#hackdaysreport Smart City Lab in Lenzburg 2020: die Ergebnisse!

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Und los ging’s!
In der schönen Aula Blecherain, geblendet von der Oktobersonne, versammelte sich das Organisationskomitee und übertrug die Ankündigungen der Challenges, die während des Smart City Lab Lenzburg bearbeitet werden sollten.

Eigentlich vor Ort geplant, fand dieser kollaborative Ideenworkshop über die Zukunft des Zusammenlebens online statt. Ein Online-Anlass fühlt sich eigentlich sehr abstrakt an: Eine einsame kleine Zahl am unteren Rand des Bildschirms verrät, wie viele andere Bildschirme ebenfalls eingeschaltet sind…
Doch sobald sich Gruppen bilden, Slack zu piepsen beginnt und Gespräche aus den Computerlautsprechern tönen, wird es plötzlich real: Es passiert!
Menschen denken tatsächlich gemeinsam nach, um ein Problem zu lösen.
Tatsache ist, dass schon das Setting eine Herausforderung ist: Fast jeder Schritt des Workshops, von der Teambildung bis zur Problemdefinition, von der Co-Creation bis zur Präsentation, erfordert bis heute eine andere Software. Doch schon bald waren die Abläufe für alle klar, und die Diskussionen konzentrierten sich auf Ideen, Prozesse und Ergebnisse.

Während dieser zwei intensiven Tage durften wir fünf kurze Präsentationen und Inputs zu verschiedenen Aspekten von Smart-City-Werkzeugen und smarter Nachhaltigkeit begrüssen: Ein Smart-City-Werkzeug ist die erfolgreiche App „Züriwieneu“, vorgestellt von ihrem Projektleiter bei der Stadt Zürich, Christian Gees. Sie ermöglicht es der Bevölkerung, Schäden und Probleme in der Stadt zu melden, nutzt so die kollektive Intelligenz und leitet sie an die zuständigen Dienststellen der Stadt weiter.
Das Potenzial der Datenanalyse für Planung und Optimierung in Städten präsentierte Luis Gisler von Cividi.ch, der uns ihre Datenvisualisierungsplattform gemeindescan.ch vorstellte.
Interessante Einblicke in ein neues Planungs- und Evaluationswerkzeug «Smart Site» gab Regina Flury vor Arx von novatlantis.ch für EnergieSchweiz. Die allgemeine Entwicklungsstrategie solcher Areale stellte Daniel Kellenberger, Projektleiter für 2000-Watt-Areale in der Deutschschweiz bei EnergieSchweiz, vor.
Und ein Team der Universität Bern präsentierte «Smart Town», ein Gesamtkonzept für ein besseres Management von Kulturanlässen in kleinen und mittleren Städten.

Letztlich: So virtuell der Anlass war, so real wurden die Ergebnisse.
Auch diesmal brachte dieser kollaborative Workshop eine Ernte an sehr vielversprechenden Kontakten, Kooperationen, Entwürfen und Prototypen.

Der sehr interessante Aspekt des Smart City Lab Lenzburg ist die Bottom-up-Bewegung, die es auslöst: Obwohl massgeschneidert für sehr lokale Fragen, packen die Projekte nationale oder zuweilen sogar globale Fragen an.

Smart-Recycling-Station
Präsentierte ein Konzept für eine smarte Abfallsammelstelle: solarbetriebene Abfallbehälter mit RFID- & Meldefunktion sowie eine spielerische Interaktion mit den Nutzenden (App, Zutrittskarte inklusive Belohnungssystem). https://hack.opendata.ch/project/547

Belebung Altstadt oder das Erwachen des Dornröschens :
Ein Konzept für eine App-Plattform ermöglicht es den verschiedenen Nutzerinnen und Nutzern der Stadt, leicht zu finden, was die Stadt zu bieten hat: vom täglichen Bedarf bis zu Freizeit und Kultur finden Konsumentinnen und Konsumenten, was sie suchen, und mehr, während Geschäftsinhaber die besten Flächen für ihr Angebot ermitteln können. https://hack.opendata.ch/project/661

Lenzburg electrically independant
Mit Blick auf diese ferne Vision analysierte das Team die aktuelle Situation in einer umfassenden Übersicht und entwarf hypothetische Szenarien. https://hack.opendata.ch/project/664

Photovoltaics /ZEV im Lenz
Das Team erstellte eine vertiefte Analyse und ein Modell des Photovoltaikpotenzials, der Nutzung und der Machbarkeit des Projekts auf den Dächern einer neuen Überbauung.  https://hack.opendata.ch/project/608

Energy-counselling of the future
Nachdem das Team die Bedürfnisse und Potenziale einer individuellen, massgeschneiderten Beratung für die Akteure des Energiesektors genau abgeklärt hatte, legte es eine Roadmap fest, um ein Werkzeug zu schaffen, das die neuen Instrumente (Smart Meter, IoT, KI) für die individuelle Verbrauchsanalyse nutzt, um den Service zu verbessern und die Energiewende zu fördern. https://hack.opendata.ch/project/662

Connecting neighbourhoods
Das Team entwarf eine offene, modulare Kommunikations- und Dienstleistungsplattform für die Stadt, auf der sich Einwohnerinnen und Einwohner, Dienstleister, Geschäfte sowie kulturelle und soziale Akteure informieren und austauschen können – als Anreiz und Förderung für eine lebendige Interaktion zwischen den verschiedenen Quartieren der Stadt.https://hack.opendata.ch/project/611

Toolkit for urban data collection
Dieses Team entwickelte eine einfach zu bedienende Software für ein Set kostengünstiger Sensoren, um die Schwelle für kontinuierlichere Messungen städtischer Variablen (etwa Verkehrsflüsse) zu senken. Das Sammeln hochwertiger Daten ermöglicht es, die aktuelle Situation zu beurteilen, und unterstützt die Entscheidungsfindung. https://hack.opendata.ch/project/660