Visueller Zugang zum Stadtberner Budget 2012 dank Berner Open Data Hackday

Ende April fand an der Universität Bern der erste Berner Open Data Hackday statt. Die rund 40 Teilnehmenden programmierten einen Nachmittag lang Applikationen zur Visualisierung von Open Government Data. Unter anderem wurden die Finanzen der Stadt Bern unter die Lupe genommen.

Den etwa vierzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer standen unter anderem Daten des Stadtberner Budgets 2012 und Geodaten des Kantons Bern zur Verfügung. Das sind einige Visualisierungen und Anwendungen, welche die Teams am Hackday zu entwickeln begonnen haben:

  • Budget 2012 Stadt Bern
    Inspiriert von der Visualisierung von Obama’s Budgetvoranschlag 2013, welche die New York Times erstellt hat, wurden die Nettoausgaben im Stadtberner Budgets 2012 nach Departementen und Produktgruppen aufgeschlüsselt visualisiert.
  • Mys Quartier
    Die Anwendung “Mys Quartier”, Berndeutsch für “Mein Quartier”, will seine Nutzer dereinst anhand verschiedener Suchkriterien das für sie passendste Stadtberner Quartier finden lassen.
  • Can I have a swim
    Die Idee hinter dieser Anwendung ist es, Schwimm- und Badebegeisterte einfach und schnell wissen zu lassen, wie warm oder kalt die Flüsse im Kanton Bern gerade sind.
  • Bake Open Data
    Um Sinn und Zweck des Open Data Hackdays gerade auch für Nicht-Enwickler sinnlich erfahrbar zu machen, visualisiert dieser Kuchen Ernährungs-Daten, die u.a. das Bundesamt für Statistik zur Verfügung stellt.
  • Wear Open Data
    Das T-Shirt für die Teilnehmer des Hackdays visualisiert ebenfalls Daten des Bundesamts für Statistik zur ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen.

Alle Projekte sind im Wiki – nach bestem Wissen und Gewissen – dokumentiert. Die Orga­ni­sa­to­ren dan­ken allen Teil­neh­mern und den Sponsoren Puzzle ITC, Netcetera, basis06 sowie den Fachleuten von Kanton und Stadt Bern für ihre Unter­stüt­zung und freuen sich auf die nächs­ten Schritte für mehr Datendemo­kra­tie in der Schweiz.

Medi­en­be­richte & Blogposts:

Erster Berner Open Data Hackday

Am Freitag, 27. April 2012 findet an der Universität Bern der erste Berner Open Data Hackday statt. Die rund 40 Teilnehmenden programmieren einen Nachmittag lang Applikationen zur Visualisierung von Open Government Data. Unter anderem werden die Finanzen der Stadt Bern unter die Lupe genommen.

Am Freitag, 27. April 2012 kommen zum ersten Mal in Bern Ideen- und Datengeber, Designer und Software-Entwickler zusammen, um gemeinsam öffentlich verfügbare Daten zu visualisieren und interaktive Web-Applikationen zu programmieren. Für diesen so genannten Open Data Hackday haben sich bereits rund 40 unterschiedlichste Personen angemeldet. Mitwirken werden Berner Stadträte, Experten des Kantons Bern, Informatikstudenten, Programmierer, Forscher der Universität Bern und der Berner Fachhochschule, Unternehmer, Grafiker und viele mehr. In Gruppen werden sie unter anderem Geodaten vom Kanton Bern, Abstimmungsdaten von Smartvote sowie Finanzdaten der Stadt Bern verwenden, um neuartige visuelle Darstellungen zu entwickeln.

Der Open Data Hackday wird ermöglicht durch die grosszügige Unterstützung der Informatik-Firmen Puzzle, Netcetera und basis06 sowie durch den Gastgeber Prof. Dr. Thomas Myrach, Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern. Der Hackday findet von 13:00 bis 21:30 Uhr an der Universität Bern, Institut für Wirtschaftsinformatik, Engehaldenstrasse 8 im Raum 111 statt. Weitere Informationen sowie die Anmeldung sind zu finden auf http://make.opendata.ch/bern/

Auch Medienvertretende sind eingeladen, am ersten Berner Open Data Hackday inhaltlich oder als Berichterstatter teilzunehmen.

Kontakt Organisationsteam Verein Opendata.ch:
– Dr. Mat­thias Stür­mer, matthias.stuermer@opendata.ch, +41 76 368 81 65
– Oleg Lavrovsky, oleg.lavrovsky@opendata.ch

Innovationsschub für den Schienenverkehr – Verkehrsdienstleister und Community am selben Tisch

Die Forderung nach offenen, für die Allgemeinheit kostenlos zugänglichen Mobilitäts-, Umwelt-, Gesundheits-, Infrastruktur- und weiteren Behördendaten hat vergangenes Wochenende weitere Unterstützung erhalten. Der Verein Opendata.ch hatte zu den 2. Schweizer Make.opendata.ch-Hackdays in Zürich und Genf geladen, und 120 Hacker, Designer, Politiker und Experten fanden zusammen, um mittels gutartigen “Hacks” an effizizenterem, sozialerem – besserem – Verkehr zu arbeiten.

Nach den thematisch offenen ersten Make.opendata.ch-Hackdays Ende September 2011 in Zürich und Lausanne arbeiteten die Teilnehmer dieses Mal an Anwendungen und Visualisierungen mit Daten des öffentlichen Verkehrs. Um die Innovation im Mobilitätsbereich weiter zu fördern, hat der Verein Opendata.ch die “Swiss Public Transport”-API veröffentlicht.

Innovative Anwendungen und Visualisierungen

Der Nutzen von offen zugänglichen Daten wird für eine breitere Öffentlichkeit erst mittels Anwendungen und Visualisierungen ersichtlich. Folgende Projekte haben die Teilnehmer innert knapp 24 Stunden umgesetzt:

  • Transport Flows: Auf der Basis von Swisstrains.ch vermittelt diese interaktive Visualisierung auf eindrückliche Weise die Ströme des öffentlichen Verkehrs in der ganzen Schweiz im Tagesverlauf. Auf einen Blick wird klar, wo der öffentliche Verkehr wie stark pulsiert.
  • Tangible Statistics
    Eine andere Möglichkeit, Daten eindrücklich erfahrbar zu machen, ist ihre dreidimensionale Umsetzung in Objekte. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Mittels eines 3-D-Printers wurden statistische Daten in die Form von Ohrringen, Schachfiguren oder Eierbecher gebracht.
  • TrainSharingApp
    Immer mehr Menschen pendeln. Was, wenn man einfach und schnell herausfinden könnte, ob jemand, den man kennt, im selben Zug sitzt? Und am besten gleich auch, wo? Genau dafür ist die kurz vor ihrer Fertigstellung stehende “TrainSharingApp” da.
  • GottaGo
    Basierend auf der Idee einer Busstop-Lampe wurde “GottaGo” als ein universelles Tool entwickelt, mit dem man auf verschiedenen Endgeräten die richtige Zeit finden wird, um auf den Bus, das Tram oder den Zug zu gehen.

Das sind nur einige Projekte, die am Anlass in Zürich umgesetzt wurden. Alle Projekt-Dokumentationen und Links auf Demos finden sich hier. In Genf wurden zeitgleich ebenfalls eine ganze Menge von Anwendungen und Visualisierungen entwickelt (detaillierte Informationen folgen in einem separaten Blogpost).

  • Die Stadt Genf verfügt bereits über ein relativ umfangreiches Geoinformations-Datenportal. Eine Anwendung die Lärm- und Luftverschmutzungsdaten auf innovative Weise nutzen will, ist die SiesteApp, die einem den nächstgelegenen Ort für ein ruhiges, gesundes Nickerchen vorschlagen will.

Das Engagement der Teilnehmer war hoch und führte in Zürich wie Genf vor Augen, wie öffentliche und private Verkehrsdienstleister, High-Tech, Design und Demo­kra­tie pro­duk­tiv zusam­men­fin­den können.

Zusammenarbeit zwischen Behörden, Privaten und der Community

Diesem Engagement der Community sind auch Vertreter der SBB durchaus aufgeschlossen. Das Statement von Patrick Comboeuf, Director E-Business Schweizerische Bundesbahnen SBB, ist Ausdruck des wachsenden gegenseitigen Vertrauens:

Die Modalitäten eines offenen Zugangs zu ÖV-Daten (Geo/Fahrplan etc.) werden in den nächsten Monaten vertieft mit den verschiedenen Stakeholdern erörtert. Vor diesem Hintergrund sieht die SBB die make.opendata.ch Veranstaltungen auch als Dialogplattform, um entsprechende Transparenz zu schaffen.

Balthasar Glättli, Nationalrat und Mitglied des Kernteams der Parlamentarischen Gruppe “Digitale Nachhaltigkeit”, besuchte den Anlass in Zürich und unterstützte die Veröffentlichung der “Swiss Public Transport”-API mit den Worten:

Wenn man einen Dinosaurier nicht an den Füssen kitzelt, weiss man auch nicht, ob er lächelt.

Nächste Hackdays und Anlässe folgen Schlag auf Schlag

Am 27. April findet der Berner Make.opendata.ch-Hackday statt. Für den halbtägigen Anlass kann man sich ab sofort hier anmelden.

Am 28. Juni findet in Zürich die diesjährige “Opendata.ch 2012”-Konferenz statt. Gastgeber ist die Stadt Zürich. Informieren und anmelden kann man sich hier.

Am 28. und 29. September finden die nächsten zweitägigen Make.opendata.ch-Hackdays statt. Dann zum Thema “Gesundheit”. Interessierte Behörden und Private, die der Community Daten zur Verfügung stellen möchten, sind aufgerufen, sich beim Verein Opendata.ch zu melden (Kontakt).

Die Organisatoren danken allen Teilnehmern und den Sponsoren internet-briefing.ch sowie VTX für ihre grosse Unterstützung und freuen sich auf die nächsten Schritte für mehr Datendemokratie in der Schweiz.

Medienberichte & Blogposts:

Opendata.ch 2012 Konferenz am 28. Juni in Zürich

Das Interesse an der ersten Opendata.ch-Konferenz im vergangenen Juni im Bundesarchiv in Bern hat die Erwartungen aller Beteiligten übertroffen. Gastgeberin der diesjährigen Konferenz vom 28. Juni 2012 in Zürich ist die Stadt Zürich mit der Initiative «eZürich». Die Stadtverwaltung Zürich lanciert zeitgleich das erste Schweizer Open-Government-Data-Portal auf Gemeindeebene. Die Ergebnisse der ersten umfassenden Studie zu Open Government Data (OGD) in der Schweiz werden vorgestellt. Das Tagesprogramm umfasst prominente nationale und internationale Red­ner sowie interaktive Experten-Workshops zu vier Hauptthemen.

Seit der letztjährigen Konferenz hat sich in der Schweiz einiges Konkretes rund um OGD getan. Ziel der diesjährigen Konferenz ist es, die Fortschritte vorzustellen, Rahmenbedingungen zu klären und weitere mögliche Schritte gemeinsam zu diskutieren. Am 28. Juni 2012 wird Stadtrat und Finanzvorstand Martin Vollenwyder den Konferenzvormittag eröffnen und die Ziele vorstellen, welche die Stadt Zürich mit der Lancierung des ersten Schweizer OGD-Portals verfolgt. An der Konferenz werden zudem die Ergebnisse der ersten umfassenden OGD-Studie der Schweiz präsentiert, die die Berner Fachhochschule zusammen mit Partnern durchgeführt hat. Ziel der Studie ist es, mit einer OGD-Roadmap den Entscheidungsträgern in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft den Weg zur Nutzung von OGD in der Schweiz aufzuzeigen. Nötig dazu sind eine öffentliche Diskussion und das Ergreifen von zweckmässigen Massnahmen.

Am Nachmittag stehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vier parallele Tracks zu den Themen «Mobilität», «Gesundheit», «Finanzen & Beschaffung» sowie «Wissenschaft» zur Auswahl. Im Rahmen der einzelnen Tracks halten ausgewiesene Experten aus dem In- und Ausland kurze Impulsreferate, zu denen sich die Anwesenden im Anschluss moderiert austauschen können. Wie bereits an der letztjährigen Konferenz wird der Vernetzung verschiedener Akteure aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Politik grosse Bedeutung beigemessen und entsprechend Zeit zur Diskussion zur Verfügung gestellt. Unter anderem haben folgende Referenten bereits ihre Teilnahme zugesagt:

  • Prof. Nigel Shadbolt, Mitglied des UK Public Sector Transparency Board,
  • Daniel Dietrich, Open Knowledge Foundation Deutschland,
  • Martin Kaltenböck, Kooperation OGD Österreich,
  • Prof. Abraham Bernstein, Universität Zürich und
  • Rufus Pollock, Direktor Open Knowledge Foundation UK.

Zum Abschluss der Konferenz berichten die Moderatoren der vier Tracks im Plenum über die Ergebnisse aus den einzelnen Themenbereichen. Neben der Stadt Zürich als Gastgeber und Sponsor machen die Vorstandsmitglieder des im Januar 2012 gegründeten Vereins Opendata.ch die Konferenz mit ihrem ehrenamtlichen Engagement möglich. Der Verein /ch/open (Swiss Open Sys­tems User Group) koordiniert die Anmeldungen.

Datum: Donnerstag, 28. Juni 2012
Dauer: 9 Uhr bis 17 Uhr, anschliessend Apéro
Ort: Hotel X-TRA
Limmatstrasse 118
CH-8005 Zürich
Lageplan
Anmel­dung: Bis 31. März 2012 können sich Interessierte zum ermässigten Preis von 120 CHF inkl. Stehlunch (statt 150 CHF) anmelden.
http://opendata.ch/2012/register
Mitglieder von Opendata.ch, /ch/open und SI bezahlen 70 CHF statt 150 CHF.

Kontakt «Opendata.ch 2012»-Konferenz:

Gastgeber: Initiative «eZürich» (Stadt Zürich)
Andreas Németh, eZürich-Gesamtprojektleiter eGovernment
andreas.nemeth@zuerich.ch, +41 44 412 93 88

Veranstalter: Verein Opendata.ch
Andreas Amsler, Community & Kommunikation Deutschschweiz
andreas.amsler@opendata.ch, +41 79 518 32 37

Antoine Logean, Community & Communication Suisse Romande
antoine.logean@opendata.ch, +41 079 351 84 82

make.opendata.ch: Mobility Hackdays

Für besseren Verkehr dank offener Daten.

> traduction française

Die Schweiz pulsiert im Rhythmus der Verkehrsadern: Strasse und Bahn, Velofahrer, Automobilisten und ÖV-Benutzer erzeugen nicht nur grosse Mengen von Daten, ihr Verhalten wird auch massgeblich durch diese gesteuert – Verkehrsleitsystemen und Echtzeitfahrplänen sei Dank. An einem so genannten Mobility Hackday will make.opendata.ch Ende März das Innovationspotential ausloten. 

Mobilitätsdaten sind eine gefragte Grundlage für technologische Innovationen wie politische Entscheidungsprozesse. Anders als in andern Ländern sind sie in der Schweiz aber allzu oft nicht öffentlich verfügbar oder frei verwendbar – für ein Land mit einer verkehrstechnischen Ingenieurstradition wie der Schweiz ein Kuriosum. Seit einiger Zeit beginnt sich die Situation jedoch zu ändern: Softwareentwickler und Designer, Mobilitätsplaner und andere Experten arbeiten mehr und mehr an offenen Systemen für besseren Verkehr.

Am 30. und 31. März treffen sich zeitgleich in Zürich (Falcone) und Genf (Haute école d’art et de design (HEAD)) im Rahmen der zweiten make.opendata.ch-Hackdays Gestalter, Denker und Macher, um zusammen der Frage nachzugehen, wie sich mit offenen Daten einfachere, freundlichere oder praktischere Nutzungsmöglichkeiten unserer Verkehrsinfrastruktur erschliessen lassen. In kurzen Referaten und offenen Workshops werden Mobile Apps, Visualisierungen, Webapplikationen und Mashups konzipiert und entwickelt, gemeinsam von Nutzern, Anbietern und Experten. Die Veranstaltung unter Mitwirkung der SBB und von Internet Briefing ist kostenlos.

Um frühzeitige Anmeldung wird gebeten. Die Veranstaltung dauert von Freitag 9 Uhr bis Samstag 17 Uhr.

Make.opendata.ch ist eine Veranstaltung des Vereins Opendata.ch, hervorgegangen aus einer Initiative von /ch/open und SI.

Kontakt Deutschschweiz: Andreas Amsler, 079 518 32 37

Bund will Schweizer Wetterdaten öffnen

Meteorologie und Klimatologie sind für jede Gesellschaft und für jede Volkswirtschaft von grosser Bedeutung. Meteorologische Daten, Analysen und Vorhersagen sind wichtige Faktoren für die Steuerung vieler Prozesse und für viele Entscheidungen – so der Bundesrat in der Botschaft zur Revision des Meteorologiegesetzes.

Im Rahmen einer grundlegenden Reform von MeteoSchweiz soll damit die schweizerische Volkswirtschaft Zugang zu einem kostenlosen Grundangebot an meteorologischen und klimatologischen Daten und Dienstleistungen erhalten – der Datenzugang wird liberalisiert werden, Daten und ein Basisangebot an Dienstleistungen werden als «Service public»-Leistungen zur Verfügung gestellt.

Die bundesrätliche Botschaft erläutert weiter:

Das Institut erbringt seine Basisdienstleistungen kostenlos und erhält hierfür Abgeltungen. Mit der kostenlosen Abgabe der Daten wird deren Nutzung gefördert und damit ihr volkswirtschaftlicher Nutzen gesteigert.

Damit folgt die Schweiz einer international etablierten Praxis der Offenheit: durch die Freigabe der essentiellen Daten wird deren volkswirtschaftlicher Nutzen erwiesenermassen multipliziert. Wir erfahren entsprechend aus der Medienmitteilung:

Mit der geplanten Freigabe der Wetter- und Klimainformationen folgt die Schweiz einem internationalen Trend. Auf europäischer Ebene haben 26 staatliche Wetterdienste die Oslo Deklaration zur Datenpolitik unterschrieben. Die Deklaration verlangt den direkten Zugang zu meteorologischen Basisdaten und Produkten und die Freigabe der wirtschaftlichen Weiterverwendung. (..) Zudem sollen durch die Umsetzung der Open Government Data Strategie Innovation und Entwicklung neuer Produkte auf dem privaten Wettermarkt gefördert werden. 

MeteoSchweiz wird im Zug der Reform als öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes spezialisierte Daten und Leistungen kostenpflichtig erbringen und sich somit verstärkt auch am Markt zu orientieren haben – Effizienzsteigerung wird erwartet, Konkurrenzdruck entsteht.

Entsprechend sind denn auch bereits diverse kritische Stimmen zu vernehmen. In der Vernehmlassung lehnte etwa die Grüne Partei die Auslagerung von MeteoSchweiz ab, sie sei “unnötig und finanzpolitisch motiviert”, der Gewerkschaftsbund warnt vor Personal- und Qualitätsabbau und beklagt “bürokratische Überreglementierung”. Vereinzelte Kritik aus der Privatwirtschaft wird ebenfalls laut: schliesslich wird durch die neue Datensituation das Spielfeld für Anbieter weit geöffnet, das Potential der Daten kann und wird viel breiter genutzt werden, es entsteht neuer Konkurrenz- und Innovationsdruck.

Klar für die Reform waren in erster Linie ein Grossteil der Kantone, und auch Opendata.ch begrüsst die geplante Reform explizit: staatliche Datensammlungen zugunsten der Allgemeinheit zu öffnen und so besseren Service, mehr Innovation, mehr Wettbewerb und letztendlich auch mehr Arbeitsplätze zu schaffen, muss das Ziel einer bewussten, zukunftsgerichteten Datenpolitik sein. Diese Daten sind, gerade in Zeiten klimatischer Veränderungen, zu relevant und zu wertvoll als dass ihr Potential nicht voll ausgeschöpft werden dürfte.

Welche innovativen neuen Wetterdienste würden Sie sich wünschen?

Verein Opendata.ch offiziell gegründet: Jetzt Mitglied werden – Agenda 2012

(>traduction française en bas)
Es ist geschafft. Die Gründung des Vereins Opendata.ch am 19. Januar 2012 ist ein wichtiger Schritt, unser gemeinsames Ziel, Open Data und Open Government Data in der Schweiz realisiert zu sehen, zu erreichen.

Über 50 Interessierte aus der Deutschschweiz und der Romandie haben am 19. Januar 2012 in der Berner Fachhochschule den Verein Opendata.ch aus der Taufe gehoben. Die Anwesenden haben die Statuten verabschiedet und die folgenden Vorstandsmitglieder gewählt (s. Protokoll): André Golliez (Präsident), Hannes Gassert (Vizepräsident), Barnaby Skinner (Kassier), Andreas Amsler (Community & Kommunikation DE), Christian Laux (Recht), Antoine Logean (Community & Kommunikation FR), Giorgio Pauletto (Romandie), Matthias Stürmer (Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit). Der Vorstand bedankt sich bei allen Anwesenden, heisst die ersten Vereinsmitglieder herzlich willkommen und lädt alle Interessierten ein, sich für unser gemeinsames Ziel einzusetzen. Mehr Informationen über Möglichkeiten, wie man sich engagieren kann, folgen in Kürze. Einen Überblick über die Stossrichtungen bietet das Manifest.

Jetzt Mitglied werden

Hier finden Sie die Statuten des Vereins Opendata.ch: Statuten Version 1.00, 19. Januar 2012 (PDF)
Hier können Sie Ihre Mitgliedschaft auswählen und abschicken: zum Formular. Herzlich willkommen!

Ausblick auf einige Veranstaltungen 2012 von Opendata.ch

  • Make.opendata.ch-Hackday: 30./31. März 2012 zum Thema Mobilität in Zürich und Genf
  • «opendata.ch 2012»-Konferenz: 28. Juni 2012 in Zürich (mit Unterstützung der Stadtverwaltung)
  • Make.opendata.ch-Hackday: Herbst 2012 (voraussichtlich zum Thema Gesundheit)

Open Government Data-Studie Schweiz

Vorgängig zur eigentlichen Gründungsversammlung orientierten André Golliez und Prof. Reinhard Riedl über die Open Government Data Studie Schweiz, welche die Berner FH zusammen mit der Firma itopia ag (Zürich) und weiteren Projektpartnern von November 2011 bis Juni 2012 durchführt und die von der Gebert Rüf Stiftung finanziert wird. Anbei die Slides von André Golliez: PDF.

Naissance de l’association Opendata.ch

Avec la création jeudi 19 janvier 2012 de l’association Opendata.ch, une étape importante a été marquée dans l’établissement en Suisse du mouvement Open Government Data (OGD). 

Près d’une cinquantaine de personnes se sont retrouvées le 19 janvier 2012 à la Haute Ecole spécialisée de Berne pour fonder l’association Opendata.ch. Après présentation et acceptation des statuts, le comité suivant a été nommé (cf. protocole; pour l’instant uniquement en allemand): André Golliez (président), Hannes Gassert (vice-président), Barnaby Skinner (caissier), Andreas Amsler (communauté & communication DE), Christian Laux (Recht), Antoine Logean (communauté & communication FR), Giorgio Pauletto (Romandie), Matthias Stürmer (Groupe Parlementaire pour une Informatique Durable).

Vous trouverez ci-dessous les informations nécessaires vous permettant de devenir membre de l’association. Le Manifeste (pour l’instant uniquement en allemand, une traduction française est en court) vous rappelle les lignes directrices et les motivations du mouvement Open Government Data en Suisse.

Comment devenir membre ?

Après avoir pris connaissance des statuts de l’association (PDF) (la version 1.00 du 19 janvier 2012 n’est pour l’instant disponible qu’en allemand. Une traduction française est en cours.) vous pouvez remplir et nous envoyer le formulaire d’adhésion.

Calendrier 2012

  • Hackathon Make.opendata.ch de 30 au 31 mars 2012 sur le thème de la mobilité, conjointement à Genève et Zurich;
  • Conférence annuelle «opendata.ch 2012» le 28 juin 2012 à Zurich (avec le soutien de la ville);
  • Hackathon Make.opendata.ch en automne 2012, très probablement sur le thème de la santé.

Étude Open Govern­ment Data en Suisse

La cérémonie de fon­da­tion de l’association fût également l’occasion de lancer officiellement l’Étude Open Govern­ment Data en Suisse, étude réa­lisée par la Haute école spé­cia­lisée ber­noise en col­la­bo­ra­tion avec la société ito­pia ag (Zürich) et divers autres par­ten­ai­res. Ce tra­vail de recher­che financé par la fon­da­tion Gebert Rüf a débuté au mois de novem­bre 2011 et se ter­mi­nera en juin 2012. Pour plus d’information vous pouvez consulter la présentation (PDF) de André Gol­liez (itopia ag).

Vereinsgründung Opendata.ch am 19. Januar 2012 in Bern

(>traduction française en bas)
Das neue Jahr ist noch jung, und unsere Anstrengungen für das Thema Open Data tragen Früchte. Es ist nicht vermessen, zu behaupten, dass 2012 ein entscheidendes Jahr für die Einführung von Open Data in der Schweiz wird. Die Gründung des Vereins Opendata.ch ist ein wichtiger Schritt, um auf dieses Ziel verstärkt hinzuarbeiten.

Seit Anfang Juli 2010 besteht – als Initiative von /ch/open (Swiss Open Systems User Group) sowie als Fachgruppe (in Gründung) der Schweizer Informatik Gesellschaft (SI) – eine lose Gruppierung, welche sich für die Förderung von Open Data in der Schweiz einsetzt. Diese Arbeitsgruppe hat die OGD-Konferenz «opendata.ch 2011» am 24. Juni 2011 im Schweizerischen Bundesarchiv sowie die OGD-Hackdays «make.opendata.ch» am 30. September und 1. Oktober 2011 in Zürich und Lausanne organisiert, unterhält die Website opendata.ch, unterstützt die Mitglieder der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit bei OGD-bezogenen parlamentarischen Vorstössen und unterhält eine Mailingliste mit über 100 TeilnehmerInnen, auf welcher verschiedene Fachfragen in Zusammenhang mit OGD diskutiert werden.

Einladung zur Gründungsversammlung

Im Interesse der Kontinuität und der besseren Erkennbarkeit gegen aussen, sowie transparenter Rollen, Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Finanzen gegen innen, haben die Teilnehmer der Arbeitsgruppe beschlossen, unter dem Namen «opendata.ch» einen Verein zu gründen und zur Gründungsversammlung wie folgt einzuladen:

  • Datum: Donnerstag, 19. Januar 2012
  • Zeit: 17.15 bis ca. 19.00 Uhr (anschliessend Apéro)
  • Ort: Berner Fachhochschule, Hallerstrasse 10, Bern (s. Situationsplan)

Traktanden:

  1. Begrüssung
  2. Diskussion und Verabschiedung der Statuten
  3. Festlegung der Mitgliederbeiträge 2012 und 2013
  4. Wahl des Vorstandes
  5. Für den Vorstand stellen sich folgende Teilnehmer der Arbeitsgruppe opendata.ch zur Verfügung:
    Andreas Amsler, Hannes Gassert, André Golliez, Christian Laux, Antoine Logean, Giorgio Pauletto, Barnaby Skinner, Matthias Stürmer
  6. Budget 2012
  7. Information über die geplanten Aktivitäten und Veranstaltungen im 2012
  8. Varia

Open Government Data-Studie Schweiz

Vorgängig zur eigentlichen Gründungsversammlung wird von 17.15 bis ca. 18.15 Uhr eine Orientierung über die Open Government Data-Studie Schweiz stattfinden, welche die Berner FH zusammen mit der Firma itopia ag (Zürich) und weiteren Projektpartnern von November 2011 bis Juni 2012 durchführt und die von der Gebert Rüf Stiftung finanziert wird.

Melden Sie sich jetzt per E-Mail zur Gründungsversammlung opendata.ch an sowie zur Orientierung über die Open Government Data-Studie Schweiz: info@opendata.ch.

Naissance de l’association Opendata.ch le 19 janvier 2012 à Bern

L’ouverture des données en Suisse fait son chemin. 2012 sera en effet une année décisive dans l’établissement en Suisse du mouvement Open Government Data (OGD). Une étape importante sera franchie en ce début d’année par la création de l’association opendata.ch.

Initié en juin 2012 par /ch/open (Swiss Open Systems User Group ) et la Société Suisse d’Informatique (SI), le groupe de travail opendata.ch s’est donné comme objectif de promouvoir l’ouverture des données publiques en Suisse. Pour ce faire, il a lancé en juin 2011 aux Archives Fédérales de Berne la première conférence annuelle sur l’Open Government Data en Suisse ainsi que 3 mois plus tard le premier campus (hackathon) make.opendata.ch. Une autre part importante de son travail consiste à mettre à disposition ses compétences et offrir une aide directe au Groupe Parlementaire pour une Informatique Durable dans les diverses actions politiques (postulats et motions) lancées au niveau fédéral visant à une plus grande ouverture des données publiques. Parallèlement à ce travail, par le biais du site internet opendata.ch et d’une liste de diffusion, le groupe de travail opendata.ch a pour objectif d’informer et de fédérer la communauté sur les diverses activités liées à l’Opendata en Suisse.

Création de l’association Opendata.ch

Avec la montée en puissance du mouvement, l’organisation informelle du groupe de travail ne suffit plus. Par conséquent, dans un souci de continuité, afin d’offrir vers l’exterieur une entité claire où les rôles, les responsabilités, les tâches et leur financement sont définis de manière transparente, le groupe de travail a décidé de fonder l’association “opendata.ch”, dont la naissance sera officialisée:

le jeudi, 19 janvier 2012 de 17.15 à 19h00
à la Haute école spécialisée bernoise, Hallerstrasse 10,  Berne
(voir plan de situation)

L’ordre du jour sera le suivant:

  • Message de bienvenue
  • Présentation et adoption des status.
  • Montants des cotisations pour 2012 et 2013
  • Élection du comité. Les membres suivant du groupe de travail opendata.ch se portent candidats:Andreas Amsler, Hannes Gassert, André Golliez, Christian Laux, Antoine Logean, Giorgio Pauletto, Barnaby Skinner, Matthias Stürmer
  • Budget 2012
  • Informations sur les activités et événements prévus en 2012
  • Divers

Etude Open Government Data en Suisse

Préalablement à la cérémonie de fondation, se déroulera de 17h15 à 18h15 une séance d’information sur l’Etude Open Government Data en Suisse, étude réalisée par la Haute école spécialisée bernoise en collaboration avec la société itopia ag (Zürich) et divers autres partenaires. Cet travail de recherche financé par la fondation Gebert Rüf a débuté au mois de Novembre 2011 et se terminera en juin 2012.

Inscrivez vous dès maintenant par courrier électronique (info@opendata.ch) à la cérémonie de fondation et n’hésitez pas a nous demander plus d’information sur l’Etude Open Government Data en Suisse.

5. Nationales eGov-Symposium: «The benefit of open government data appears when it is used»

Das diesjährige Zusammenkommen der Schweizer eGovernment-Verantwortlichen und -Interessierten drehte sich um «Open Government» und «Open Government Data (OGD)». Die beiden Themen sind – wie auch die positive Beantwortung des parlamentarischen Vorstosses Wasserfallen in der Sitzung des Bundesrats vom vorletzten Mittwoch beweist – auf den obersten institutionellen Stufen von Regierung und Verwaltung angekommen. Das ist der Verdienst der Schweizer Opendata.ch-Community. Ihr aktiver Einsatz als Partner im Bereich Wissensvermittlung, Strategie und Umsetzung ist jetzt umso mehr gefragt.

Erfreulich (I): Peter Krantz, Swedish government, betont die Wichtigkeit der Community.

Peter Fischer, Delegierter des Bundesrates für die Informatikstrategie, begrüsste die Anwesenden und übergab Frau Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf das Wort. In ihrem Eröffnungsreferat äusserte die Bundesrätin die Absicht, dass OGD als Schwerpunkt in der E-Government-Strategie der Schweiz positioniert werden solle. Neben diesem positiven Statement war ebenso erfreulich, dass sie nicht direkt ins Finanzdepartement entschwand, sondern bis zum Mittag vor Ort blieb und sich «open» und interessiert an den OGD-Erfahrungen etwa der schwedischen Regierung zeigte.

Der Vertreter der schwedischen E-Government-Delegation und Mitglied des «Digitalization Council», Peter Krantz (von dem auch das Zitat im Titel stammt), gab ein starkes Votum für die Einbindung der Community in Konzeption wie Umsetzung von Strategien und Aktivitäten im Bereich von Open Government und insbesondere auch von OGD ab. In seiner – sehr empfehlenswerten – Präsentation vermittelte Krantz ein kompetentes Zwischenfazit zu OGD in Schweden. Er zeigte sich erfreut und durchaus auch stolz über die Resultate, verschwieg dabei aber keineswegs die noch anstehenden Herausforderungen. Auf die Frage aus dem Publikum zu Sinn und Zweck von App-Contests als Mittel, die Community aktiv zu involvieren, betonte Krantz, dass solche Contests – wenn sie als aufrichtige Fördermassnahmen gedacht sind und erfolgreiche Resultate über den eigentlichen Anlass hinaus zeigen sollen – erstens ein thematisches Framing, zweitens Unterstützung seitens der involvierten Vertreter von Regierung und Verwaltung bei Implementierung und Support sowie drittens auch finanzielle Unterstützung für Apps seitens von Privaten wie auch der öffentlichen Hand umfassen sollten.

Erfreulich (II): Reto Haeni, Microsoft Schweiz, berichtete bei seiner Suche zu OGD in der Schweiz in erster Linie über Make.opendata.ch.

Am Nachmittag sollte in der Fachsession «Wirtschaftliche Innovation» gemäss Tagungsprogramm zuerst Reto Haeni, Chief Security Advisor Microsoft Schweiz, über «Erfolgsfaktoren für Open-Government-Projekte; Erfahrungen und Herausforderungen» sprechen. An vertieften Erfahrungen mit dem Thema schien es ihm aber leider noch zu mangeln und bei den Herausforderungen fokussierte er – angesichts seines Fachgebiets nicht verwunderlich – ausschliesslich auf Sicherheitsaspekte. Nicht nur die wenigen anwesenden Vertreter der OGD-Community, sondern auch die zahlreich vertretenen Verwaltungs- und Wirtschaftsvertreter hätten da vermutlich mehr erwartet.

Wer sich für Herausforderungen von OGD-Projekten interessiert, dem sei nochmals die Präsentation von Peter Krantz empfohlen (genauer: die letzten sieben Slides) sowie in eigener Sache unsere praktischen Erfahrungen mit Make.opendata.ch von Anfang Oktober sowie die Videos und Präsentationen der Opendata.ch-Konferenz von Ende Juni.

Die Fragen von Verwaltungsvertreterinnen und -vertretern während wie nach Haenis wie auch anderer Fachsessionen drehten sich kaum um – nota bene durchaus nicht zu verschweigende – Aspekte wie «Kontrollverlust» oder «nichtvorhersehbare Konsequenzen» als vielmehr um Fragen der konkreten Umsetzung und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen privaten Akteuren und der öffentlichen Hand. Das darf die Community in der Schweiz durchaus zuversichtlich stimmen.

OGD ohne die Schweizer Community ist nicht zu machen
Zur Konferenz generell zu bemerken ist, dass die – spätestens seit der Opendata.ch-Konferenz – auch in der Schweiz nicht mehr in den Kinderschuhen steckende OGD-Community im Plenum leider gar nicht und in den Fachsessionen ausser mit André Golliez (s. Präsentation) keineswegs der Schweizer OGD-Realität entsprechend vertreten war. Hätte nicht der schwedische Vertreter (nota bene: Regierungsvertreter!) auf dem Podium die entscheidende Rolle der Community betont – so wie es in den Fachsessionen für die Stadt Zürich ebenfalls Andreas Németh, Verantwortlicher der eZürich-Initiative (s. Präsentation), und für die Stadt Genf ansatzweise auch Patrick Genoud, vom OT Genève (s. Präsentation), taten – hätten die mit dem Thema erst weniger Vertrauten durchaus schlussfolgern können, dass es sich bei OGD um ein – wenn überhaupt – rein verwaltungsintern zu lösendes Thema handelt, das alleine mit Corporate-Software-Lösungen abgedeckt werden könne. Jedem, der bereits mehr über das Thema wusste, ist klar, das dem nicht so ist. Open Government und OGD verändern das Verhältnis zwischen Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Wenn einem Verantwortung wichtig ist, kann und sollte man solche Herausforderungen nicht alleine technisch lösen wollen. Oder wie Peter Krantz es zusammenfasste: «Open Government (…) is about (1) actively invite participation to change/implement laws, and (2) collaboration in delivering government services.» Ohne die aktive Einbindung der Zivilgesellschaft, also auch der OGD-Community, sind ihre Versprechen einlösende Open-Government- und OGD-Strategien schlicht nicht denk- und umsetzbar. Glücklicherweise wissen das in der Schweiz die Verantwortlichen bei Bund, Kantonen und Gemeinden, die sich bereits eingehender mit der Thematik auseinandergesetzt haben.

Grütter: «Open Gov is crowdsourced service innovation»
Zum von Krantz genannten Punkt – «Open Government (…) is about collaboration in delivering government services» – passt ein Tweet von Peter Grütter, bis 2007 Generalsekretär des Eidg. Finanzdepartements und seither bei Cisco für die Beratung von Regierungen zuständig: «open gov is crowdsourced service innovation.» Auch da ist die Schweiz im Bereich OGD spätestens seit diesem Jahr keine Wüste mehr, wie der respektvolle Umgang zwischen privaten und öffentlichen Akteuren an der Opendata.ch-Konferenz und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Städten Lausanne und Zürich im Rahmen des make.opendata.ch-Hackathons im Herbst konkret bewiesen haben. Abgeschlossen wurde die Konferenz durch ein erfrischendes Referat von Daniel Binswanger, Das Magazin, über «Konfusion und Transparenz» und mit einer Podiumsdiskussion, an der Hanspeter Thür, Öffentlichkeitsbeauftragter, sich u.a. für die kostenlose Zugänglichkeit von Government Data aussprach, sowie Frau Nationalrätin Edith Graf-Litscher einen direkten zentralen Datenzugang forderte.

An die Adresse aller Teilnehmer wie aller am Thema OGD Interessierten sei zum Schluss nochmals ein Satz von Peter Krantz gerichtet: «Release it, try it, fix it.» Oder wie Peter Grütter per Tweet abwandelte: «Trust it, try it, fix it.» In diesem Mantra ist alles drin, was es für eine erfolgreiche und verantwortungsvolle Schweizer OGD-Zukunft braucht.

Präsentationen (vollständig)

Tweets (vollständig)

  • verdankenswerterweise übersichtlich zusammengestellt von Andreas Hugi: Tweetschau

Reaktionen (unvollständig)

 

Open Government Data Camp 2011 in Warschau: OGD breitet sich aus…

Das OGD Camp 2011 fand am 20. und 21. Oktober in Warschau mit gegen 400  TeilnehmerInnen  aus 41 Nationen statt, darunter auch aus der Schweiz. Vor knapp einem Jahr stand das erste internationale OGD Camp in London noch ganz im Zeichen der OGD-Offensive der Britischen Regierung (siehe). In Warschau wurde nun sichtbar, mit welcher Geschwindigkeit die internationale OGD-Bewegung innert eines Jahres in die Breite gewachsen ist. Eröffnet wurde die farbige und vielfältige Veranstaltung durch eine Videobotschaft der EU-Kommissarin für die Digitale Agenda, in welcher sie das enorme wirtschaftliche Potenzial  von Open Government Data unterstrich und die Publikation einer entsprechenden Strategie der EU für November ankündigte. Im Plenum folgte ein bunter Strauss von Keynote-Referaten, u.a. von Ellen S. Miller (Executive Director der Sunlight Foundation), Nigel Shadbolt (OGD Evangelist und Spiritus Rector von data.gov.uk), Tom Steinberg (Gründer und Director mySociety) sowie Andrew Stott (Director for Transparency and Digital Engagement for the UK Government,  data.gov.uk). Einen betont kritischen Akzent zum aktuellen Stand und den Perspektiven der OGD-Bewegung setzte Chris Taggert (Gründer und Geschäftsführer OpenCorporates: The Open Database Of the Corporate World),einer der (bis dato) wenigen Firmengründer, die ihr Geschäftsmodell zu 100% auf Open (und linked) Data aufsetzen. In fünf parallelen Sessions und Workshops kamen in zahlreichen Beiträgen die verschiedensten Aspekte von OGD zur Sprache. Besonders interessant waren die OGD-Statusberichte aus verschiedenen Städten, so beispielweise aus Wien oder Rotterdam. Die Slides zu den einzelnen Beiträgen werden demnächst auf der Website des OGD Camp 2011 publiziert, mein eigener Beitrag “OGD in Switzerland” findet sich hier.

 

 

Open Government Data Update: Parlamentarier und Programmierer ziehen am gleichen Strick

(version française ici)

Nachdem der Bundesrat im August drei Interpellationen zu Open Government Data positiv aber unverbindlich beantwortet hat, verlangen Mitglieder der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit nun konkrete Schritte zur Öffnung der Datenbestände des Bundes. Die Nationalrätinnen Edith Graf-Litscher (SP) und Kathy Riklin (CVP) sowie Nationalrat Christian Wasserfallen (FDP) haben zu diesem Zweck eine wegweisende Motion und zwei Postulate eingereicht.

Gleichzeitig arbeiteten Anfang Oktober unter dem Titel `make.opendata.ch` 120 Software-Entwickler, Gestalter und Konzepter zwei Tage lang an neuen Apps für mehr Datenzugriff in ihren Städten, ihren Kantonen, ihrem Land – und zeigten so in Zürich und Lausanne, wie High-Tech, Design und Demokratie produktiv zusammenfinden können.

Offen zugängliche Behördendaten enthalten ein in der Schweiz bis anhin unerschlossenes Potential für mehr Transparenz, Innovation und Kosteneinsparungen. Daher fordert Edith Graf-Litscher in ihrer Motion ein zentrales Verzeichnis aller Datenbestände sowie einen effizienten, zentralen Zugang zu den öffentlich verfügbaren, aktuellen und archivierten Daten des Bundes: „Vergleichbare Erfahrungen in anderen Ländern zeigen, dass der volkswirtschaftliche Nutzen offen zugänglicher Behördendaten erst mit der Einrichtung eines zentralen Zugangs zu diesen Datenbeständen einsetzt“ begründet Nationalrätin Graf-Litscher ihre Motion. „Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Öffnung der Datenbestände des Bundes sind grundsätzlich gegeben und die Kosten für Verzeichnis und zentrale Bereitstellung der Daten in Anbetracht des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potentials äusserst bescheiden, ich erwarte daher eine rasche Umsetzung der Massnahmen.“

„Damit das Potential von Open Government Data sinnvoll ausgeschöpft werden kann, braucht es einen Masterplan, welcher das Vorgehen der einzelnen Ämter unter einer Gesamtsicht plant und koordiniert.“, so Kathy Riklin. Aufgrund ihres Postulats erwartet Riklin vom Bundesrat bis spätestens Mitte 2012 eine Analyse der aktuellen und archivierten Datenbestände des Bundes, eine Abschätzung der Vorteile und Risiken offen zugänglicher Behördendaten sowie einen Masterplan für konkrete Massnahmen, um das Potential von Open Government Data für die Schweiz in den nächsten Jahren effektiv zu nutzen. „Die Schweiz ist arm an natürlichen Ressourcen. Aber die kreative Nutzung offener Daten der Behörden, des öffentlichen Sektors und der Forschung durch Softwareentwickler, Medienschaffende sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger ist eine Chance, die uns zusätzliches soziales und wirtschaftliches Wachstum aus eigener Kraft ermöglicht.“

Für Christian Wasserfallen ist klar, dass offene Zugänglichkeit und freie Nutzung von Behördendaten in den nächsten Jahren zu Schwerpunkten des E-Government werden. Er verlangt daher mit seinem Postulat eine entsprechende Ergänzung der E-Government-Strategie der Schweiz: „Offene Behördendaten bringen eine wesentliche Verbesserung der Transparenz staatlichen Handelns und helfen, die Effizienz der Verwaltung zu steigern. Staatliche Leistungen können aufgrund offen zugänglicher und maschinenlesbarer Daten besser beurteilt und verglichen werden. Davon profitiert die gesamte Gesellschaft.“

Am gleichen Strick wie die Parlamentarier zieht eine starke Community von Softwareentwicklern, Designern und Aktivisten, die sich am 30. September und 1. Oktober zu den ersten make.opendata.ch Hackdays zusammenfanden. 120 engagierte Profis aus dem Technologie- und Kreativsektor arbeiteten in diesen zwei Tagen in Zürich (ZHdK) und Lausanne (EPFL) an Visualisierungen, Datenanalyse-Tools und Bürger-Diensten auf Datenbasis. Das Resultat sind unter anderem die Visualisierung der Schweizer Armeealtlasten, das Herunterbrechen der Zürcher Jahresrechnung auf den Beitrag einer Person, die Auswertung der Lausanner Energieverbrauchsdaten auf Strassenebene („Ma rue, est-elle verte?“) sowie die Herstellung eines Datenstroms der Schweizer Strahlungswerte. Dabei manifestierte sich ein klarer Wille und ein Bedürfnis, mittels Open Government Data komplementär zur direktdemokratischen Partizipation einen Rückkanal zu schaffen, der die Entwicklungen in unserem Gemeinwesen auf allen Ebenen greifbar, auswertbar und darstellbar macht.

Die Zusammenarbeit mit Partnern in der Verwaltung war erfolgreich und offenbarte sich beispielsweise anhand des
Sponsorings durch die Initiative eZürich der Stadt Zürich oder die Datenfreigabe in Lausanne. Das staatsbürgerliche Engagement der High-Tech Spezialisten und Informationsdesignern stimmt zuversichtlich für die Entwicklung einer Demokratie des 21. Jahrhunderts Schweizerischer Prägung. Das Thema „Transparenz und IT“ wird denn auch nicht nur sie weiter beschäftigen, Open Government Data bildet schliesslich nichts weniger als die bewusst produktive Kehrseite von negativen Phänomenen wie Bankdaten-CDs, Wikileaks und Konsorten.

Weitergehende Information erhalten Sie im make.opendata.ch Wiki, im Austausch mit der Community oder im direkten Kontakt.

Ein grosser Dank geht an die Sponsoren eZürich, ZHdK, EPFLLiip und Swissnex SF.

Reaktionen:

Erstes Open Data Camp für mehr direkte Datendemokratie in der Schweiz

Nachdem die Debatte in Medien und Politik angestossen wurde, ist es an der Zeit, mit Open Data in der Schweiz Nägel mit Köpfen zu machen. Vom 30. September bis 1. Oktober kommen in Lausanne und Zürich Designer, Entwickler, Journalisten und Aktivisten zur ersten “make.opendata.ch” zusammen, um der Schweiz zu mehr “direkter Datendemokratie” zu verhelfen.

Open Data, das heisst die Nutzung und Weiterverbreitung von Daten im Interesse der Allgemeinheit, ist ein Konzept, das auf allen Ebenen – vom Bundeshaus in Bern bis hinunter auf die Quartierebene diskutiert und implementiert werden muss. Der erste Schweizer Open Data Hackathon trägt dem Rechnung und findet überregional statt. Mit den Austragungsorten Lausanne (EPFL; tbd.) und Zürich (ZHdK) werden verschiedene Sprachen und Technologie-Hubs abgedeckt. Beide Orte sind für zwei Tage erstklassiges Entwickeln, Visualisieren und Diskutieren ausgestattet.

Die Anlässe bringen Denker und Macher zusammen. Sie alle sind daran interessiert, mehr staatliche Daten frei zugänglich zu haben. Engagierte Designer, passionierte Entwickler sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger treffen sich, Fachwissen und gesellschaftliches Engagement finden zueinander. Mit Gespür für interessante Fragen und Design-, Daten-, Web- und Mobile-Kompetenz erforschen sie, wohin uns Open Data auch hier in der Schweiz führen kann.

Die make.opendata.ch wird getragen von opendata.ch, der Open Data Initiative von /ch/open (Swiss Open Systems User Group) und der SI (Schweizer Informatik Gesellschaft). Gemeinsam mit der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit haben sie im Juni mit einem Expertenund Politikeranlass im Bundesarchiv, einem vielbeachteten Manifest und verschiedenen parlamentarischen Vorstössen die Diskussion und Umsetzung von Open Data in der Schweiz lanciert. Die Initiative ist politisch und finanziell unabhängig.

Interessierte können sich jetzt auf make.opendata.ch anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos. Für Speis, Trank und Bandbreite ist gesorgt.

opendata.ch: die Fortsetzung

Die opendata.ch Konferenz 2011 liegt hinter uns, und es zeigt sich: der erfolgreiche Anlass verdient nicht nur eine umfassende Rückschau, sondern auch aufmerksame Beobachtung seiner Folgen – denn der Stein ist definitiv ins Rollen gebracht.

opendata.ch Trailer

Die Stimmung am Anlass denn auch geprägt von Pioniergeist und Enthusiasmus, welche der opendata.ch Trailer überzeugend dokumentiert:

Auf die dem Film zugrunde liegenden Interviews (komplett auf Youtube) wird man in einiger Zeit sicherlich als Anfang einer Erfolgsgeschichte zurückschauen.

opendata.ch Referate und Folien

Sämtlich Referate sind inklusive Folien auf Video dokumentiert und professionell aufbereitet:

Alle Videos finden sich im Video-Archiv, die Slides komplett im Material-Archiv zur Konferenz.

Presse

Open Government Data für die Schweiz wird Print- und Online Presse klar positiv bewertet, beispielsweise in den folgenden Artikeln:

Veranstaltungen

Derzeit finden verschiedenste Workshops und Anlässe rund um Open Government Data statt, viele davon intern beim Bund und den Kantonen, manche aber auch öffentlich. Gern weisen wir auf folgende Veranstaltungen hin:

Darüber hinaus trifft sich die noch junge Community in regelmässigen Abständen, begleitet von einem regen Austausch via Mailingliste.

Weitere News

Über weitere Neuigkeiten aus Parlament und Verwaltung, aus Kantonen und Community wird dieser Blog laufend informieren. Klar ist bereits: Dienste wie die Schnittstelle zum Parlament weisen den Weg und stossen bereits auf grosses Interesse.

Konferenz ausgebucht – Open Government Data in der Schweiz nimmt Fahrt auf

MEDIENMITTEILUNG
(deutsch: PDF/DOC, English: PDF/DOC)

Update: Slides und Videos der Konferenzbeiträge sind ab sofort verfügbar.

Mit über 150 Teilnehmenden hat heute die vollständig ausgebuchte opendata.ch 2011 Konferenz im Bundesarchiv in Bern stattgefunden. Parlamentarier, Verwaltungskaderleute sowie Vertreter von Wirtschaft, Forschung und Medien haben an der ersten Schweizer Konferenz über frei zugängliche Behördendaten teilgenommen. Gemeinsam konnten Vorteile und Herausforderungen von Open Government Data in der Schweiz diskutiert sowie wichtige nächste Schritte festgelegt werden.

Eröffnet wurde die opendata.ch 2011 Konferenz durch Edith Graf-Litscher, Nationalrätin und Co-Präsidentin der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit sowie Andreas Kellerhals, als Direktor des Schweizerischen Bundesarchivs Gastgeber der gut besuchten Tagung.

Die Eröffnungsrede hielt danach Nigel Shadbolt, Professor der Universität Southampton und Mitglied des Public Sector Transparency Board UK. In seiner inspirierenden Rede zeigte er das weitreichende Veränderungspotential auf, das Open Government Data für Bevölkerung und Regierung hat und haben wird. Weitere Redner wie Jean-Philippe Amstein, Direktor des Bundesamts für Landestopografie swisstopo, Hans-Peter Thür, Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter, sowie Peter Fischer, Delegierter für die Informatikstrategie des Bundes, schlossen sich Shadbolts Voten an, zeigten jedoch auch auf die Schweizerischen Herausforderungen im Umgang mit frei zugänglichen Behördendaten hin. Die deutlichen Mängel bei der heutigen Umsetzung des Öffentlichkeitsgesetzes zeigte schliesslich Martin Stoll auf, Präsident des neu gegründeten Vereins Öffentlichkeitsgesetz.ch und Leiter des Recherche-Desks der SonntagsZeitung.

Am Nachmittag widmeten sich sechs unterschiedliche Workshops vertieft dem vielseitigen Thema Open Government Data. Zum Thema Politik diskutierten Parlamentarier mit Behördenvertreter, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um die Freigabe von Behördendaten zu unterstützen. Im Technologie-Workshop wurden Umsetzungsszenarien diskutiert und deren Herausforderungen aufgezeigt. Die Fachrunde über rechtliche Aspekte, vorwiegend durch Juristen besucht, widmete sich den juristischen Tücken rund um das Thema Open Government Data. Journalisten und Medienarbeitende nahmen am Workshop über Data Journalism teil um sich über den neuen Trend der Recherche von grossen Datenmengen zu informieren. Die durch die Berner Fachhochschule geleitete Fachsession „Open Government Data und Business“ fokussierte auf die oftmals unklaren Geschäftsmodelle basierend auf frei zugänglichen Behördendaten. Und der Wissenschafts-Workshop widmete sich schliesslich den neuen Forschungsmöglichkeiten, die sich aus den zu publizierenden Datenbeständen ergeben werden.

Als zweiter ausländischer Gastredner zeigte Rufus Pollock, Associate der Universität Cambridge und Direktor der Open Knowledge Foundation, den internationalen Kontext der weltweiten Open Government Bewegung auf und forderte die Konferenzteilnehmenden auf, mutige Schritte zur Freigabe von weiteren Behördendaten zu unternehmen. Das Schlusswort hielt Nationalrat Christian Wasserfallen, der zweite Co-Präsident der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit. Er motivierte alle Konferenzteilnehmenden, das an der Tagung lancierte Schweizer Open Government Data Manifest ernstzunehmen und bei der Umsetzung der Forderungen aktiv mitzuwirken.

Veranstaltet wurde die opendata.ch 2011 Konferenz durch die Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit und das Schweizerische Bundesarchiv, koordiniert durch die Swiss Open Systems User Group /ch/open. Die Veranstaltung durch itopia und Ernst & Young gesponsert. Das Schweizer Open Government Data Manifest, die Folienpräsentationen sowie weitere Beiträge der Konferenz stehen in Kürze auf der Website www.opendata.ch zur Verfügung.

Kontakt opendata.ch 2011 Konferenz

André Golliez
Projektleiter opendata.ch 2011 Konferenz, Managing Partner itopia
Tel. +41 79 669 05 52
E-Mail: golliez@itopia.ch

Dr. Matthias Stürmer
Geschäftsleiter Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit, Senior Advisor Ernst & Young
Tel. +41 76 368 81 65
E-Mail: matthias.stuermer@ch-open.ch

Bild: Rolf Willi für itopia
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ENGLISH VERSION

Bern, 24 June 2011

Open Government Data Gathers Momentum in Switzerland

With every available place taken, opendata.ch 2011, the first conference on freely accessible government data in Switzerland, took place at the Swiss Federal Archives in Berne today. The more than 150 participants, including parliamentarians, senior administrators and representatives of business, research and the media, discussed the advantages and challenges of open government data in Switzerland and agreed on some of the next key steps.

The opendata.ch 2011 conference was inaugurated by Edith Graf-Litscher, National Councillor and Co-Chair of the Parliamentarian Group for Digital Sustainability, and Andreas Kellerhals, Director of the Swiss Federal Archives. The opening address was given by Nigel Shadbolt, Professor at the University of Southampton and member of the UK’s Public Sector Transparency Board. In an inspiring speech he highlighted the far-reaching transformative potential of open government data for people and governments alike, both now and in the future. Other speakers, including Jean-Philippe Amstein, Director of the Federal Office of Topography swisstopo, Hans-Peter Thür, Federal Data Protection and Information Commissioner, and Peter Fischer, the Delegate for Federal IT Strategy, echoed Shadbolt’s sentiments but also pointed to the challenges for Switzerland in dealing with freely accessible government data. Finally Martin Stoll, chair of the newly created freedom of information organisation Öffentlichkeitsgesetz.ch and head of the research desk at the SonntagsZeitung newspaper, described the shortcomings in current implementation of Switzerland’s Freedom of Information Act.

In the afternoon, six different workshops examined the many facets of open government data in greater depth. In the Politics session, parliamentarians and administration representatives discussed creating the conditions necessary to support the release of government data. The Technology workshop looked at specific implementation scenarios and the challenges they pose. The Legal group, which was attended mainly by lawyers, addressed the delicate legal issues associated with open government data. In the Data Journalism workshop, journalists and media representatives learned more about the new trend in researching large volumes of data. The Open Government Data und Business session, moderated by the Bern University of Applied Sciences, focused on the frequent lack of clarity in business models based on freely accessible government information, while the Science workshop considered the new research opportunities that will result from publication of the databases.

The second guest speaker from abroad, Rufus Pollock, Associate of the University of Cambridge and Director of the Open Knowledge Foundation, talked about the international context of the global open government movement and called on conference participants to take bold steps towards obtaining the release of further government data. The closing address was given by National Councillor Christian Wasserfallen, the second Co-Chair of the Parliamentarian Group for Digital Sustainability. He encouraged all participants to take seriously the Swiss open government data manifesto that was launched at the conference, and to play an active part in securing implementation of its demands.

The opendata.ch 2011 conference was jointly organised by the Parliamentary Group for Digital Sustainability and the Swiss Federal Archives. Administration was coordinated by the Swiss Open Systems User Group /ch/open and the event was sponsored by itopia and Ernst & Young. The Swiss Open Government Data Manifesto, the slide presentations and other articles on the conference will be available shortly on the website www.opendata.ch.

Update: conference slides are already available.