahlungen prototypisch umsetzen.
Um Mieterinnen und Mietern bei der Wahl nachhaltiger Wohnungen zu helfen, erstellte diese Gruppe eine API, die Photovoltaik-Energiedaten aus der Schweiz und der EU nutzt, um für jede Liegenschaft (im Datensatz) einen Nachhaltigkeitswert bzw. ein Label zu berechnen. Vorerst stützt sich dieser hauptsächlich auf die mögliche PV-Produktion am Standort.
